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Pflaster im Öko-Test: Diese Marken werden mit „sehr gut“ benotet

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Von: Tobias Becker

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Vor allem bei Schürf- oder kleinen Schnittwunden gelten Pflaster als Trostspender für Erwachsene und Kinder. Öko-Test hat nun genauer hingeschaut und 18 sensitive Pflaster untersucht.

Es kann so schnell gehen. Gerade jetzt, wenn es draußen wieder wärmer und sonniger wird, zieht es Kinder wieder auf die Spiel- und Sportplätze in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Ein bisschen klettern hier, kicken dort... Es wird gerannt, getobt und gespielt. Dabei kommen Eltern nicht drumherum, Schwürfwunden oder andere Wehwehchen der Kleinen zu umsorgen. Die besten Mittel: Ein bisschen pusten, einmal trösten und schon kann es weitergehen.

Um die Wunden vor zu viel Dreck zu schützen, helfen Pflaster, die es für Kinder auch noch in verschiedenen Mustern gibt. Generell gibt es bei Pflastern, ob sie für Groß oder Klein genutzt werden, jedoch mehr zu beachten, als nur das Aussehen. Sensitive Pflaster sollen besonders wenig reizen, wenn das Alltagshelferlein auf der Haut landet. Öko-Test hat sich nun 18 dieser Pflaster angeschaut (weitere Testberichte gibt es hier), HEIDELBERG24 fasst die Untersuchung zusammen:

Öko-Test: 18 Pflaster auf unterschiedliche Stoffe getestet

Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat sich im Pflaster-Vergleich für 18 verschiedene Produkte entschieden, bei denen es sich meist um Einzelpflaster, also Strips, handelt. Fünf der Pflastersorten sind jedoch auch zum Abschneiden gedacht. Die Produkte sind alle als sensitiv oder hautfreundlich betitelt und stammen aus Apotheken, Drogerien und Supermärkten sowie aus unterschiedlichen Preissegmenten.

Besonderen Fokus wurde in den Test-Laboren auf krebserregende Nitrosamine sowie nitrosierbare Stoffe, die während der Produktion bei den Klebstoffen entstehen können, aber auch durch die Druckfarben der Verpackungen in die Pflaster geraten. Auch auf Stoffe, die die Umwelt belasten oder allergische Reaktionen hervorrufen können, wurde untersucht. Weiter ging es auch um giftige Stoffe sowie chlorierte Verbindungen in den Kunststoffbestandteilen der Verpackungen und Pflaster. Jede Menge Potenzial also, um eine schlechte Bewertung durch Öko-Test zu erhalten.

Pflaster im Öko-Test: 14 Mal „sehr gut“ – So fällt das Ergebnis aus

Das Ergebnis fällt jedoch fast durchweg positiv aus. Öko-Test vergibt unter den 18 Pflastern insgesamt 14-mal die Bestnote „sehr gut“. Dabei kommt es bei der Bewertung nicht auf den Preis an – denn auch preiswertere Pflaster von Rossmann, Lidl oder dm erhalten die Top-Bewertung. Die Preisspanne reicht bei den sensitiven Pflastern von 0,45 Euro bis 4,95 Euro pro 20 Strips. Mängel gab es bei den mit „sehr gut“ bewerteten Pflastern nur einen, der im Testbericht unter „weitere Mängel“ beim Produkt „Gothaplast Wundpflaster Sensitiv Classic“ aufgeführt wird. Hier hat Öko-Test optische Aufheller gefunden.

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Neben den 14 Bestnoten, bekamen drei Pflaster auch die Note „gut“ und ein Produkt „befriedigend“, was gleichzeitig die schlechteste Bewertung in dieser Untersuchung von Öko-Test darstellt. „Ratioline Sensitiv Pflasterstripes“ von Lohmann & Rauscher hatten erhöhte Werte von nitrosierbaren Stoffen ergeben. Die genauen Ergebnisse und weitere Erklärungen gibt es im Testbericht bei Öko-Test (Bezahlschranke). Übrigens: Öko-Test hat neben Pflastern in der aktuellen Ausgabe auch Früchte-Tee unter die Lupe genommen, der nicht ganz so gut abschneidet, wie die kleinen Trostspender. (tobi)

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