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Rückruf: Bundesamt warnt vor Ekel-Fisch – wegen „mikrobiologischem Risiko“

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Von: Julian Kaiser

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Ein süditalienisches Unternehmen muss seine zahlreichen Fischprodukte zurückrufen. Für deutsche Kunden ist allerdings nur ein Produkt relevant.

Bayern – Shrimpfreunde aufgepasst! Wer sich beim Gedanken an gemütliche Grillabende mit Freunden schon auf leckere Garnelen gefreut hat, sollte von einem Produkt Abstand nehmen. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) berichtet, ist es von einem Rückruf betroffen.

Alimenti Das Mondo – Italia S.r.l.Lebensmittel aus aller Welt
AdresseVia G. Marconi, 25, 81030, Sant'arpino, Caserta
LandItalien

Rückruf: Italienischer Inverkehrbringer ruft unter anderem Garnelen zurück

Garnelenliebhaber machen schwere Zeiten durch. Nicht nur, dass Stiftung Warentest vor Kurzem teils vernichtende Urteile über Garnelen-Ekelmarken gefällt hat – jetzt muss folgendes Produkt sogar gänzlich aus dem Verkehr gezogen werden, berichtet RUHR24.

Laut dem BVL sei bei den betreffenden Shrimps ein „mikrobiologisches Risiko“ festgestellt worden. Konkretere Angaben machten weder die deutsche Behörde noch der italienische Inverkehrbringer „Alimenta dal mondo“ (zu Deutsch: „Lebensmittel aus der Welt“), der neben den Shrimps auch noch Wels, Sardinen, Stockfisch, Garnelen, Eidechsenfisch, Tilapia, Stöcker oder Umbrina zurückruft.

Rückruf: Italienisches Unternehmen macht kaum konkrete Angaben zu den Fisch-Produkten

Als Grund für den Rückruf gab das Unternehmen lediglich an, dass das Lebensmittel gemäß Artikel 14 del Reg. CE 178/2002 „in einem nicht anerkannten Betrieb hergestellt wurden.“ Kunden, welche die Garnelen und anderen Produkte bereits gekauft haben, sollten diese „nicht konsumieren“, sondern „an der Verkaufsstelle abgeben.“ Ob der Verkaufspreis mit oder ohne Kaufbeleg erstattet werde, erklärte das Unternehmen nicht.

In einer Fabrik im kampanischen Ruviano in Süditalien seien die Garnelen und die zahlreichen anderen Produkte präpariert und verpackt worden, berichtet das Lebensmittelunternehmen in seiner am 16. Juni veröffentlichten Pressemitteilung. Allerdings macht das Unternehmen darin keine Angaben zum konkreten Hersteller oder zu dessen Firmenkennzeichnung.

Rückruf: Nur ein Bundesland vom Rückruf betroffen

Auch zur Lot-Kennzeichnung oder zum Verfallsdatum der Fischprodukte, darunter die für Deutschland relevanten Garnelen, macht das Unternehmen keine Angaben, es handele sich lediglich um „verschiedene.“ Die vom Rückruf betroffenen Garnelen seien in Cellophantüten und Kunststoffschalen verkauft worden.

Shrimp-Fans können aber beruhigt sein. Der Rückruf beziehe sich allem Anschein nach in Deutschland nur auf die Garnelen, nicht aber die anderen aufgeführten Fischprodukte von „Mama Africa“. Zudem seien nur deutsche Kunden aus Bayern betroffen, erklärte das BVL.

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