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Mogelpackung enthüllt: Inhalt von Pringles-Chips „klammheimlich verringert“

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Von: Katja Becher

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Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine weitere Mogelpackung aufgedeckt: Der Inhalt der beliebten Chips von Pringles wurde von Hersteller Kelloggs offenbar heimlich reduziert.

Regelmäßig kürt die Verbraucherzentrale Hamburg die „Mogelpackung des Monats“, um Konsumenten über Produkt-Täuschungen sowie versteckte Preiserhöhungen aufzuklären. Oft sind es Artikel bekannter Marken,* die den Negativ-Titel von den Verbraucherschützern verliehen bekommen. Im April geht dieser an die Chips-Marke Pringles von Kelloggs. HEIDELBERG24* erklärt, was die Verbraucherzentrale an den Pringles-Chips kritisiert:

OrganisationVerbraucherzentrale Hamburg
LeistungenBeratung, Verbraucherschutz, Information
Gründung5. März 1957

Pringles-Chips als Mogelpackung enttarnt: Schrumpfender Inhalt bei steigendem Preis

Laut Verbraucherzentrale schrumpfte die Füllmenge der Pringles-Chips von 200 Gramm auf 185 Gramm pro Packung – und das bei fast allen Sorten des Produkts. „Der Hersteller hat klammheimlich die Füllmenge verringert“, heißt es in dem Bericht zur Mogelpackung des Monats April. Und damit nicht genug: Viele Händler hätten den Angaben zufolge auch noch den Preis von 2,59 auf 2,79 Euro erhöht – zum Beispiel Rewe, Penny sowie Lidl.

Diese versteckte Preiserhöhung von 17 Prozent für die Pringles-Chips gibt Verbraucherschützern genug Anlass, das Produkt zur Mogelpackung des Monats zu küren. Zusätzlich weist die Verbraucherzentrale auch noch darauf hin, dass Hersteller Kellogs bei seinen Pringles-Chips schon häufiger getrickst hätte. In den letzten 15 Jahren sei der Preis von 1,59 Euro für 200 Gramm auf 2,79 für nun 185 Gramm gestiegen – eine Erhöhung von 90 Prozent.

Übrigens: Eine bekannte Marke für Chips hat die Rezeptur verändert. Viele Verbraucher können sie wohl nicht mehr essen, wie RUHR24 berichtet.

Mogelpackung: Nicht nur Pringles trickst beim Inhalt – diese Marken werden kritisiert

Nicht nur Kelloggs mit seinen Pringles wurde durch den Titel Mogelpackung des Monats bereits von den Verbraucherschützern kritisiert. Auch weitere bekannte Hersteller erhielten den Negativ-Titel bereits. So verlieh die Verbraucherzentrale den „Preis“ an Nestlé mit mehreren Produkten wie Kitkat oder Smarties. Doch nicht nur Hersteller tricksen bei ihren Produkten – auch die großen Supermarkt-Riesen nutzen Tricks, um ihren Kunden mehr Geld zu entlocken. Wer diese Einkaufs-Fallen durchschaut, kann beim Wocheneinkauf ordentlich sparen. *

Einmal im Jahr dürfen Verbraucher unter den bereits gekürten Marken die „Mogelpackung des Jahres“ wählen. Die Wahl für das Jahr 2022 steht noch an – im vergangenen Jahr verdiente sich eine Fertigsauce von Homann den traurigen Titel zur größten Mogelpackung von 2021. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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