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Reinigungsmilch im Öko-Test: Alarmierende Inhaltsstoffe – in diesen Produkten

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Von: Madlen Trefzer

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Reinigungsmilch bei Öko-Test: Getestet werden 33 Produkte – und die schneiden tendenziell erfreulich gut ab. Zwei beliebte Produkte beinhalten jedoch alarmierende Inhaltsstoffe.

Öko-Test warnt: Nicht jede Reinigungsmilch eignet sich auch zum Abschminken der Augen. Entscheiden Sie sich beim Kauf für ein „sehr gutes“ Produkt, kommt es ohne Kunststoffverbindungen in der Rezeptur aus und ist somit für die Umwelt unbedenklich. Gute Nachrichten von Öko-Test: 25 der 33 getesteten Produkten schneiden sogar mit der Bestnote ab. Zwei beliebte Marken fallen jedoch durch. Die wichtigsten Ergebnisse präsentiert HEIDELBERG24 zusammengefasst:

Öko-Test findet alarmierende Inhaltsstoffe bei zwei Reinigungsmilch-Produkten

Um die Haut schonend von Schmutz, Talg und Make-up zu befreien, sind in Reinigungsmilch Öle und Emulgatoren enthalten. Dabei darf das Produkt allerdings keine problematischen Inhaltsstoffe haben. Das kann die „Reinigungsmilch Kostbare Blüten“ von „L’oreal“ jedoch nicht von sich behaupten. Unter anderem werden beim Labortest aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen, welche sogar – in Kosmetika auftretend – krebserregend sein können.

Offiziell erklärt Öko-Test die „Reinigungsmilch Kostbare Blüten“ von „L’oreal“ zum Testverlierer. Schockierende Ergebnisse kommen auch beim Test eines weiteren Produkts raus. Knapp 20 Euro kostet die vermeintlich luxuriöse Reinigungsmilch, die beim Test durchfällt. Es geht um „L’Occitane Cleansing Milk“ – Finger weg von diesem Produkt beim nächsten Hautpflege-Shopping! Die Reinigungsmilch von „L’Occitane“ enthält halogenorganische Konservierungsmittel, die die Haut reizen können.

NameÖko-Test
BeschreibungVerbrauchermagazin
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Inhaltsstoffe schlecht für die Umwelt: Öko-Test warnt vor Kunststoffen in Reinigungsmilch

Öko-Test warnt auch davor, dass die Produkte von „L’oreal“ und „L’Occitane“ nicht nur für die Haut gefährlich sind – sondern auch für die Umwelt. Sobald sie vom Gesicht abgespült werden, gelangen die problematischen Kunststoffe ins Abwasser und können letztlich erst nach langer Zeit wieder abgebaut werden. Auch recycelte Verpackungen scheinen nur bei wenigen Produkten ein Thema zu sein. In den Testergebnissen wird auch dieser Faktor berücksichtigt. 

Insgesamt werden 33 unterschiedliche Reinigungsprodukte getestet. Darunter günstige Eigenmarken, beliebte Markenprodukte sowie Reinigungsmilch aus dem Bio-Laden und der Apotheke. Notenabzug bei den Testergebnissen gibt es auch bei doppelter Verpackung – also beispielsweise einer Tube, die noch zusätzlich in einer Papierschachtel verkauft wird. Diese Produkte konnten Öko-Test überzeugen: 

Das gesamte Ergebnis vom Test über Reinigungsmilch von Öko-Test gibt es hier. (kostenpflichtig)

Laut Öko-Test gilt bei Hautreinigung eines: weniger ist mehr – das gilt auch für Reinigungsmilch

Öko-Test empfiehlt, es nicht mit der Hautreinigung zu übertreiben. Möglichst wenig soll dabei vom hauteigenen Schutzmantel „weggepflegt“ werden. Schließlich führe „überpflegte Haut“ zu Rötungen und Pickeln. Öko-Test verrät auch, dass Reinigungsprodukte – wie etwa Reinigungsmilch – unserer Haut keinen besonderen Vorteil gegenüber klarem Wasser bringen. Erst wenn Make-up oder Sonnencreme von der Haut entfernt werden soll, klappt es besser mit Kosmetika. Erst kürzlich testete Öko-Test übrigens auch Haarkuren – 9 Produkte fielen hier komplett durch.

Auch wenn Alkohol in reinigenden Kosmetikprodukten beinhaltet ist, sollten Sie laut Öko-Test hellhörig werden. In einer gesunden Gesichtsreinigung hat Alkohol nichts verloren. Er zerstört nämlich das natürliche Mikrobiom der Haut und trocknet sie aus. Vor Kurzem übrigens werden auch günstige Kosmetika wie Deo, Bodylotion und Mascara unter die Lupe genommen – diese Kosmetikprodukte sind laut Stiftung Warentest „gut“ und günstig. (mad)

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