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Slipeinlagen im Öko-Test: Finger weg – diese Produkte können Krebs erregen

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Von: Pauline Wyderka

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Mehr als 60 Prozent der Frauen in Deutschland tragen Slipeinlagen. Die Binden müssen vor allem saugstark sein. Auf welche man (sich) getrost setzen kann, hat Öko-Test geprüft.

Slipeinlagen werden unter den Menstruationsprodukten gerne mal vernachlässigt. Und das, obwohl laut einer Forsa-Umfrage in Deutschland über 60 Prozent der Frauen und Mädchen zwischen 14 und 60 Jahren während ihrer Periode auf Einwegslipeinlagen zurückgreifen. Ein großer Teil der Bevölkerung also, der auf die Sicherheit einer Slipeinlage setzt. Doch was halten die Einlagen wirklich? Öko-Test hat über 50 Produkte auf Herz und Nieren geprüft.

Slipeinlagen im Öko-Test: Viele setzen auf Plastik

Wie das Verbrauchermagazin Öko-Test schreibt, greifen die meisten lieber zu Wegwerfprodukten als zu wiederverwendbaren Slipeinlagen. Für die Umwelt ist das zwar alles andere als förderlich, jedoch bedeuten die Anforderungen umweltschonend und saugkräftig oft eine schwierige Gratwanderung, die dazu führt, dass Verbraucher am Ende Abstriche in der einen oder anderen Weise machen müssen. Das bestätigen die Ergebnisse des Slipeinlagen-Öko-Tests

Auf dem Prüfstand stehen im Öko-Test in diesem Fall die Einwegprodukte. 29 der getesteten Artikel sind Slipeinlagen, 25 von ihnen Ultrabinden. Die meisten der Produkte schneiden gut ab. Dabei räumen ausgerechnet Binden mit viel Plastik ab. Der Grund dafür findet sich im Saugkern der Einlagen, der oft aus sogenannten Superabsorbern besteht. Diese enthalten kleine supersaugfähige Kunststoffpolymere, die ein vielfaches ihres EIgengewichts aufnehmen können.

Slipeinlagen im Öko-Test: Die meisten enthalten mögliche Krebserreger

Vor allem durch die falsche Entsorgung landen die Slipeinlagen leider oft im Meer. Auch dadurch kann das enthaltene Plastik schnell zum Problem werden. Einen Lichtblick gibt es jedoch: Viele moderne Slipeinlagen reduzieren den Plastikanteil und schneiden im Test sogar besser ab als andere Binden mit Superabsorber. Doch auch aus gesundheitlichen Gründen kommt es auf die Inhaltsstoffe an. Schädliche und reizende Stoffe will man schließlich nicht unbedingt in die Nähe seines Intimbereichs lassen.

Leider weist Öko-Test in den meisten Slipeinlagen halogenorganische Verbindungen nach. Das Problem mit den Stoffen ist, dass sie Öko-Test zufolge schwer abbaubar sind und viele von ihnen als allergieauslösend und krebserregend gelten. Immer wieder findet Öko-Test problematische Stoffe in Produkten, die eng mit dem Körper in Kontakt kommen. So finden die Tester auch in Reinigungsmasken für das Gesicht giftige Schwermetalle.

Slipeinlagen im Öko-Test: Bei diesen Produkten geht‘s in die Hose

Am meisten interessiert unmittelbar bei der Verwendung natürlich, ob die Binde auch gut funktioniert. Sitzt sie gut, und hält dicht? Wie saugkräftig ist sie? Auf alle diese Eigenschaften werden die Einlagen im Labor getestet. Die Ergebnisse des Praxistests sind schließlich auch ausschlaggebend für die Gesamtbewertung. Den kompletten Testbericht mit allen Details gibt es in der Novemberausgabe von Öko-Test (kostenpflichtig). Die Siegertreppchen der Slipeinlagen und Ultrabinden:

Die Gewinner im Test haben entsprechend hohe Saugkraft und halten die Flüssigkeit lange und gut. Die Verlierer im Test schneiden in der Praxis nur befriedigend ab. Nach der Flüssigkeitsaufnahme geben sie vor allem unangenehm viel Feuchtigkeit ab. So landen auch die Ultrabinden von Eco by Naty mit der Note „ausreichend“ im Test auf dem letzten Platz.

Slipeinlagen im Öko-Test: Viele schneiden insgesamt gut ab

Insgesamt geben die Einlagen ein positives Bild ab. Doch nicht nur Binden müssen gut dicht halten. Auch Gesichtsmasken müssen viel leisten, während sie eng am Körper getragen werden. Mit welchen FFP2-Masken man sich gut gegen Corona und andere Viren wappnen kann und welche Modelle komplett durchrasseln, hat Stiftung Warentest getestet. (paw)

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