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Nasenspray bei Stiftung Warentest: Wieder frei durchatmen – damit klappt‘s am besten

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Von: Marten Kopf

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Schnupfen und eine verstopfte Nase sind ein häufiges Problem in der kälteren Jahreszeit. Stiftung Warentest nahm jetzt insgesamt 30 Nasensprays und -tropfen genauer unter die Lupe:

Herbstzeit ist Schnupfenzeit – leider. Kennt jeder, nervt tierisch. Was tun, um die Nase wieder freizubekommen? Viele greifen zum klassischen Nasenspray, erhältlich in jeder Apotheke, jeder Drogerie. In aller Regel sind solche Sprays salzhaltig und sollen so dabei helfen, endlich wieder frei durchatmen zu können. Hilft übrigens nicht nur bei verstopfter Nase, sondern umgekehrt auch gegen trockene Nasenschleimhäute. Rechtzeitig zum Beginn der kühleren Jahreszeit hat Stiftung Warentest im aktuellen Heft (Ausgabe 11/2022) jetzt 30 salzhaltige Nasensprays und -tropfen verglichen.

Salzhaltige Nasensprays bei Stiftung Warentest: Isotone Salzlösungen punkten

Das Verbrauchermagazin testet oft, wenn natürlich auch nicht ausschließlich, saisonabhängig. Zum Herbstbeginn im vergangenen Monat waren es beispielsweise Wanderschuhe, die von Stiftung Warentest auf Herz und Nieren geprüft wurden. Beim Kauf salzhaltiger Sprays und Tropfen stellt sich Verbrauchern zunächst die Frage, ob Salzlösung denn gleich Salzlösung ist. Tatsächlich aber bestehen schon hier die ersten Unterschiede. Denn einige enthalten isotone, andere hypertone Lösungen. Je nach Art loben Hersteller unterschiedliche Effekte aus.

Konkret punkten isotone Lösungen im Test – insbesondere diejenigen ohne Zusätze – eher als hypertone. Das liegt vor allem daran, dass der Effekt hypertoner Lösungen, die die Nase in der Regel abschwellen lassen sollen, nur gering ist und nicht allzu lange anhält. Keine Rolle dagegen spielt laut Stiftung Warentest die Art des eingesetzten Salzes. Ob Meersalz, Kochsalz oder mineralisches Salz sei laut Test egal.

NameStiftung Warentest
ArtVerbrauchermagazin
SitzBerlin
Gründung04. Dezember 1964

Stiftung Warentest vergleicht Nasensprays: Bewertung nicht im gewohnten Notensystem

Im Test schneiden Produkte mit purer Salzlösung am besten ab. Für den Einsatz von Konservierungsstoffen geben die Tester Abzüge. Zusätze wie Dexpanthenol oder Aloe vera werden nur als „mit Einschränkung geeignet“ bewertet. Stiftung Warentest begründet das mit fehlenden wissenschaftlichen Belegen zum Nutzen solcher Zusätze. Aus demselben Grund raten die Tester generell von etwa mit ätherischen Ölen versetzten Kombimittel ab. Tatsächlich bewertete Stiftung Warentest diesmal nicht im gewohnten Notensystem, sondern teilte die Produkte lediglich dahingehend ein, ob und wofür sie geeignet sind.

Das Gesamtergebnis des Nasenspray-Tests gibt es direkt bei Stiftung Warentest. In der aktuellen Ausgabe des „test“-Magazins hat Stiftung Warentest unter anderem auch Chips verglichen – beliebte Marken fielen gnadenlos durch.

Nasensprays bei Stiftung Warentest: Beurteilung auf Basis wissenschaftlicher Literatur

Getestet wurden 30 rezeptfreie Mittel (2 Medikamente, 28 Medizinprodukte), die zum Befeuchten, Reinigen oder Abschwellen der Nasenschleimhaut über Drogerien, Apotheken, den Lebensmittelhandel oder Reformhäuser angeboten werden. Die Preise richten sich nach dem offiziellen Preisverzeichnis der Apotheken bzw. den Angaben der Hersteller.

Die Beurteilung erfolgte auf Basis wissenschaftlicher Literatur und Leitlinien medizinischer Fachgesellschaften. Außerdem wurden Hersteller gebeten, Studien zum Nutzen ihrer Erzeugnisse vorzulegen, Produktangaben und Werbeaussagen wurden gesichtet. Zusätzliche bestimmten die Tester die Gesamtkeimzahl in den Salzlösungen in Anlehnung an das Europäische Arzneibuch. (mko)

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