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Garten-Tipp: Diese Pflanzen unbedingt erst NACH den Eisheiligen aussäen

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Von: Sina Koch

Ob im Garten oder auf dem Balkon: Im Mai beginnt die Blütezeit vieler Pflanzen. Diese Pflanzen solltest Du noch nach den Eisheiligen aussäen:

Baden-Württemberg - Für viele Hobby- und Profi-Gärtner markieren die Eisheiligen im Mai ein wichtiges Datum in der Gartensaison. Denn nach der kalten Zeit kommen die ersten sommerlich-warmen Tage, in denen alles blüht und grünt. Dann ist die perfekte Zeit um beim Gärtner vorbeizuschauen oder bereits vorgezogene Pflanzen umzupflanzen.

Garten-Tipps im Mai: Pflanzen vor den Eisheiligen retten – So schützt man zu früh gepflanzte Blumen

Aber Vorsicht! Vom 11. bis zum 15. Mai sorgen die Eisheiligen* für gewöhnlich für den letzten Frost im Jahr. Die kühlen Tage können für viele junge Pflanzen schädlich sein. Wer seine Blumen bereits zu früh gepflanzt hat, sollte daher die Pflanzen bei eisigen Temperaturen mit einem Vlies oder mit dünnen Zweigen schützen. Zudem sollten die Pflanzen richtig zurückgeschnitten werden.

Garten im Mai: Diese Pflanzen sollte man auspflanzen oder aussäen

Tomate, Zucchini und Gurken: Nach den letzten kalten Tagen können die kälteempfindliche Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon einpflanzen werden. Wer ein Gewächshaus besitzt, kann aber auch schon vor den Eiseiligen loslegen. Busch- und Stangenbohnen müssen nicht im Haus vorgezogen werden, sondern können ab Anfang Mai direkt im Garten oder im Gewächshaus ausgesät werden. Für eine schnellere Keimung empfehlen die Garten-Profis, die Bohnen vor der Aussaat für 24 Stunden in Wasser einzuweichen.

Wer schnelle Ergebnisse möchte, sollte zu Radieschen und Rettich greifen. Die beiden anspruchslosen Wurzelgemüsesorten lassen sich auch im Mai noch wunderbar aussäen. Nur sechs Wochen nach der Aussaat sind Radieschen und Rettich verzehrfertig und können geerntet werden.

Auch die wärmeliebende Zucchini fühlt sich nach den Eisheiligen auf dem Balkon oder im Garten wohl. Wer vorgezogene Pflanzen einpflanzt, kann mit einer schnelleren Ernte rechnen. Alle, die es nicht so eilig haben, können die Zucchini auch direkt säen. Allerdings sollte damit ebenfalls bis nach den Eisheiligen gewartet werden. Gurkenliebhaber müssen sich ebenfalls etwas gedulden. Erst Ende Mai sollten das Gemüse ausgesät werden, gleiches gilt auch für Tomaten. Aller Gärtner, die ein Gewächshaus haben können aber bereits Ende April Samen in die Erde stopfen.

Tomatenpflanzen entwickeln sich auf dem Balkon oft besser als im Garten. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Tomatenpflanzen entwickeln sich auf dem Balkon oft besser als im Garten. (Symbolfoto) © Andrea Warnecke/dpa

Bereits vorgezogene Paprika oder Chili könnenan warmen Tagen draußen auf die Terrasse oder den Balkon gestellt werden, damit sie sich an die Außentemperatur gewöhnen und ausreichend Sonne abbekommen. Ab dem 16. Mai ist es dann so weit - Alle weiteren vorgezogenen Pflanzen können nach draußen gepflanzt werden.

Gartenarbeit im Mai: Achtung – Nicht nur das Gemüse wächst im Frühling

Nicht nur das Gemüse wächst und gedeiht: auch das unliebsame Unkraut. Es empfiehlt sich, im Mai mit dem Jäten anzufangen, wenn das Unkraut noch klein ist. Zudem warten die Dahlienknollen und viele weitere Blühpflanzen, wie Nelkenwurz oder Gladiolen sehnsüchtig auf die Sonnenstrahlen im Mai. Die Kübelpflanzen können ebenfalls ins Freie. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht direkt in der Sonne stehen, da sie sich erst allmählich an die UV-Strahlung gewöhnen müssen.

Pfingstrosen und ähnliche Gewächse brauchen vor allem jetzt eine Stütze im Garten, damit sie nicht beim ersten Sommergewitter oder starken Windböen umknicken. Dafür eigenen sich unter anderem Bambusstäbe, Metallstützen oder abgeschnittene Zweige. Die Pflanzenstängel können dann mit einem Bindedraht an dem Stab befestigt werden. (sik)

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