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„Ziemlich angefressen“: Eskalation wegen Kleingeld – REWE-Chefin erteilt Rettungsdienst Hausverbot

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Von: Josefine Lenz

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Ein Rettungssanitäter will nur ein paar Einkäufe in einem Stuttgarter REWE erledigen. Doch an der Kasse wird er abgewiesen, weil er mit zu vielen Münzen zahlen will. Die Situation eskaliert:

Manchmal muss man seiner Wut freien Lauf lassen – so ergeht es zumindest einem Mann aus dem Raum Stuttgart. Denn als der Rettungssanitäter nach seiner Arbeit fix bei REWE einkaufen will, endet das in einem Streit mit der Chefin und einem Hausverbot. Auf Facebook schildert Sascha S. den Vorfall, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Eskalation wegen Kleingeld: REWE-Chefin erteilt Rettungsdienst Hausverbot – „ziemlich angefressen“

„Ich möchte mal kurz Dampf ablassen“, beginnt der Sanitäter seinen Post auf dem sozialen Netzwerk. Er verfasst den Beitrag direkt in der Community von REWE. Am Montag (10. Januar) sei er bei der Filiale am Marienplatz in Stuttgart gewesen, um ein paar Haushaltsgegenstände zu kaufen. „Dies wollte ich mit Trinkgeld und Kaffeegeld von der Wache begleichen“, erklärt er. Neben einem 10-Euro-Schein habe er 14 Euro in Münzen bei sich.

„Wir hatten ein bis dato einen leicht anstrengenden Tag und ich war froh, die Erledigungen nun endlich durchführen zu können“, schreibt er weiter. Als er jedoch zur Kasse kommt, wird der Tag nicht gerade besser. „Als ihre Mitarbeiterin an der Kasse aber das Kleingeld sah, war sie sehr „angepisst“, dass wir wieder mit Kleingeld kommen und holte ihre Chefin. Diese verweigerte nun mir den Kauf bzw die Zahlung der Ware mit dem Geld mit der Antwort ,Sie wären ja keine Bank um das Kleingeld anzunehmen und ich darf damit nicht zahlen‘“, so der Rettungssanitäter.

Zu viel Kleingeld? Kassierer dürfen Zahlung verweigern

Grundsätzlich gilt auch Kleingeld als gesetzliches Zahlungsmittel und muss daher akzeptiert werden – zumindest wenn es nicht mehr als 50 Münzen sind. Grund: Sonst kann das Zählen an der Kasse zu lange dauern und das wäre geschäftsschädigend. Kassierer dürfen dann also die Bezahlung mit Kleingeld ablehnen.

Wie viele Münzen der Mann in Stuttgart bei sich hatte, geht aus dem Text nicht hervor. Doch während REWE in manchen Bundesländern bereits eine „Rettungsgasse“ für Einsatzkräfte eingeführt hat, scheint man in der Stuttgarter Filiale von Rücksicht für Rettungskräfte noch weiter entfernt zu sein.

Sanitäter erhält REWE-Hausverbot, weil er mit Münzen zahlen will

Der betroffene Sani ist zum Zeitpunkt der Geldverweigerung auf jeden Fall etwas sauer. „Ich war ziemlich angefressen! Leider ist mir auch dann rausgerutscht, dass der Kunde ja eigentlich König sei nur hier nicht.. und was das dann für ein „Saftladen“ sei... Auch nicht die feine englische Art... Tut mir leid! Habe der Chefin dann einen schönen Tag gewünscht und das sie bitte gesund bleiben soll...“, schreibt er auf Facebook und fügt hinzu: „Ihre Chefin hat mit dann wütend gesagt ich, der Rettungsdienst hätte jetzt Hausverbot...“

Der Retter erwähnt, dass er mehr Kundenfreundlichkeit erwartet hätte, zumal er nur 8,24 Euro mit Münzen habe zahlen müssen. „Dann muss ich wohl woanders einkaufen gehen“, sagt er abschließend.

Rettungssanitäter erhält Hausverbot: REWE reagiert sofort – „freundliches Miteinander ist uns sehr wichtig“

REWE reagiert schnell auf den Beitrag des Rettungssanitäters. „Danke für Ihre ausführliche Schilderung. Ein freundliches Miteinander ist uns sehr wichtig und wir finden es schade, dass Sie bei Ihrem Einkauf heute einen anderen Eindruck gewonnen haben. Wenden Sie sich daher gerne noch einmal telefonisch bei der Marktleitung, in einem direkten Gespräch kann so etwas meist am besten geklärt werden“, so der Konzern. (jol)

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