Vorsicht vor diesen Blumen und Sträuchern

Giftige Pflanzen im Garten: Hier droht Lebensgefahr für Kinder und Tiere

Gefahr im Garten: Diese Pflanzen und Blumen sehen zwar wunderschön aus - können aber besonders für Kinder und Tiere extrem gefährlich werden:

Im Frühling können wir uns endlich wieder richtig an unserem Garten erfreuen. Viele Menschen nutzen die sonnigen Tage dafür, bunte Blumen und Pflanzen zu setzen – und auch der Balkon kann mit Einbruch der Frühlingszeit wieder ordentlich aufgehübscht werden. Doch so schön die blühenden Pflanzen aussehen: Bei bestimmten Arten ist besondere Vorsicht geboten! Den besonders die buntesten Blumen können für Kinder und Tiere giftig sein. Bei manchen Pflanzen droht sogar Lebensgefahr. HEIDELBERG24* erklärt, auf welche Arten man im Garten lieber verzichten sollte, wenn man Kinder oder Tiere hat – und welche schönen Alternativen es gibt:

Giftige Pflanzen im Garten: Diese Blumen und Sträucher sind besonders gefährlich

So gerne wir den Anblick von schönen Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon genießen – so gefährlich können genau diese Blumen für den Nachwuchs und das Haustier werden. Besonders kleine Kinder neigen gerne dazu, die bunten Blumen zu ertasten, oder sie sich gar in den Mund zu stecken. Und auch Hund, Katze und Co. können in einem unbeaufsichtigten Moment an die Pflanzen gehen. Sind diese giftig, könnte sogar Lebensgefahr drohen. Das gilt nicht nur für Blumen, sondern auch für bestimmte Sträucher und Bäume, die gerne im Garten gepflanzt werden. Folgende Pflanzen sind für Kinder und Tiere besonders giftig:

  • Eisenhut: Gilt als die giftigste, heimische Pflanzenart in Europa. Bei Kontakt mit dem Mund drohen Übelkeit, Erbrechen und starker Durchfall. Bei hoher Dosierung kann Eisenhut innerhalb von Minuten zum Herzstillstand führen.
  • Rizinus: Hier sind vor allem die Samen giftig. Es sind Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und sogar Blutungen im Magen-Darm-Trakt möglich.
  • Stechapfel: Blüte und Samen schmecken süßlich – und sind daher besonders gefährlich für Kinder. Vergiftungssymptome sind stark erweiterte Pupillen, Schluck- und Sprachstörungen sowie Halluzinationen.
  • Tollkirsche: Schon der Verzehr von 3 bis 5 Beeren kann für Kinder tödlich enden. Eine Vergiftung erkennt man zum Beispiel an heißer und geröteter Haut sowie Schluck- und Sprachstörungen.

Neben diesen extrem giftigen Pflanzen gelten auch noch weitere Blumen und Sträucher im Garten als sehr giftig. Dazu gehören zum Beispiel Eibe, Buchsbaum, Fingerhut, Goldregen oder Maiglöckchen. Auch hübsche Blumen wie Alpenveilchen oder Hyazinthen enthalten einen niedrigen Giftanteil – und sollten mit Kindern oder Tieren im Haushalt lieber nicht im Garten gepflanzt werden.

Maiglöckchen gelten für Kinder und Tiere als gefährlich.

Giftige Pflanzen für Kinder und Tiere: So sollte man sich im Notfall verhalten

Laut Giftinformationszentrum Mainz wurden dort im Jahr 2020 deutschlandweit über 35.000 Beratungsfälle zu Vergiftungen verzeichnet, darunter über 1.700 Fälle bei Tieren. Bei Verdacht auf eine Vergiftung kann man zum Beispiel den Giftnotruf wählen – die Giftinformationszentrale der Universitätsmedizin Mainz zum Beispiel ist unter der Telefonnummer 06131 19240 rund um die Uhr erreichbar. Im Notfall, zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit, sollte zudem sofort die Rettungsleitstelle über 112 oder 19222 benachrichtigt werden. In beiden Fällen empfiehlt das Giftinformationszentrum Mainz, bestimmte Angaben bereitzuhalten – zum Beispiel wer genau betroffen ist, welche Pflanze bei der Vergiftung im Spiel war und wie viel davon eingenommen wurde. Auch welche Symptome die betroffene Person oder das Tier zeigt, sind wichtige Informationen im Notfall.

Garten und Balkon: Diese Pflanzen sind für Kinder und Tiere unbedenklich

Eltern und Tierhalter müssen dennoch nicht auf einen bunten und blühenden Garten verzichten. Statt auf potenziell gefährliche Pflanzen zurückzugreifen, gibt es viele Alternativen, die im Frühling ebenso schön aussehen. Zu den für Kinder und Tiere unbedenklichen Pflanzen zählen zum Beispiel Sonnenblumen, Kornblumen oder Lavendel. Für einen nicht nur ungefährlichen, sondern auch besonders blühenden Garten, gibt HEIDELBERG24 Tipps, welche Pflanzen im Frühling zurückgeschnitten werden müssen* – und von welchen man besser die Finger lassen sollte. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke/dpa

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