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„Europapark: Ein echter Klassiker – Das ist die älteste Achterbahn des Parks“

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Von: Marten Kopf

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Rust - Wenige Jahre nach Eröffnung präsentiert der damals noch junge Europapark seinen Besuchern die erste Achterbahn. Der Ansturm ist riesig. Und noch heute zählt die Bahn zu den Klassikern.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1975 hat sich der Europapark Rust im schönen Schwarzwald in Baden-Württemberg zum größten Freizeitpark Deutschlands gemausert. Ursprünglich geplant als reine Ausstellungsfläche für neue Attraktionen des Fahrgeschäftebauers Mack – bis heute übrigens zeichnet die Familie Mack für den Park verantwortlich – entwickelt er sich binnen kürzester Zeit zum Publikumsmagneten. Schnell kommen neue Highlights hinzu, heute prägen viele weithin bekannte Bauten die Silhouette. Und schon sehr früh begeistert der „Grottenblitz“ die Gäste, die erste Achterbahn auf dem Gelände. Und er tut es noch heute.

NameEuropa-Park
OrtRust (Baden-Württemberg)
Fläche95 Hektar
Besucherzahl5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Bitte nicht wundern, wer den Namen noch nie gehört hat, muss jetzt keine Sorge haben, versteckte Bereiche des Geländes womöglich (noch) nicht entdeckt zu haben. Tatsächlich steht die Bahn ziemlich offensichtlich direkt neben der „Tiroler Wildwasserbahn“ im Themenbereich „Österreich“ – nur fährt sie inzwischen längst unter anderem Namen: Mit stolzen 38 Jahren ist der Alpenexpress „Enzian“ aber zweifellos ein echtes Park-Urgestein.

Europapark: Erste Achterbahn kommt 1984

Seit 1984 nämlich düst die kleine Bahn dort schon übers Gelände. Sie gehört zur Gattung der sogenannten „Powerd Coaster“, das sind Achterbahnen, deren Züge mit einem eigenen Motor ausgestattet sind. Auf diese Weise können die Bahnen auch ohne Steigungen und Gefälle Fahrt aufnehmen, außerdem lässt sich die Geschwindigkeit so an jeder Stelle der Strecke beliebig regulieren. Einer der weltweit größten Hersteller solcher Bahnen ist – Achtung, Überraschung! – die Firma „MackRides“ aus dem baden-württembergischen Waldkirch. Wir erinnern uns, Stichwort: Ausstellungsfläche. Ihren „Powered Coaster“ – Typ „Blauer Enzian“, zu dem auch der parkeigene Alpenexpress gehört – lieferte sie bis heute in unterschiedlichsten Varianten schon über 30 Mal an Freizeitparks weltweit aus.

Seine etwas mehr als 250 Meter lange Fahrtstrecke startet der Alpenexpress im Europapark selbst mit einem waagrechten „Looping“, durchfährt einige Berge und Täler, taucht dann ab in eine künstlich angelegte Diamantenmine, bevor er schließlich in einer steilen Kurve wieder ans Tageslicht kommt. Immerhin bis zu 45 Kilometer pro Stunde wird er dabei schnell – verglichen mit neueren oder in Planung befindlichen Bahnen des Parks ist das zwar längst kein Spitzenwert, aber für einen beinahe 40 Jahre alten „Oldie“ doch immerhin recht beachtlich. Auch die 250 Meter Streckenlänge sind natürlich kein Höchstwert, dafür dreht der Alpenexpress mit seinen Insassen aber gleich zwei Runden.

Europapark: Alpenexpress „Enzian“ – Mit der VR-Brille durch neue Welten

Günther Oettinger mit VR-Brille
Besucher mit VR-Brillen im „Alpenexpress Enzian“ © Patrick Seeger/dpa

Zur Zeit der Eröffnung noch undenkbar, ist es seit einigen Jahren mithilfe eines optional erhältlichen VR-Headsets sogar möglich, die Fahrt auch als „Virtual-Reality-Ride“ zu erleben. „Alpenexpress Coastiality“ heißt das Ganze dann, wählbar sind verschiedene animierte, auf Gleisführung, Fahrtwind und Fliehkräfte abgestimmte Szenarien. Für glückliche Besitzer einer VR-Brille funktioniert das über eine spezielle, herunterladbare App theoretisch sogar von zu Hause aus. Vielleicht hilft es, dabei die Fenster zu öffnen und durch die Wohnung zu laufen. Denn auf Fahrtwind und Fliehkräfte muss daheim im Wohnzimmer nachvollziehbarerweise verzichtet werden. (mko)

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