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Halten Supermärkte an der Maskenpflicht fest? Das sagen Einzelhandels-Riesen

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Von: Katja Becher

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Am 3. April könnte die Maskenpflicht in den deutschen Supermärkten fallen. Wollen die großen Einzelhändler die Regel dennoch aufrechterhalten? Das sagen Aldi, Lidl und Co.:

Mit dem neuen Infektionsschutzgesetz gilt ein neuer bundesweiter Rechtsrahmen für Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Mit einer Übergangsfrist bis zum 2. April könnte dann auch die Maskenpflicht in Innenräumen wegfallen – auch beim Einkaufen im Supermarkt. Können Einzelhändler wie Aldi oder Lidl danach dennoch auf ihr Hausrecht bestehen und die Pflicht zur Corona-Maske verlängern?

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Gründung1961

Maskenpflicht-Ende im Supermarkt? Erste Bundesländer wollen Regel im April kippen

Das neue Infektionsschutzgesetz, das die Ampel-Koalition am Sonntag (20. März) in Kraft gesetzt hat, ist in den Ländern umstritten. Denn nach dem neuen Rechtsrahmen sind den Landesregierungen, nach Auslaufen der Übergangsfrist am 2. April, nur noch wenige Schutzvorgaben im Alltag möglich. Lediglich in regional definierten Hotspots soll es noch weitere Beschränkungen wie Maskenpflicht oder Testvorgaben geben dürfen.

Mehrere Bundesländer hatten bereits angekündigt, die Hotspot-Regel nutzen zu wollen und die Corona-Maßnahmen auch über den 2. April hinaus zu verlängern – zum Beispiel Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. In Baden-Württemberg oder Sachsen soll jedoch zum Beispiel Anfang April die Maskenpflicht in den meisten Bereichen fallen – auch beim Einkaufen im Supermarkt.

Corona-Regeln bei Aldi, Lidl und Co.: Maskenpflicht als Hausrecht im Supermarkt?

Dass ab dem 3. April bundeseinheitlich in Supermarkt und Co. die Maskenpflicht fällt, ist also sehr unwahrscheinlich. Viele Bundesländer haben es sich bisher offen gelassen, wie sie nach der Übergangsfrist mit den Corona-Maßnahmen weiter verfahren wollen.

Solange es keine konkreten gesetzlichen Vorgaben aus den einzelnen Landesregierungen gibt, könnten zum Beispiel Supermärkte und Discounter von ihrem Hausrecht Gebrauch machen – und auf die Maskenpflicht in ihren Filialen bestehen. Doch was sagen Einzelhandels-Riesen wie Aldi, Lidl oder Edeka zu dieser Option?

Trotz Maskenpflicht-Ende: Bestehen Supermärkte dennoch auf die Regel?

Auf Anfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) teilte die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehören, mit, dass man sich an den gesetzlichen Vorgaben der Bundesländer orientiere und diese umsetze. Auch Rewe plane laut RND keine Maskenpflicht in Eigenregie und setze auf die Anordnungen der Behörden.

Ein Sprecher von Aldi Nord erklärte gegenüber des Redaktionsnetzwerks, dass man „zunächst die politische Diskussion“ sowie die jeweiligen Länder-Verordnungen abwarten wolle. Lediglich die Edeka-Gruppe sei laut RND ein Sonderfall, da hier die Inhaber der einzelnen Filialen eigenständig über die jeweiligen Maßnahmen entscheiden können. (kab)

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