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Europapark startet eigene Streaming-Plattform

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Von: Marten Kopf

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Europapark Rust - Mit Ende der Wintersaison startet der Park Anfang Januar eine eigene Streaming-Plattform: VEEJOY soll Fans das Park-Feeling ins heimische Wohnzimmer bringen.

Seit dem 9. Januar befindet sich der Europapark Rust im schönen Schwarzwald in Baden-Württemberg in der Winterpause und öffnet erst zum Start der Sommersaison am 27. März wieder seine Tore. Die Pause wird genutzt zur Instandhaltung diverser Attraktionen, manches wird gehen, anderes hinzukommen. Und das nicht nur im Park selbst: Denn just zur vorübergehenden Schließung erweitert der sein Repertoire um ein neues Feature: Mit der Streaming-Plattform VEEJOY.de startet eine eigene Streaming-Plattform. „Echtes Europa-Park Feeling auch außerhalb von Rust – immer und überall!“, so die Werbebotschaft.

NameEuropa-Park
OrtRust (Baden-Württemberg)
Fläche95 Hektar
Besucherzahl5,8 Millionen (2019)
Eröffnung12. Juli 1975

Zwar ist das Angebot noch einigermaßen überschaubar, trotzdem bietet die Plattform schon kurz nach dem Start zahlreiche Inhalte: Diverse Kurzfilme, Dokumentationen (beispielsweise der durchaus empfehlenswerte Mehrteiler „Die Geschichte des Europa-Parks“, von dem wöchentlich eine neue Episode veröffentlicht wird), Hintergrundstories. Auch Onride-Videos verschiedener Attraktionen, wie etwa der Achterbahn „Silver Star“ oder des Alpenexpress „Enzian“, und einige Podcasts sind abrufbar. Viele Image-Filmchen, auch die sind natürlich dabei, man kann es sich denken.

Streaming-Plattform VEEJOY: Netflix für Freizeitparks

Hinter VEEJOY steht mit MackNext eine Tochterfirma des Europaparks. „Wir werden nächstes Frühjahr eine eigene Streaming-Plattform auf den Markt bringen, wo wir Inhalte in der Freizeitpark-Branche distribuieren“, kündigt Michael Mack, geschäftsführender Gesellschafter des Parks, schon im Herbst 2020 an, wie die Branchen-Webseite parkerlebnis.de seinerzeit berichtet. Aus besagtem „nächsten Frühjahr“ ist dann zwar nichts geworden, aber jetzt ist die Seite nun online. Natürlich geht es bei VEEJOY nicht darum, Netflix und Co. Konkurrenz zu machen, das betont auch Mack: „Wir wollen nicht das zweite Netflix werden, und wir wollen auch den Markt gar nicht angreifen.“.

VEEJOY ist in deutscher, französischer und englischer Sprache verfügbar und tatsächlich sind die meisten Inhalte des Angebots kostenfrei, einige wenige können gegen Aufpreis für in der Regel 48 Stunden „geliehen“ werden. Allerdings ist eine Registrierung im 2021 eingeführten zentralen Anmeldesystem des Parks („MackOne“) nötig, die dann zugleich auch den Login im Ticket- und Online-Shop und in die Europapark-App ermöglicht. Apropos App: Die gibt es zu VEEJOY (jedenfalls zum Start des Dienstes) noch nicht. Allerdings stellt der Park darauf bezogen in Aussicht, den Dienst „stetig weiterzuentwickeln“, es darf also gehofft werden. Langfristig ist darüber hinaus sogar geplant, die Plattform auch anderen Freizeitparks für eigene Inhalte zur Verfügung zu stellen. Eine Art Netflix für Freizeitparks, wie Mack es nennt. (mko)

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