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Energiepauschale ganz ohne richtigen Job – mit Solaranlage 300 Euro sichern

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Von: Jason Blaschke

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Es klingt abstrus, ist aber wahr: Wer eine Solaranlage betreibt, hat einen Anspruch auf die Energiepauschale – gerade für Rentner ist das interessant.

Lebensmittel, Kraftstoffe oder auch Energie – für zahlreiche Alltags-Güter müssen die Verbraucher in Baden-Württemberg sowie in ganz Deutschland weiter tiefer in die Tasche greifen. Maßnahmen wie das 9-Euro-Ticket oder der Tankrabatt wurden von der Politik ins Leben gerufen, um die finanziellen Folgen der Preiskrise zumindest etwas abzumildern. Eine dieser Entlastungen sind auch die 300 Euro Energiepreispauschale, kurz EPP.

Energiepauschale ab September: Nicht alle Verbraucher bekommen die 300 Euro

Doch im Unterschied zu Tankrabatt und 9-Euro-Ticket haben nicht alle Bürger automatisch einen Anspruch auf die einmalige EPP, in Deutschland ist dafür ein aktives Arbeitsverhältnis notwendig – sprich, mehrere Bevölkerungsgruppen wie Studierende, Arbeitslose oder Rentner gehen leer aus. Es gibt aber einen Trick: Wer etwa als Rentner einen Minijob hat, kann die Energiepauschale beziehen, ein 450-Euro-Job ist als Nachweis ausreichend.

Profitieren können von der Option aber auch bloß all jene, die tatsächlich einen Minijob haben. Sich gezielt für die EPP einen Job zu suchen, ergibt wenig Sinn. Zudem gibt es für manche Verbraucher eine noch viel einfachere Möglichkeit, an die EPP zu kommen. In Deutschland haben alle Verbraucher einen Anspruch auf die Energiepauschale von 300 Euro, die regelmäßig Einkünfte aus einer der folgenden Quellen beziehen:

Energiepauschale über die Solaranlage beziehen – ganz ohne zu arbeiten

Berichten von CHIP 365 zufolge zählen auch die Einkünfte aus einer Solaranlage oder eines Blockheizkraftwerks zu § 15 gewerbliche Einkünfte. Wer eine Fotovoltaikanlage betreibt, muss somit nicht zwangsläufig arbeiten, um an diese Energiepauschale zu kommen. Gewerbetreibende, Freiberufler oder auch Krankengeld-Bezieher können die EPP über die Steuer geltend machen. Jedoch erst 2023 und nicht schon im September.

Auch wichtig zu beachten: Seit 2021 haben Solaranlagen-Besitzer in Deutschland die Option, ihre Gewinnabsichten abzutreten, das heißt: Sie versichern, dass sie mit ihrer Solaranlage keine Einnahmen erzielen wollen. Der Vorteil ist, dass man für die Solaranlage in Deutschland dann nicht mehr steuerpflichtig ist – damit aber auch keinen Anspruch mehr auf die Energiepauschale hat. Wer also beabsichtigt, die EPP über eine Solaranlage zu beziehen, sollte seine Unterlagen sichten.

Keine doppelte Energiepauschale: Solaranlagen-Trick funktioniert nicht immer

Auch wichtig: Die Energiepauschale kann immer nur einmal und nicht doppelt beansprucht werden – wer etwa berufstätig ist und zugleich eine Solaranlage betreibt, kann trotzdem bloß einmal die 300 Euro beziehen. Die EPP-Option mit der Solaranlage ist somit nur dann interessant, wenn man sonst keine Einnahmen aus einer Beschäftigung hat. Wer als Arbeitnehmer angestellt ist, sollte die Energiepauschale über seinen Arbeitgeber beziehen.

Der Vorteil ist, dass in der Festanstellung der Arbeitgeber für die Auszahlung zuständig ist. Erst, wenn die Energiepauschale nicht in der Lohnabrechnung auftaucht, sollten Beschäftige reagieren. Unabhängig davon, über welche Einnahmen man die EPP bezieht, ist es jedem selbst überlassen, wofür er die 300 Euro einsetzt. Eine Option ist, die EPP als Puffer für 2023 zur Seite zu legen. Was es für Spar-Optionen für die Energiepauschale gibt, fasst ein separater Serviceartikel zusammen. (jsn)

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