1. Heidelberg24
  2. Verbraucher
  3. Einkauf & Test

Shampoo im Öko-Test: Schadstoff-Alarm – diese bekannten Marken fallen komplett durch

Erstellt:

Von: Teresa Knoll

Kommentare

Gerade strapazierte Haare wollen gepflegt werden. Doch zu welchem Repair-Shampoo sollte man greifen? Öko-Test hat insgesamt 50 Produkte genauer unter die Lupe genommen:

Wer seinen Haaren etwas Gutes tun möchte, greift häufig zu sogenannten Repair-Shampoos. Diese sollen kaputte Haare „reparieren“. In der Mai-Ausgabe 2022 hat das Verbrauchermagazin Öko-Test die Inhaltsstoffe der Shampoos untersucht. Die Hälfte schnitt mit „sehr gut“ oder „gut“ ab – doch einige möchte man lieber nicht auf seiner Haut haben (hier gibt es weitere Testberichte).

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Shampoo im Öko-Test: Naturkosmetik erhält Bestnoten

Insgesamt 50 Shampoos mit „Repair-Effekt“ hat Öko-Test überprüft. Interessant: Nur eines der konventionellen Shampoos erhielt die Bestnote, die anderen 17 sind naturkosmetische Produkte. Wie auch der Testbericht von Öko-Test über Olivenöl zeigt, ist es auch in diesem Fall nicht immer besser, zu Markenware zu greifen. Am schlechtesten schnitten die Shampoos von vier bekannten Herstellern konventioneller Haarkosmetik ab:

Auf dem letzten Platz rangiert das „Wunder-Reparatur Shampoo“ von „John Frieda“. So wundervoll sind seine Inhaltsstoffe leider nicht: Gleich drei schädliche Stoffe stecken laut Öko-Test in dem Haarwaschmittel. Eines davon ist ein gewässerschädigender synthetischer Moschusduft, außerdem ein Stoff, der Formaldehyd freisetzen kann. Dieses gilt als stark allergen und reizt die Schleimhäute.

Shampoo im Öko-Test: Naturkosmetik fast durchgehend „sehr gut“

Ebenfalls enthalten sind PEG/PEG-Derivate, die für die reinigende Wirkung der Shampoos verwendet werden. Sie können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen und gelten als potentiell allergieauslösend oder gar krebserregend. Laut Öko-Test waren es „ungewöhnlich viele“ konventionelle Shampoos, in denen solche Stoffe nachgewiesen wurden, wenn auch nur in geringen Mengen. 

Von den 18 Naturkosmetik-Shampoos schnitten fast alle mit „sehr gut“ ab. Darunter waren sowohl günstige Varianten wie das „Alverde Repair Shampoo Bio-Avocado Bio-Sheabutter“ als auch Vertreter über 10 Euro wie das „Hübner Silicea Hair Repair Shampoo“. Einzig das „Khadi Ayurvedisches Elixier Shampoo Rose Repair“ bekam die Note „ausreichend“, weil es den hochallergenen Duftstoff Isoeugenol enthält.

Gute Nachricht: Immer mehr Shampoos ohne Silikone

Ein immer wiederkehrendes Thema sind Silikonöle: Sie geben dem Haar einen seidigen Glanz. Sie sind jedoch schwer abbaubar und verbleiben und gelangen in großen Mengen in die Umwelt. Als „dreist“ und frech“ bezeichnet Öko-Test das Vorgehen mancher Hersteller: „Einige Marken werben mit dem Slogan ‚ohne Silikon‘ und mischen dann andere flüssige Kunststoffe in ihre Rezepturen.“

Und auch bei der Verpackung wird mehr auf Umweltfreundlichkeit geachtet: Beim Test fragte das Verbrauchermagazin nach, wie hoch der Anteil an recyceltem Kunststoff ist, mit dem die Shampoo-Flaschen hergestellt wurden. Fast die Hälfte der 50 Kosmetik-Hersteller gab an, dass die Flaschen aus mindestens einem Drittel Recycling-Material besteht. Noch vor einem Jahr waren es nur 9 Hersteller. (resa)

Auch interessant

Kommentare