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Sonnenblumenöl oft ausverkauft – das sind die besten Alternativen 

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Von: Eliran Kendi

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Speiseöl ist derzeit bekanntlich knapp. Vor allem bei Sonnenblumenöl werden Kunden mit leeren Regalen oder horrenden Preisen konfrontiert – doch es gibt günstigere Alternativen:

Was ist das beliebteste Speiseöl der Deutschen? Sonnenblumenöl natürlich. Schätzungen der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) zufolge macht es jedes dritte verkaufte Speiseöl aus. Falls aber Kunden derzeit auf der Suche nach Sonnenblumenöl im Supermarkt sind, brauchen sie gute Nerven. Denn in den Regalen herrscht vielerorts gähnende Leere oder das knappe Gut ist lediglich zu horrenden Preisen verfügbar.

Preiswahnsinn bei Sonnenblumenöl – diese Alternativen gibt es

Laut Angaben des Verbands der ölsaatenverarbeitenden Industrie (Ovid) deckt Deutschland seinen Bedarf an Sonnenblumenöl zu 94 Prozent über Importe. Angesicht von Missernten in Kanada, coronabedingter Logistikprobleme und des Krieges in der Ukraine sind die Preise für Speiseöl in die Höhe geschlossen.

Hamsterkäufe im Zuge der Knappheit bei Sonnenblumenöl haben diesen Preiseffekt nochmals deutlich verstärkt. Daher ist eine Normalisierung der Preise vorerst nicht in Sicht. Grund genug für preisbewusste Kunden nach Alternativen zu suchen und davon gibt es eine ganze Reihe:

Oliven-, Soja-, Diesel- und Leinöl, Walnuss-, Sesam, Soja- oder Erdnussöl. Zum Braten eignen sich auch feste tierische oder pflanzliche Fette wie Kokosfett, Butter, Butterschmalz und Margarine.

Die Lebensmittel-Krise hat zuletzt zu kuriosen Situationen geführt: In einer Lidl-Filiale soll Sonnenblumenöl nur für Kunden ab 18 Jahren verkauft werden. An anderer Stelle zeigt sich ein Aldi-Kunde stinksauer beim Blick auf eine Speiseöl-Palette. 

Olivenöl – eine gute Alternative für Sonnenblumenöl?

Sonnenblumenöl ist deshalb so vielseitig, weil es sich gut erhitzen lässt und neutral schmeckt. Das trifft nicht auf alle Speiseöle zu. Falls man als Alternative Olivenöl wählt, gilt es, einiges zu beachten:

Zum Anbraten oder Dünsten sollte ausschließlich raffiniertes Olivenöl verwenden werden. Demgegenüber enthält kalt gepresstes und naturtrübes Olivenöl zwar deutlich mehr wertvolle Inhaltsstoffe, aber die enthaltenen Trübstoffe verbrennen bei hohen Temperaturen und es bilden sich krebserregende Stoffe. Dieses Olivenöl eignet sich besser für Salatdressings

Alternative zu Sonnenblumenöl: Diese Speise-Öle eignen sich zum Braten

Für hohe Temperaturen beim Anbraten sind vorwiegend Öle mit einem hohen Rauchpunkt geeignet. Dazu gehören neben Sonnenblumenöl:

Margarine, Butter und Schmalz als Sonnenblumenöl-Ersatz

Raffinierte, geschmacksneutrale Fette eignen sich zum Frittieren. Neben Rapsöl kann auch Butterschmalz verwendet werden.

Welches Öl eignet sich für Salatdressing? 

Obwohl sich kalt gepresste Öle nicht zum braten eignen, haben sie dennoch eine Daseinsberechtigung. Sie kommen hauptsächlich bei Salatdressings, Marinaden und Dips zum Einsatz.

Durch die schonende Kaltpressung bleiben die natürlichen Aromen und Nährstoffe erhalten, etwa die Vitamine A und E. Qualitätssiegel wie „nativ extra“ oder „vergine extra“ bezeichnen die höchste Qualitätsstufe innerhalb der EU. Zu den kalt gepressten Ölen zählen:

Sonnenblumenöl nicht verfügbar? Diese Öle eignen sich zum Backen

Beim Kuchen- und Plätzchenbacken kann man auf raffiniertes, geschmacksneutrales Öl wie Rapsöl zurückgreifen.

Auch Kokosöl eignet sich, hat aber einen starken Eigengeschmack. Butter und Margarine sind ebenfalls ein guter Ersatz. In diesem Sinne: Guten Appetit! (esk)

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