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Smoothies im Öko-Test: Von wegen gesund! Das steckt drinnen

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Von: Tobias Becker

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Smoothies gehören für viele Menschen zur gesunden Ernährung dazu – vor allem, wenn sie selbstgemacht sind. Doch was ist mit den Produkten aus dem Supermarkt? Öko-Test hat den Vergleich gewagt:

Smoothies sind in aller Munde - und zwar im wahrsten Sinne! Viele Menschen setzen gerade im Winter auf die fruchtigen Drinks. Grün, rosa, rot, es gibt sie in unterschiedlichsten Farben – und sie sollen richtig gesund sein. Kleine vitaminreiche Mahlzeiten, spannende Aromen und somit eine leckere Stärkung für das Immunsystem, da oft auch Karotten, Mandarinen oder Orangen drin stecken.

Aber: Selbstgemachte Smoothies sind das eine – bei Aldi*, Lidl und Co. gekaufte, fertige Smoothies das andere. Der Grund: Bei den selbstgemachten Drinks weiß man genau, was sie beinhalten. Nun hat das Verbrauchermagazin Öko-Test sich Rote Smoothies vorgenommen. Wie auch beim Test von Haarölen* oder der Untersuchung von Trockenshampoo*, wurde auch hierbei überprüft, welche Inhaltsstoffe eigentlich drin stecken. HEIDELBERG24* erklärt, zu welchem Ergebnis die Test-Experten kamen. (Hier gibt es weiter Testberichte*)

VerbrauchermagazinÖko-Test
Erstausgabe1985
HauptsitzFrankfurt

Rote Smoothies im Öko-Test: Pestizide, Keime und Co. – so wurde getestet

Öko-Test hat 20 Smoothies untersucht, die von Beerenfrüchten bis Drachenfrucht mehr Obstzutaten als ein Obstsalat hatten. Wichtigste Prüffragen: Sind Rückstände von Pestiziden oder Desinifektionsmittel enthalten? Und was ist mit Keimen? Auch der Geschmack und der Anteil an „gröberen Obsbestandteilen wurde untersucht. Letztlich ging es auch um die Verpackung und deren Umweltschädlichkeit.

Erschreckenderweise wurden in vielen Smoothies Spuren von Pestiziden nachgewiesen. Und noch schlimmer: In mehr als der Hälfte der untersuchten Produkte fand das von Öko-Test beauftragte Labor auch Captan und in einem Smoothie auch Flupyradifuron. Ersteres ist ein krebserregendes Spritzgift, zweiteres vor allem für Bienen gefährlich. Hinzu kommt, dass in vielen Smoothies auch zu viel Zucker steckt.

Rote Smoothies im Öko-Test: Erschreckendes Ergebnis bei „gesundem“ Produkt

Schockierend: Während selbstgemacht Smoothies meist gesund sind, fällt das Ergebnis der 20 zu kaufenden Smoothies mehr schlecht als recht aus. Nur zwei Produkte - von Rewe und DM - erhalten die Bestnote „sehr gut“, sechs weitere die Note „gut“. Insgesamt acht Smoothies liegen laut Öko-Test also im grünen Bereich, fast genauso viele erhalten die Bewertung „ausreichend“. Am schlechtesten schneidet dabei der „Solevita Red Smoothie“ von Lidl ab.

Auffällig auch: Die Bio-Smoothies bekommen alle ein „sehr gut“ oder „gut“. Insgesamt wurden davon vier Stück getestet und haben die Untersuchung dadurch bestanden. Zwar nicht Bio, aber dennoch „gut“ schneidet der „Rio D‘Oro Smoothie Red #7“ ab. Für eine als gesund geltende Mini-Mahlzeit ist das im Gesamten aber ein zu schlechtes Ergebnis. Den kompletten Testbericht gibt es bei Öko-Test zum Teil hinter einer Bezahlschranke. (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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