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Schreibwaren im Test: Experten finden Schadstoffe bei Schulbedarf

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Von: Tobias Becker

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Stiftung Warentest hat Schreibwaren für die Schule untersucht. Während Textmarker extrem schlecht abschneiden, überzeugt Tinte schon ab einem kleinen Preis.

In Baden-Württemberg beginnen die Sommerferien, Zeit zum Entspannen und Abschalten für die fleißigen Schulkinder. Manche Eltern haben jedoch schon die Listen für den Schulbedarf im kommenden Jahr. Bücher, Hefte, Lineal und natürlich jede Menge Stifte werden benötigt. Was man so zum Schreiben benötigt, hat Stiftung Warentest nun untersucht. Textmarker, Tintenroller und Tintenpatronen standen auf der Prüfliste, damit es auch nach den Ferien in der Schule klappt. Dabei haben sich einige Produkte als ziemlich gut erwiesen, andere sind durchgefallen. HEIDELBERG24 fasst den Stiftung Warentest zusammen:

OrganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
HauptsitzBerlin

Tintenroller, Textmarker, Tintenpatrone: Schadstoffe im Fokus von Stiftung Warentest

Da viele Kinder die Stifte nicht nur zum Schreiben nutzen, sondern oftmals auch als „Kosmetika-Ersatz“, sind Schadstoffe ein wichtiger Punkt in der Untersuchung. Wie bei Kosmetika-Test häufig gezeigt, stecken dort nämlich meist gefährliche Inhaltsstoffe drinnen. So hat Stiftung Warentest herausgefunden, dass eine Gesichtscreme sogar Allergien hervorrufen kann.

So etwas wollen Eltern bei ihren Kindern natürlich nicht sehen. Deswegen ging es beim Test der insgesamt zwölf Sets mit Text­markern, elf mit Tinten­rollern und neun mit Tinten­patronen hauptsächlich um Schadstoffe, wie Lösemittel, Weichmacher, Schwermetalle oder Farbstoffe. Auch Phthalat-Weichmacher und Konservierungsstoffe befinden sich auf der Checkliste der Labore.

Tintenroller, Textmarker, Tintenpatrone: Stiftung Warentest mit Schock-Ergebnis

Das Ergebnis von Stiftung Warentest: Schockierend! Von zwölf Textmarker-Sets besteht nur eines - immerhin mit „befriedigend“. Etwas rosiger sieht es bei den Tintenrollern aus. Vier der elf Sets bekommen die Bewertung „gut“, einmal gibt es „ausreichend“, der Rest erhält „mangelhaft“. Wesentlich besser sieht es hingegen bei den Tintenpatronen aus. Eine besteht sogar mit Bestnote. Die Testsieger:

Das gesamte Ergebnis vom Test über Tintenroller, Textmarkern und Tintenpartonen von Stiftung Warentest gibt es kostenpflichtig hier.

Stiftung Warentest: Tintenroller und Textmarker schlecht, Tintenpatronen als Überraschung

Die Liste der gefundenen Schadstoffe ist lang, aber einige werden besonders hervorgehoben. So befindet sich im Pilot-Frixion-Tintenroller eine nicht geringe Menge Blei. Stiftung Warentest weist darauf hin, dass laut Einschätzung des Bundesinstitutes für Risikobewertung schon kleine Mengen eine negative Auswirkung auf die Intelligenzentwicklung von Kindern haben können.

Auch Nickel und Kobalt gelten als gefährlich, da sie Allergien auslösen können, und wurden in einigen Textmarkern und Tintenrollern gefunden. Stiftung Warentest hat weitere Schadstoffe entdeckt, aber es gibt auch eine positive News: Tintenpatronen haben sich im Vergleich zum letzten Test von 2018 (fünf von sechs durchgefallen) deutlich verbessert. Nur eine von neun Patronen ist durchgefallen.

Tintenroller, Textmarker, Tintenpatrone: Kein Spielzeug, sondern Arbeitsmittel

Gerade bei Schulanfängern und in der Grundschule sollten Eltern genau darauf achten, welche Stifte besorgt werden, denn in dem Alter sind Tintenroller, Textmarker und Co. oft mehr Spielzeug als Arbeitsmittel. Im aktuellen Heft (Ausgabe 08/22) hat Stiftung Warentest noch weitere Ergebnisse vorgelegt. So zeigt beispielsweise der Bratwurst-Vergleich, ob Veggie- oder Fleischvariante besser sind. Das Verbrauchermagazin gibt jedoch wie immer nur Empfehlungen und untersucht die Produkte in allen Test auf für den Verbraucher nicht sichtbare Inhalte. (tobi)

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