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Käse-Rückruf: Gefahr vor allem für Schwangere – vegane Produkte enthalten Listerien

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Von: Daniel Hagen

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Hersteller Udea muss derzeit mehrere Artikel zurückrufen. Die veganen Käseprodukte können Listerien enthalten und damit für manche Personengruppe sehr gefährlich sein!

Vegane Produkte sind nicht nur frei von Fleisch, sondern von allen tierischen Produkten. Leider bedeutet das nicht, dass die Nahrung auch frei von Bakterien und anderen Erregern ist. So auch bei einem aktuellen Rückruf des Herstellers Udea, der verschiedene Käsesorten der Marke Jay&Joy umfasst. Diese Alternativen können ein Bakterium enthalten, das vor allem für Schwangere, Kinder und immungeschwächte Menschen extrem gefährlich sein kann.

Käse-Rückruf: Vegane Produkte können gefährlich sein – vor allem für Schwangere

Seit 2015 produziert das Unternehmen Jay&Joy aus Frankreich vegane Käseprodukte, die dann online oder in einem Laden vor Ort gekauft werden können. In Deutschland kann der Käse sogar bei regionalen Bio-Lieferdiensten erworben werden. Auch in den Niederlanden – wo der Rückruf offizielle gestartet worden ist – wird der Käse verkauft. Jetzt gibt es allerdings eine schlechte Nachricht von dem Unternehmen aus Frankreich. Denn bei einigen Produkten besteht Gefahr.

Von dem Rückruf sind gleich mehrere Produkte betroffen. Hierbei geht es um alle Chargen mit einem Haltbarkeitsdatum zwischen 13.01.2023 und dem 30.03.2023. Wer eines davon bereits gekauft hat, kann es ohne Kassenzettel am Ort des Kaufs zurückgeben. Es geht um die folgenden Produkte:

Rückruf von veganem Käse der Marke Jay&Joy – diese Symptome drohen

Der vegane Käse von Jay&Joy könnte mit Listerien (Listeria Monocytogenes) kontaminiert sein. Hierbei handelt es sich um ein Bakterium, das überall in der Umwelt vorkommen kann. Vor allem rohe, vom Tier stammende Produkte sind betroffen – was bei veganen Produkten aber eher weniger eine Rolle spielt. Listerien können aber auch auf Gemüse oder Salat vorkommen und in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben mit nicht ausreichenden Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Auch Salmonellen sorgen immer wieder für Rückrufe, wie diese Liste zeigt.

Wer Listerien zu sich nimmt, kann nach einer längeren Inkubationszeit von teilweise über drei Wochen Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall bekommen. Auch Symptome eines grippalen Effekts sind möglich. Während eine Listeriose bei gesunden Menschen eher harmlos verläuft, besteht bei Schwangeren, kleineren Kindern und Immungeschwächten eine große Gefahr. Besonders bei Schwangeren besteht das Risiko einer Frühgeburt, schweren Schädigungen oder sogar das Absterben des Fötus – während die Mutter die Infektion oft nicht einmal mitbekommt! (dh)

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