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Maskenpflicht im Supermarkt: Hier wird die Regel beim Einkaufen gekippt

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Von: Katja Becher

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Wann fällt die Maskenpflicht in deutschen Supermärkten? Theoretisch könnten die Bundesländer die Regel ab 2. April kippen – doch nicht überall ist das der Plan:

Mit dem am 19. März auslaufenden Infektionsschutzgesetz gilt nun ein neuer bundesweiter Rechtsrahmen für Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Mit einer Übergangsfrist bis zum 2. April kann auch die Maskenpflicht in vielen Innenräumen wegfallen – zum Beispiel auch beim Einkaufen in Supermarkt und Discounter. Doch nicht jedes Bundesland will bei der Maskenpflicht-Lockerung mitmachen.

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Maskenpflicht-Ende im Supermarkt in Sicht? Länder können Corona-Regel verlängern

Die neue Rechtsgrundlage für Corona-Regeln hatte die Ampel-Koalition am Sonntag (20. März) in Kraft gesetzt – unter offenem Protest der Länder. Denn trotz aktuell hoher Infektionszahlen sind den Landesregierungen nach einer Übergangsfrist bis zum 2. April nur noch wenige Schutzvorgaben im Alltag möglich. Nur für regional definierte „Hotspots“ kann es dann noch weitergehende Beschränkungen geben.

Wegen dieser Hotspot-Regel haben Länder somit prinzipiell die Möglichkeit, die Maskenpflicht zum Beispiel im Supermarkt auch über den 2. April hinaus zu verlängern. Bereits jetzt deutet sich deshalb an, dass die Maskenpflicht beim Einkaufen in Deutschland Anfang April nicht bundesweit einheitlich enden wird.

Maskenpflicht beim Einkaufen: Erste Bundesländer kündigen Verlängerung an

Nach Auslaufen des Infektionsschutzgesetzes zum 20. März hatten alle Bundesländer angekündigt, zunächst die Übergangsregel zu nutzen und Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Testvorgaben bis zum 2. April fortbestehen zu lassen.

Darüber hinaus planen erste Länder bereits jetzt, Corona-Regeln wie die Maskenpflicht auch über den 2. April hinaus fortzusetzen. Die Regeln sollen in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel noch bis zum 27. April gelten. Auch Hamburg will die Maskenpflicht in Innenräumen über den 2. April hinaus fortsetzen und dafür die Hotspot-Regel nutzen.

In diesen Bundesländern fällt die Maskenpflicht beim Einkaufen im April

In Baden-Württemberg dagegen können Verbraucher wohl ab dem 3. April wieder ohne Maske im Supermarkt einkaufen gehen. Ministerpräsident Kretschmann machte deutlich, dass er durch das neue Infektionsschutzgesetz keine Grundlage für eine landesweite Verlängerung der Maskenpflicht und anderer Maßnahmen sehe. Auch Sachsen hat verkündet, dass die Maskenpflicht ab dem 3. April fast überall fallen soll.

In Rheinland-Pfalz zum Beispiel kann die Maskenpflicht zwar überall dort wegfallen, wo der Impf-, Test- oder Genesenen-Status kontrolliert werden kann – im Einzelhandel blieb die Maskenpflicht aber bisher bestehen. Ebenso wie in NRW, wo die Maskenpflicht nur im Freien fiel, wie wa.de berichtet.* Viele Bundesländer, wie Hessen und Bayern, lassen es sich bisher noch offen, wie es nach dem 2. April in Sachen Maskenpflicht weitergehen wird.

Maskenpflicht im Supermarkt: Können Einzelhändler ihr Hausrecht durchsetzen?

Die Maskenpflicht in Supermärkten per Hausrecht durchsetzen wollen die großen deutschen Einzelhändler offenbar nicht, wie eine Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) ergab. Eine Pflicht sei keine dauerhafte Lösung, sagte auch der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland dem RND.

Die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, wolle sich grundsätzlich an den jeweiligen Corona-Regeln der Bundesländer orientieren, so das Unternehmen gegenüber dem RND. Auch REWE habe demnach eine rein vom Unternehmen vorgegebene Maskenpflicht abgelehnt, ebenso wie Aldi Nord. (kab) *HEIDELBERG24 und wa.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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