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Aldi, Edeka und Lidl: Nach Mehl und Öl – nächstes Produkt wird knapp

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Von: Tobias Becker

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Aufgrund des Krieges in der Ukraine sollen einige Lebensmittel knapp werden. Nun ist wohl das nächste Produkt betroffen.

Weizen und Speiseöl werden knapp, die Menschen in Baden-Württemberg* und Deutschland beginnen vereinzelt zu hamstern und auch sonst haben steigende Produktions- und Lieferkosten einige Auswirkungen auf den Einkauf bei Aldi*, Edeka und Co.. Nun könnte das nächste Produkt langsam knapp werden. HEIDELBERG24* verrät, um welches es sich handelt.

DiscounterAldi
HauptsitzeEssen (Aldi Nord)/Mühlheim an der Ruhr (Aldi Süd)
GründerKarl & Theo Albrecht
Filialen weltweit11.235 (2019)
Jahresumsatz81,8 Milliarden Euro (2019)

Aldi, Edeka, Lidl: Produktknappheit und leere Regale im Supermarkt – das ist bisher geschehen

Bereits vor zwei Wochen hatte Discounter-Riese Aldi angekündigt, dass hunderte Produkte teurer werden sollen*. Der Grund dafür sind die aufgrund des Ukraine-Krieges und des Coronavirus steigenden Produktions- und Lieferkosten. Im Laufe der vergangenen Woche dann die nächste Schocknachricht für Kunden: Weitere Produkte erhalten eine Preissteigerung.

Die Folge der Preis-Erhöhungen bei Aldi dürfte sich auch auf weitere Einzelhandels-Riesen auswirken. Wenn der „Platzhirsch“ die Preise anhebt, ziehen Lidl, Edeka und Co. üblicherweise nach. Aldi wies darauf hin, dass es sich nicht um wahllose Preiserhöhungen handle. Es werde kein „Mitnahmeeffekt durch die Industrie“ gefördert*.

Imker überprüfen ihre Bienenvölker
Die Zahl der Imker und Bienenvölker in Deutschland steigt seit ein paar Jahren wohl stetig an. © Sina Schuldt / dpa

Aldi, Edeka, Lidl: Wird Honig jetzt auch knapp? Kriegsregion wichtiger Importeur

Die Preiserhöhung rettet jedoch einzelne Produkte nicht vor der Knappheit*. So zählen Russland und die Ukraine zu den wichtigsten Weizenlieferanten und auch Speiseöl ist betroffen. Nun sollen auch die Honig-Regale bei Aldi, Edeka und anderen Supermärkten leerer werden, wie chip.de berichtet.

Demnach sei die Ukraine nicht nur irgendein Honig-Lieferant, sondern war 2020 sogar das wichtigste Honig-Importland. Insgesamt 88.000 Tonnen Honig wurden damals nach Deutschland importiert. Insgesamt kam die Menge aus 60 Ländern, aber 15.741 Tonnen direkt aus der Ukraine. Damit waren es rund 18 Prozent und somit fast ein Fünftel der importierten Honigs.

Aldi, Edeka, Lidl: Geht den Supermärkten Honig aus? Deutschland könnte die Lösung sein

Wie bienenprodukte-versand.de schreibt, kommt es nun zum Einbruch der importierten Honigmengen aus der Schwarzmeerregion sowie den Kriegsgebieten. Aber: Liefer- und Versorgungsengpässen sind wohl unwahrscheinlich*, wie der Handelsverband Baden-Württemberg (HBW) schon beim Thema Weizen und Öl sagte. „Hamsterkäufe sind absolut nicht notwendig“, erklärte Sabine Hagmann, die Geschäftsführerin des HBW.

Hagmann: „Sollten einzelne Produkte am Tag des Einkaufs nicht vorhanden sein, so kann man davon ausgehen, diese beim nächsten Einkauf wieder zu erhalten.“ Hinzu kommt, dass auch die Inlandsprodukte immer beliebter werden. Vergangenes Jahr sollen in Deutschland bereits 170.000 Imker tätig gewesen sein und die Anzahl der Bienenvölker die Millionen-Grenze deutlich überschritten haben. (tobi) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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