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Ferrero-Rückruf: Salmonellen-Alarm – Fotos aller betroffenen „kinder“-Produkte

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Von: Marten Kopf

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Der Ferrero-Skandal um mit Salmonellen verseuchte Schokolade sorgt für viel Unsicherheit bei Kunden. Das Unternehmen veröffentlichte nun Abbildungen der betroffenen Produkte:

Salmonellen sind Bakterien, die weltweit vorkommen. Eine Salmonellen-Erkrankung ist eine typische Lebensmittelinfektion, die Durchfall verursacht, Ursache ist die Aufnahme der Bakterien über Lebensmittel. Salmonellen-Ausbrüchen sind an und für sich nichts Ungewöhnliches. Jüngst sind nun Produkte des Süßigkeitenherstellers Ferrero betroffen. Und für das Unternehmen aus dem italienischen Alba ist das ein Desaster.

UnternehmenFerrero
Gründung1946
HauptsitzAlba, Italien

Rückruf bei Ferrero: Salmonellen in der Buttermilch

Kurz vor Ostern musste Ferrero einen weltweiten Rückruf mehrerer Kinder-Schokoladen-Produkte wegen des Salmonellen-Verdachts starten. Zwar ist der Grund für die Verunreinigung inzwischen gefunden – die Bakterien wurden in einem Tank mit Buttermilch nachgewiesen –, doch der Schaden ist angerichtet. Und immens. Schon die Zahl der vom Rückruf betroffenen Produkte ist groß. Vom Vertrauensverlust ganz zu schweigen.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit warnte schon Anfang April. Inzwischen veröffentlichte Ferrero über eine reine Auflistung inklusive Chargennummern hinaus auch Abbildungen der möglicherweise keimbelasteten Produkte. Kunden sollen die betroffenen Süßwaren möglichst schnell schon anhand der Verpackung erkennen können.

Ferrero-Rückruf: Diese kinder-Produkte sind betroffen

Ort der Verunreinigung ist laut Ermittlungen eine Fabrik in Belgien, in der viele der Ferrero-Produkte hergestellt wurden. Entsprechend lang ist die Rückruf-Liste. Die belgische Fabrik vertrieb die Schokoladen-Produkte nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC in ganz Europa und weltweit – und bekam jetzt bis zur Klärung der Vorfälle die Produktionslizenz entzogen.

Ein Statement der Verbraucherzentrale lindert die Sorgen der Kunden dabei kaum. Die Verbraucherschützer bemängeln die viel zu späte Warnung des Unternehmens. Die „häppchenweise Informationspolitik“ sei eine Zumutung für Verbraucher. Denn inzwischen ist klar, dass Ferrero bereits im Dezember 2021 von einem Salmonellenbefall im nun geschlossenen Werk wusste.

Salmonellen-Skandal bei Ferrero: Kunden können Ware zurückgeben

Am 15. Dezember nämlich seien im Rahmen von Eigenkontrollen Salmonellen im Bereich von zwei Rohstofftanks festgestellt worden, so das Unternehmen. „Weitergehende Untersuchungen haben ergeben, dass die dort nachgewiesenen Salmonellen eine genetische Übereinstimmung mit Salmonellen von zahlreichen Erkrankungsfällen in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Deutschland, aufweisen.“

Nach zuvor anders lautender Auskunft teilte Ferrero am 7. April 2022 mit, dass Kunden die vom Rückruf betroffenen Produkte in der Regel auch ohne Kassenbon in ihrem Einkaufsmarkt zurückgeben können. Zahlreiche Handelsketten, darunter etwa Aldi, Edeka, Lidl, Rewe und Penny, meldeten schon ihre Bereitschaft zur Rücknahme der Waren. (mko)

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