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Europapark: Kurios! Daher hat der Freizeitpark seinen Namen

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Von: Marten Kopf

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Europapark Rust - Besucher kennen die Aufteilung des beliebten Freizeitparks: Die Themenbereiche sind länderspezifisch gestaltet. Logisch, daher auch der Name. Stimmt aber gar nicht.

Zweifelsohne gehört der Europapark Rust im südlichen Schwarzwald in Baden-Württemberg zu den beliebtesten Freizeitparks überhaupt. Mit immer neuen Attraktionen werden Besucher gelockt und auch nach der langen, Corona-bedingten Schließung während der Wintersaison 2020/21 hat sich daran nichts geändert. Schwarz auf weiß bekam man das 2021 auch schon von der Deutschen Zentrale für Tourismus: Die nämlich fragte nach den beliebtesten Sehenswürdigkeiten des ganzen Landes, im Ranking schaffte es der Europapark seinerzeit auf einen hervorragenden 2. Platz – und damit noch vor namhafte Adressen wie etwa Schloss Neuschwanstein oder Dresden.

NameEuropa-Park
OrtRust (Baden-Württemberg)
Fläche95 Hektar
Besucherzahl5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Besonders auffallend ist die thematische Aufteilung des Parks. Jeder Besucher kennt sie: In insgesamt 18 Themenbereiche nämlich ist er aufgeteilt. 15 davon sind nach europäischen Ländern benannt und gestaltet, drei weitere (nämlich das Abenteuerland, das Königreich der Minimoys und Grimms Märchenwald) ergänzen mit anderen thematischen Schwerpunkten. Daher auch der Name „Europa-Park“, sollte man meinen. Stimmt aber gar nicht. Die Entstehungsgeschichte ist eine andere. Denn tatsächlich besteht die heute für Besucher so selbstverständliche Gestaltung gar nicht von Beginn an. Als der Park 1975 seine Tore öffnet, besteht er noch aus einem einigermaßen bunten Mix nicht wirklich zusammenhängender Attraktionen.

Europapark: Das steckt hinter dem Namen

Obwohl das „Europa“ im Namen Anderes vermuten lässt, heißt der Park nicht etwa wegen der heute bekannten Ländereinteilung so. Ursprünglich sollte nämlich nicht das kleine Städtchen Rust, sondern die nahe Freiburg gelegene Gemeinde Breisach Heimat des geplanten Freizeitparks werden. Ausersehen war ein Gelände rund um den dort gelegenen „Europaweiher“. Obwohl der Plan sich schließlich zerschlägt, bleibt der kleine See aber als Namenspate erhalten. Die Idee, das Parkgelände nach Ländern zu gestalten, entsteht dagegen erst einige Jahre nach Eröffnung, nämlich Anfang der 1980er-Jahre. Der erste Themenbereich – es war übrigens „Italien“ – wird schließlich 1982 eingeweiht. Es folgen Holland (1984), England (1988) und Frankreich (1990, besonders bekannt durch die große silberne Eurosat-Kuppel).

Parallel entstehen währenddessen aber immer auch andere Attraktionen, die erst später in neue Themenbereiche integriert werden. 1984 beispielsweise wird mit dem „Grottenblitz“ die erste Achterbahn des Parks eröffnet – später dann aber als „Alpenexpress Enzian“ in den Themenbereich „Österreich“ integriert. Tatsächlich spekulieren Fans schon lange darüber, dass der Park schon sehr bald um einen völlig neuen Themenbereich erweitert werden soll, der die derzeitigen länderspezifisch gestalteten Bereiche ergänzt. Bisher galt hier „Rumänien“ als Favorit – neuerdings deutet vieles aber eher in Richtung „Kroatien“. Möglicherweise dann mit einer passend gestalteten Achterbahn, die mit den ganz großen Bahnen des Parks mithalten kann. (mko)

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