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Puder im Öko-Test: Schock-Urteil – so viele gefährliche Stoffe stecken drin

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Von: Tobias Becker

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Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat in einem neuen Test Kompaktpuder unter die Lupe genommen. Das Urteil fällt zum Teil vernichtend aus, aber es gibt auch gute Produkte.

Kompaktpuder ist ein beliebtes Mittel, um Glanz entgegenzuwirken und das Make-up frisch aussehen zu lassen. Das Beste: Es passt in jede Handtasche. Doch bei all der Beliebtheit und Funktionalität des Puders gibt es auch einen Haken, wie in einem der neuesten Testberichte von Öko-Test zum Vorschein kommt - HEIDELBERG24 fasst zusammen:

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Kompaktpuder im Öko-Test: Wie schneidet das Kosmetika ab?

Öko-Test hat sich Kompaktpuder genauer angesehen und in Laboren untersuchen lassen. Wie die Kosmetika wohl abschneiden? Schließlich gab es zuletzt beispielsweise bei Lippenstiften einige Kritikpunkte des Verbrauchermagazins Stiftung Warentest.

Auch der Öko-Test von Gesichtscreme war alles andere als rosig. Nun stellt sich also die Frage: Kann Kompaktpuder überzeugen? Oder gibt es doch wieder gefährliche Inhaltsstoffe, die haufenweise entdeckt werden?

Kompaktpuder im Öko-Test: So wurde getestet

Öko-Test hat 20 verschiedene Kompaktpuder getestet. Dabei ging es um Produkte zwischen 2,29 Euro und 28,75 Euro pro zehn Gramm Inhalt, die zum Teil Eigenmarken von Drogerien sind, zum Teil aber auch bekannte Markenprodukte. Alle wurden auf gefährliche Inhaltsstoffe für die Verbraucher getestet.

Neben Schwermetallen, die sich beim Pudern auf der Haut ablegen können, wurden die Kompaktpuder auch auf problematische Duft- und Konservierungsstoffe untersucht. Die Deklarationen auf der Verpackung spielten ebenfalls eine Rolle. Außerdem wurden laut Öko-Test Labore beauftragt, um problematischen Duft- und Konservierungsstoffen zu suchen und „die Partikelverteilung des in fast allen Pudern eingesetzten Titandioxids“ zu bestimmen.

Kompaktpuder im Öko-Test: Gefährliche Stoffe so weit das Auge reicht

Auf der Suche nach gefährlichen Inhalten wurden die von Öko-Test beauftragten Labore fündig. Vor allem die Schwermetalle Arsen, Blei und Antimon wurden in vielen Produkten entdeckt. Der Grund: Kompaktpuder enthalten zum Beispiel Mineralien wie Talkum oder Siliziumdioxid, um Feuchtigkeit und Fett entgegenzuwirken.

Dadurch gelangen dann auch Schwermetalle, die hochgiftig und krebserregend wirken, in das Kompaktpuder, was allerdings nicht das einzige Problem ist, wie Öko-Test herausfand. Auch Parabene, Plastik und Nickel sind in manchen Kompaktpudern enthalten.

Kompaktpuder im Öko-Test: Das Urteil ist zum Großteil vernichtend

Öko-Test bewertet sechs der insgesamt 20 Kompaktpuder mit „mangelhaft“ oder gar „ungenügend“, darunter auch die zertifizierte Naturkosmetik „Lavera Mineral Compact Powder, Honey 03“ von Laverana. Immerhin bekamen auch vier Produkte die Bestnote „sehr gut“, wie beispielsweise Kompaktpuder von „Schwarzkopf & Henkel“ oder der Müller Drogeriemarkt-Marke „BCI Bio Cosmetics“.

Das komplette Testergebnis gibt es bei Öko-Test zu kaufen. Dort wird dann auch nochmal genauer auf die einzelnen Inhaltsstoffe eingegangen sowie der Unterschied zwischen losem und gepressten Puder erklärt. (tobi)

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