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Olivenöl im Test: Vernichtendes Ergebnis – nur ein Produkt überzeugt

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Von: Fabienne Schimbeno

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Öko-Test hat insgesamt 19 Olivenöle genauer unter die Lupe genommen – mit ernüchterndem Ergebnis. Nur ein einziges Produkt erhält die Test-Note „sehr gut“:

Seit dem Ukraine-Krieg ist Speiseöl Mangelware. Auf Olivenöl trifft das glücklicherweise nicht zu. Doch folgt man den Ergebnissen von Öko-Test, sollte man vermutlich besser die Finger davon lassen. Denn wie das Verbrauchermagazin in der Ausgabe von Mai 2022 zeigt, fällt die Mehrheit der untersuchten Produkte komplett durch (hier gibt es weitere Testberichte*).

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Olivenöl im Öko-Test: Verunreinigung durch Mineralöl – die Verlierer im Test

Wie HEIDELBERG24* berichtet, wurden im Öko-Test insgesamt 19 Olivenöle unter die Lupe genommen: Sie stammen alle aus der höchsten Güteklasse „nativ extra“. Von 19 untersuchten Produkten werden 16 mit der Note „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet. Zu den Verlierern im Test zählen unter anderem:

Grund für die schlechte Bewertung sind Verunreinigungen durch Mineralölbestandteile. In gut einem Drittel der untersuchten Produkte konnte das beauftragte Labor aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachweisen. Sie sind besonders bedenklich, da sie potenziell krebserregend wirken. Hier geht es zum vollständigen Testergebnis von Öko-Test.

Olivenöl im Öko-Test: Dieses Produkt schneidet am besten ab

Darüber hinaus kritisieren Experten die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/MOSH-Analoge. Diese konnten in fast jedem Öl unterschiedlich stark nachgewiesen werden. Wie Öko-Test berichtet, reichern sich MOSH im Körper an – „was das für die menschliche Gesundheit bedeutet, ist bisher noch völlig unklar“, so das Verbrauchermagazin.

Besonders betroffen von den Verunreinigungen mit MOSH und MOAH ist das „Filippo Berio Classico Natives Olivenöl Extra“. Lediglich ein untersuchtes Produkt überzeugt mit der Note „sehr gut“: Das „Rapunzel Kreta Olivenöl Nativ Extra“ weist nicht eine Spur von Mineralölbestandteilen auf. Zwei weitere Produkte erhalten die Note „befriedigend“. Zuletzt hat Öko-Test auch Fussili-Nudeln genauer unter die Lupe genommen.*

Ekel-Alarm beim Öko-Test: Zwei Olivenöle schmecken ranzig

In ein paar der untersuchten Olivenöle konnten Spuren des Pestizids Deltamethrin nachgewiesen werden. „Die Verwendung dieses Spritzmittels im Anbau gefährdet Bienen und generell die Artenvielfalt“, erklärt Öko-Test. Das Verbrauchermagazin hat die Produkte auch auf Geschmack und Geruch getestet: Der Geschmack von zwei der untersuchten Olivenöle wird als „ranzig“ beschrieben, eines schmeckt sogar „stichig, schlammig“.

Drei der getesteten Produkte dürften außerdem nicht mit der Güteklasse „nativ extra“ beworben werden: Das „Alnatura Natives Olivenöl Extra“ gehört laut Öko-Test in die Klasse „lampant“. Lampantöl dürfe als Speiseöl in Deutschland überhaupt nicht verkauft werden, so das Verbrauchermagazin. Zwei weitere Olivenöle gehören laut Expertenbeurteilung der Qualitätsklasse „nativ“ an. (fas) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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