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Öko-Test: Gesichtsmasken geprüft – diese Produkte fallen komplett durch

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Von: Tobias Becker

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Öko-Test hat mehrere Dutzend Gesichtsmasken unter die Lupe genommen und auf schädliche Inhalte untersucht. Einige Produkte bestehen den Test nicht:

Gerade in der aktuellen Jahreszeit ist die Haut immer wieder gefordert. Anpassungen an den Temperaturwechsel, teilweise heftige Kälte gemischt mit trockener Heizungsluft – gerade im Gesicht ist die Haut oft ungeschützt. Wenn dann auch noch Stress die Haut strapaziert, greifen viele zu Gesichtsmasken, die dabe helfen können, die Haut zu entspannen und Feuchtigkeit zu spenden.

Auch der Wohlfühleffekt, der entsteht, wenn man sich eine Auszeit mit einer Gesichtsmaske gönnt, ist sicher ein Pluspunkt. Andere Versprechen, wie beispielsweise die Reduzierung von Falten, sind hingegen weniger vertrauenswürdig. Es stellt sich auch die Frage: Welche Gesichtsmaske soll man nutzen? Denn schließlich sind viele Beauty- und Pflegeprodukte nicht immer gesund. So fällt beispielsweise ein Haaröl im Test komplett durch. Das Magazin Öko-Test hat sich der Frage angenommen und eine Vielzahl an erhältlichen Masken untersucht (weitere Testberichte gibt es hier). HEIDELBERG24 fasst das Ergebnis zusammen:

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Gesichtsmasken im Öko-Test: Untersuchung auf gefährliche Inhaltsstoffe

Insgesamt 49 Feuchtigkeitsmasken hat Öko-Test untersucht. Dabei hat das Verbrauchermagazin 27 aus Creme bestehende und 22 Tücher unter die Lupe genommen. 13 davon sind als Naturkosmetik zertifiziert. Zum Testen wurden die Produkte in verschiedene Labore geschickt, um dort auf Duft- oder umstrittene Konservierungsstoffe, auf Silikone, Paraffine oder halogenorganische Verbindungen überprüft zu werden. Auch Elemente wie Arsen, das sich in Crememasken aus Heilerde befinden kann, oder Vlies bei Tuchmasken checkte Öko-Test die Produkte.

Und die Liste der gefundenen Inhalte, die Öko-Test im Sinne der Verbraucher weniger gerne in den Produkten sieht, ist lang. So schreibt das Magazin selbst, dass “fast in jedem Kosmetiktest” umstrittene PEG-Verbindungen, die die Haut für Fremdstoffe durchlässiger machen können, gefunden wurden - also auch bei Gesichtsmasken? Die Antwort: Ja, sie sind sogar der “häufigste Kritikpunkt”, da sie in gleich elf der getesteten Produkte stecken. Auch halogenorganische Verbindungen, was eine große Gruppe an Stoffen ist, die zum Teil Allergien hervorrufen und Krebs erzeugen können, wurden gefunden. Neben Arsen (in einem Produkt) wurden auch weitere gefährliche Inhalte gefunden, die Öko-Test aufdeckt.

Gesichtsmasken im Öko-Test: Das Ergebnis kann sich sehen lassen – aber nur teilweise

Also lieber keine Gesichtsmaske nutzen? Nein, denn tatsächlich kommt Öko-Test zu einem überraschend guten Urteil. Zwar fallen sechs Feuchtigkeitsmasken mit den Noten „mangelhaft“ und „ungenügend“ durch, aber gleich 27 Produkte erhalten die Bestnote “sehr gut”. Darunter befinden sich auch Masken der Drogerie dm, die sich gerade Kundenärger eingeheimst hat, aber auch von Rossmann oder Müller. Am anderen Ende der Liste finden sich hingegen diese Produkte wieder:

Der größte Kritikpunkt von Öko-Test liegt dabei auf den Inhaltsstoffen, die zum Teil allergieauslösend sein können. Aber auch Kunststoffverbindungen, die der Umwelt schaden und nicht belegte Anti-Aging-Versprechen gaben starke Punktabzüge. Generell gibt das Verbrauchermagazin unter anderem den Tipp: „Mit Naturkosmetik liegen Sie bei Gesichtsmasken meist richtig. Auch „sehr gut“ und noch dazu sehr günstig sind einige konventionelle Creme- und Tuchmasken.“ Alle Ergebnisse und Tipps gibt es kostenlos bei Öko-Test. (tobi)

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