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Friseure in BW: PCR-Testpflicht für Ungeimpfte – so teuer wird der Termin jetzt

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Von: Tobias Becker

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Baden-Württemberg – Das Coronavirus verbreitet sich erneut rasend schnell, so dass nun die Alarmstufe II gilt. Auch Friseure sind davon betroffen. Ein Verband schlägt nun Alarm!

Die Unsicherheit wächst, die Situation rund um das Coronavirus spitzt sich seit Tagen und Wochen dramatisch zu. Auch in Baden-Württemberg steigen die entsprechenden Zahlen weiter und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärfen sich erneut. In einigen Städten wurden als Konsequenz bereits Weihnachtsmärkte abgesagt. Im Einzelhandel gelten Knallhart-Regeln. Und generell greift nun die Alarmstufe II. Klar, dass die schärferen Maßnahmen sich auch im Alltag bemerkbar machen und für Einschränkungen sorgen.

Alarmstufe II in Baden-Württemberg: Das sind die neuen Knallhart-Regeln!

Bereits zum zweiten Mal überstiegen die Corona-Zahlen den entsprechenden Grenzwert in der laufenden Woche, sagte am Dienstag Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha. Heißt: Es gibt mehr als 450 Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen. Kurze Zeit später wurde beschlossen, dass ab dem heutigen Mittwoch die Alarmstufe II gilt. Baden-Württemberg hat die Hand an der Notbremse, aber NOCH gibt es den Lockdown nicht.

LandBaden-Württemberg
HauptstadtStuttgart
Bevölkerung11,07 Millionen

Dennoch sind es Knallhart-Regeln, an die sich die Menschen im Land nun wieder gewöhnen müssen. So gilt auf Veranstaltungen, Weihnachtsmärkten, in Discotheken, Bordellen und bei körpernahen Dienstleistungen nun 2G-Plus. Heißt: Geimpft oder Genesen UND negativer Antigen- oder PCR-Test. In Corona-Hotspots, in denen die Inzidenz über 500 liegt, müssen sich Ungeimpfte an eine Ausgangsbeschränkung zwischen 21 und 5 Uhr halten.

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn unterwegs ist, braucht den 3G-Nachweis, was bundesweit eine Vorgabe ist. Hinzu kommen einige weitere Regeln, die HEIDELBERG24 zusammengefasst hat. Auch Friseurbesuche sind von den scharfen Maßnahmen betroffen.

Alarmstufe II gilt in BW: Das gilt beim Friseur-Besuch – Fachverband mit dramatischen Worte

Im vergangenen Lockdown waren Friseurbesuche mit als Erstes wieder erlaubt. Auch nun muss man nicht darauf verzichten, wenn die Haare zu lang werden. So heißt es in einer Mitteilung des Sozialministeriums von Baden-Württemberg: „Für Friseurdienstleistungen gilt in beiden Alarmstufen eine 3G-Pflicht mit PCR-Tests.“ Also geimpft, genesen oder (mit PCR-Test) getestet. Damit wird für Ungeimpfte der Haarschnitt teurer, immerhin fallen nicht nur die Friseur-, sondern auch die PCR-Kosten an.

Während die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg weiter steigen und so die nächsten Beschränkungen beschlossen werden, schlagen Friseure Alarm. Der Fachverband Friseur und Kosmetik Baden-Württemberg fordert in einer Medieninformation, dass 2G-Plus für Friseurbesuche nicht kommen darf.

„Friseurdienstleistungstermine werden abgesagt, ob geimpft oder ungeimpft. Die Menschen sind verunsichert und bleiben dem Haareschneiden fern“, prangert der Landesvorsitzende Herbert Gassert an und weist darauf hin, dass Friseurinnen und Friseure bereits seit März 2020 unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Gassert spricht zudem von einer drohenden Existenznot: „Die aktuelle PCR-Test-Hürde beeinträchtigt bereits die Arbeit. Jetzt kommt bald die 2G Regelung. Eine weitere Erschwernis zu 2G Plus würde die Friseurbetriebe in Existenznot bringen.“ Zudem wird auf eine Studie einer „renommierten deutschen Universität“ hingewiesen, laut der das Risiko, sich beim Friseurbesuch mit dem Coronavirus anzustecken, sehr gering sei. (tobi)

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