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Ferrero-Rückruf: Verbraucherschützer raten – man soll komplett auf kinder-Produkte verzichten

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Von: Daniel Hagen

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Der Ferrero-Skandal um mit Salmonellen verseuchte Schokolade sorgt für viel Unsicherheit bei Kunden. Die Verbraucherzentrale ruft dazu auf, von allen Kinder-Produkten die Finger zu lassen.

Seit Anfang April befindet sich der italienische Süßwarenhersteller Ferrero in einem gewaltigen Skandal. Das Unternehmen hat bereits seit Dezember 2021 gewusst, dass ein Werk in Belgien ein Salmonellen-Problem hat und das Bakterium dort sogar in die Schokolade gelangt. Doch der weltweite Rückruf samt Warnung erfolgt erst Monate später!

UnternehmenFerrero
EigentümerGiovanni Ferrero
HauptsitzAlba, Italien
Gründung1946, Italien
CEOLapo Civiletti (1. Sept. 2017–)

Ferrero-Rückruf: Salmonellen-Skandal besorgt Kunden

Für die langsame Weitergabe an Informationen bekommt Ferrero jetzt ordentlich auf den Deckel. Kunden haben ihr Vertrauen verloren, die belgische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ferrero und das Werk in Arlon ist mittlerweile geschlossen worden. Der finanzielle Verlust ist derzeit noch nicht absehbar.

Schlimmer als das ist aber wohl der Vertrauensverlust der Kunden, die ihre gekauften Kinder-Produkte wieder umtauschen wollen oder auf Facebook berichten, dass ihr Nachwuchs von der Ferrero-Schokolade Salmonellen bekommen hat. Da stellt sich die Frage, ob Kunden in Zukunft noch unbeschwert die Schokolade essen werden können.

Verbraucherzentrale warnt vor Verzehr von Ferrero-Produkten

Ein Statement der Verbraucherzentrale macht die Sorge nicht wirklich besser. Darin wird bemängelt, dass Ferrero erst so spät die Warnung veröffentlicht hat. Die „häppchenweise Informationspolitik“ sei eine Zumutung für Verbraucher. Hinzu kommt, dass der Konzern den Rückruf bereits mehrfach ausgedehnt habe. Was der Verbraucherschutz noch zum Ferrero-Rückruf sagt, verrät RUHR24.

„Daher raten die Verbraucherzentralen vorsorglich dazu, keine kinder-Produkte von Ferrero wie kinder Überraschungseier, kinder Mini Eggs, kinder Überraschung Maxi und Schoko-Bons zu verzehren, bis die Untersuchungen der Behörden abgeschlossen sind“, schreibt die Verbraucherzentrale. So erkennt man die vom Rückruf betroffenen Ferrero-Produkte ganz einfach.

EU-Behörden ermitteln wegen Salmonellen-Skandal bei Ferrero

Die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC haben die Ermittlungen zu dem Salmonellen-Ausbruch im Werk in Arlon aufgenommen. Die Bakterien seien in einem Sieb am Auslass von zwei Rohstofftanks festgestellt worden. Dem Werk ist von der Aufsichtsbehörde AFSCA (Agence fédérale pour la sécurité de la chaîne alimentaire) die Lizenz entzogen worden.

Geht es nach Verschwörungsideologen, sind „menschliche Überreste“ von Kindern der Grund für die Schließung des Ferrero-Werks – auch, wenn es dafür natürlich keine Beweise gibt. Das Ferrero-Werk darf laut AFSCA erst wieder geöffnet werden, wenn der Betrieb „alle Lebensmittelsicherheitsvorschriften und -anforderungen“ erfülle. Das betroffene Sieb ist mittlerweile ausgetauscht worden. (dh) *HEIDELBERG24 und RUHR24 sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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