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Regeln im Supermarkt: So macht man sich beim Einkaufen strafbar

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Von: Magdalena Fürthauer

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Auch wenn es zu Zeiten von Corona-Lockdowns und Hamsterkäufen anders gewirkt haben mag, selbst der Supermarkt ist kein gesetzloser Ort. Einige Dinge sind sogar strafbar.

München - Einkaufen gehört schlicht zu den Dingen im Leben, die erledigt werden müssen. Manche mögen das Umherstreifen zwischen den Regalen lieber als andere. Doch Achtung, allzu gedankenlos sollte man nicht im Supermarkt sein, denn auch dort kann man sich strafbar machen – vom Ladendiebstahl mal ganz abgesehen, berichtet Merkur.de.

Regeln im Supermarkt: So macht man sich beim Einkaufen strafbar

Wer kennt es nicht, zwischen Arbeit und Abendessen wird noch schnell der Einkauf erledigt. Der Hunger, den man dabei mitnimmt, sorgt jedoch nicht nur für einen volleren Einkaufswagen, sondern kann auch zu einer Straftat führen. Laut den verschiedenen Verbraucherportalen der Bundesländer ist nämlich der Verzehr einer Ware, die noch nicht bezahlt wurde, nicht zulässig. Juristisch betrachtet gehört sie so lange dem Ladenbesitzer, bis die Ware käuflich erworben wurde – egal, ob man bei Aldi, Rewe oder sonst einem Supermarkt einkauft.

Der Griff in die Chipstüte ist vor der Kasse also nicht zulässig. Auch das Probieren von Obst und Gemüse vor dem Kauf ist verboten. Wer also wissen will, wie reif die Lebensmittel sind, muss dies entweder ertasten oder sich auf sein Glück verlassen. Der Verzehr der Ware im Supermarkt wird laut den Portalen mit einer Geldstrafe geahndet, kann in Ausnahmefällen jedoch sogar zu einer Freiheitsstrafe führen.

Eine Frau beim Einkaufen im Supermarkt
Ob Tüten aufreißen oder Hamsterkäufe: Beim Einkaufen im Supermarkt kann man sich strafbar machen. (Symbolfoto) © Sven Hoppe/dpa

Einkaufen im Supermarkt: Hamsterkäufe und Warenumtausch sind verboten

Auch Hamsterkäufe, wie man es aus der Coronavirus-Pandemie und Lockdown-Zeit kennt, sind strenggenommen verboten. Demnach dürfen Supermärkte nicht mehr als handelsübliche Mengen abgeben, damit auch andere Kunden noch etwas davon haben.

Ebenso ist der Umtausch in Supermärkten nicht erlaubt, wie beispielsweise das Verbraucherportal Baden-Württemberg schreibt: „Wer nach dem Einkauf feststellt, dass er die falsche Ware gekauft hat, kann sie nicht einfach wieder zurückgeben - selbst wenn die Verpackung noch intakt ist und der Kassenbon vorliegt.“ Erstatte der Verkäufer dennoch den Kaufpreis, dann beruhe dies ausschließlich auf Kulanz. Eine Ausnahme ist laut dem Portal nur möglich, wenn Lebensmittel vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verdorben sind.

Supermarkt: Was verboten ist – und was nicht

Absolutes No-Go ist es, die Ware aus einem anderen Wagen zu nehmen. Auch wenn es der Anstand schon nicht gebietet, sich einfach vom Einkauf eines anderen zu bedienen, ist dieser Umstand sogar im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankert. Nach §858 handelt es sich dabei um „verbotene Eigenmacht“. Der Eigentümer des Produktes ist zwar noch der Supermarkt, der andere Kunde habe jedoch bereits das Recht zum Besitz erworben, indem er sich für einen Artikel entschieden hat.

Erlaubt ist es allerdings, Waren zu öffnen, wenn man dadurch weder Verpackung noch Inhalt beschädigt. Das ist beispielsweise beim Eierkarton der Fall. Wer checken will, ob das fragile Gut auch wirklich nicht kaputt ist, darf laut den Verbraucherportalen einfach einen Blick hineinwerfen. Das Austauschen eines beschädigten Eis ist hingegen wegen der laufenden Chargennummern nicht zulässig.

Wie so oft gilt es hier jedoch ganz grundsätzlich: Lieber jemanden im Supermarkt fragen, als einfach etwas zu verzehren oder auszutauschen. Meist ist das Personal sehr viel kulanter, als es das Gesetz von ihnen verlangen würde. Im Supermarkt gibt es jedoch nicht nur Regeln zu beachten, sondern auch einige hilfreiche Tipps, wie man schneller vorankommt. (mef)

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