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Früchte-Tee im Öko-Test: Zwei klare Verlierer – diese Produkte fallen durch

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Von: Tobias Becker

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Tee ist inzwischen eines der beliebtesten Getränke der Deutschen. Im Test hat das Verbrauchermagazin Öko-Test verschiedene Produkte genauer unter die Lupe genommen:

Der Winter neigt sich dem Ende zu, der Frühling wirft erste Sonnenstrahlen und warme Tage in das Jahr 2022. Doch statt kühler Cocktails steht für die meisten Menschen noch Tee auf der Getränkeliste. Von Klassikern wie Kamille- oder Brennnesseltee bis zu den exotischeren Varianten wie Johannesbeere-Ingwer oder Hibiskus-Schafgarbe ist in den Küchenschränken der Deutschen so ziemlich alles zu finden.

Auf der Arbeit, zu Hause im Restaurant - die Menschen trinken Tee - und das nicht zu wenig. Rund 129 Millionen Tassen werden laut Lebensmittelmagazin täglich konsumiert – insgesamt 47 Milliarden Liter im Jahr. Vor allem fruchtige Teesorten haben es vielen Menschen angetan. Diese Sorten und Kräutertees liegen mit knapp 40 Liter pro Kopf vorne im Ranking 2020. Aber: Auch bei Tee gilt es, aufzupassen, denn nicht jedes Produkt ist einwandfrei. So hat das Verbrauchermagazin Öko-Test nun 20 Früchtetees untersucht (weitere Testberichte* gibt es hier). HEIDELBERG24* hat das Ergebnis im Überblick:

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Tee im Öko-Test: Achtung, Pestizide! So lief der Vergleich ab

Öko-Test hat insgesamt 20 Früchtetees genauer unter die Lupe genommen. Dabei handelt es sich um nicht-aromatisierte Sorten, von denen zwei als „lose Ware“ verkauft werden und 18 als Teebeutel. Inhaltlich bestehen die Teesorten vor allem aus Hagebuttenschalen und Hibiskusblüten sowie Apfelbestandteile, Schalen von Orangen und Zitrusfrüchten und Beeren. Aber es können sich auch andere Inhalte eingeschlichen haben: Pestizide, Schwermetalle wie Blei oder krebserregende Schimmelpilzgifte. Unter anderem darauf hat Öko-Test die Teeprodukte untersucht.

Dabei wurden unter anderen zwei Spritzmittel gefunden, die in der EU gar nicht zugelassen sind. Es handelt sich um Carbaryl und Chlorpyrifos. Ersteres ist krebsverdächtig, zweiteres soll das Erbgut beschädigen sowie die neurologische Entwicklung beeinträchtigen. Öko-Test weist zudem daraufhin, dass diese Spritzmittel auch schädlich für nützliche Insekten sind. Klar, dass das nicht die einzigen Rückstände kritischer Mittel gewesen ist, die im Test gefunden wurden. Auch Glyphosat sowie Cypermethrin wurden entdeckt.

Früchtetee im Öko-Test: Oft „sehr gut“ – aber auch zwei klare Verlierer

Das Ergebnis, zu dem Öko-Test kommt, ist gemischt. Zum einen schneiden viele Tees mit Bestnote ab (insgesamt 13 von 20), allerdings gibt es auch solche, die im Test komplett durchfallen. So wurde in zwei Produkten Carbaryl und Chlorpyrifos gefunden. Bei den schlechtesten Testabschneidern handelt es sich um „Jeden Tag Hagebutte Hibiskus“, einen Beuteltee der Zentralen Handelsgesellschaft. Der andere dürfte vielen Menschen sauer aufstoßen, denn es handelt sich um „Gut & Günstig Bunter Früchte Tee“ von Edeka.

Die Teesorten, die nicht den Bio-Stempel besitzen, schnitten in diesem Test deutlich schlechter ab. Kein einziger lag im grünen Bereich, anders als die Bio-Früchtetees. 13-mal die Note „sehr gut“, zweimal „gut“ - so das Urteil. Unter den Testgewinnern befinden sich auch Tees bekannter Marken wie Meßmer oder Früchtetees von Lidl und Kaufland. Das gesamte Testergebnis gibt es hinter einer Bezahlschranke beim Verbrauchermagazin Öko-Test. (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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