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Großer Wurst-Rückruf: Möglicherweise EHEC verseucht – Salami „keinesfalls verzehren“

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Von: Pauline Wyderka

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In einem großen Rückruf wird vor möglichen E.coli-Bakterien in einem beliebten Wurstprodukt gewarnt. Der Artikel sollte keinesfalls verzehrt werden.

Jetzt geht‘s um die Wurst – genauer: um diese Salami. Die hat‘s nämlich in sich. Der Inverkehrbringer warnt, dass das Produkt mit EHEC verseucht sein könnte und hat darum nun einen großen Rückruf gestartet. Weiterhin solle die Wurst „keinesfalls mehr verzehrt werden“. EHEC kann ernstzunehmende Infektionen hervorrufen.

Großer Wurst-Rückruf: Beliebter Aufschnitt darf „keinesfalls verzehrt werden“

Die Deutschen mögen Salami: 2021 ist sie laut Lebensmittelzeitung die zweitbeliebteste Supermarkt-Wurst der Deutschen und am liebsten wird sie auf der Pizza gegessen. Umso dramatischer der Rückruf der Di Gennaro Feinkost- und Weinhandelsgesellschaft GmbH: Fast in ganz Deutschland muss der Inverkehrbringer der Wurst das Produkt nun zurückrufen. Es bestehe die Gefahr, dass die Salami mit EHEC verseucht ist.

Betroffen ist das Produkt Salame con cinghiale, Salami mit Wildschwein, mit einem Gewicht von etwa 350 g, der Chargennummer 22259 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 13. Februar 2023. Findet man die Salami im heimischen Vorratsschrank, so sollte sie auf keinen Fall mehr verzehrt werden.

Großer Wurst-Rückruf: Organversagen möglich

Die Bakterien der Sorte enterohämorrhagische Escherichia coli, kurz EHEC, treten laut infektionsschutz.de im Darm von Wiederkäuern auf. Zum Problem für den Menschen können die Bakterien gerade in rohen Fleischprodukten werden. Dann können sie gefährliche Durchfallerkrankungen verursachen. Ähnliche Symptome können auch bei den Würstchen auftreten, die wegen Listerien aktuell Gegenstand eines Hotdog-Rückrufs sind.

Mit EHEC Infizierte bekommen häufig wässrigen Durchfall. Auch Übelkeit, Erbrechen und Fieber gehören zu den Symptomen, bei schweren Verläufen sogar blutiger Stuhl und krampfartige Bauchschmerzen. Komplikationen können zu akutem Nierenversagen und in seltenen Fällen sogar zum Tod führen. Gewöhnlich bricht die Erkrankung drei bis vier Tage nach der Ansteckung aus.

Großer Wurst-Rückruf: „Umgehend Arzt aufsuchen“

Der Inverkehrbringer rät, bei auftretenden Symptomen solle „umgehend ein Arzt aufgesucht und auf den Verdacht auf EHEC hingewiesen werden“. Da das Produkt nahezu überall in Deutschland bei ganz verschiedenen Händlern zu kaufen war, können Kunden dieses in die jeweiligen Verkaufsstellen zurückbringen und ihr Geld zurückerhalten, auch ohne Kassenbon. Auch ein beliebter Knabbersnack wird derzeit zurückgerufen: Bei mehr als 20 Chipssorten besteht Vergiftungsgefahr. (paw)

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