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Grippe-Impfung: Empfehlung, Termin, Nebenwirkungen - Das musst Du vorher wissen

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Von: Tobias Becker

Jedes Jahr im Herbst wird mit der Grippe-Impfung geworben. Während Corona geht die Impfung jedoch etwas unter, obwohl sie wichtig ist. Alle Fakten:

Während aktuell die meisten Menschen wieder über das Coronavirus* und eine mögliche neue Welle im Herbst und Winter sprechen, scheint die Grippe in Vergessenheit geraten zu sein. Zu wenig Fälle gab es im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg* und Deutschland, was mehrere Gründe hatte. Zum einen gab es die Hygiene-Regeln, wie den Abstand, die Masken und auch das häufige Händewaschen, und zum anderen die Kontaktbeschränkungen. Wer niemanden trifft, kann auch keine Grippewelle lostreten.

Was kaum in den Schlagzeilen stand: Die Zahl der Geimpften (gegen Grippe) war im Vergleich zu den Vorjahren im vergangenen Winter recht hoch. Experten rieten zur Impfung gegen Influenza, um die Krankenhausauslastung geringer zu halten. Aber: 2021 gibt es wesentlich mehr Normalität. Erneut gibt es den Hinweis, sich gegen Grippe impfen zu lassen, da die Gefahr einer starken Welle groß ist. Aber: Für wen ist es besonders wichtig? Und wann ist ein guter Zeitpunkt?

Grippe-Impfung 2021: Muss ich mich impfen lassen?

Dass nicht für alle eine ausdrückliche Empfehlung zur Grippe-Impfung ausgesprochen wird, ist verständlich. Schließlich kann auch nicht jede Person gleichstark gefährdet sein. Menschen unter 60 Jahren und auch bei Kindern müssen sich laut Ständige Impfkommission (Stiko) nicht impfen lassen - es spricht aber auch nichts dagegen. Das berichtet HEIDELBERG24*.

Anders sieht es beispielsweise bei Menschen ab 60 Jahren, bei Schwangeren, Vorerkrankten und auch bei medizinischem Personal aus. Hier gibt es die Impf-Empfehlung der Experten. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Krankenkassen die Kosten in der Regel übernehmen. Wenn die Versicherung nicht eingreift, dann betragen die Kosten rund 30 bis 60 Euro. Ein kleiner Aufwand im Sinne der Gesundheit, zumal auch viele Unternehmen die kostenlose Impfung für Mitarbeiter*innen anbieten.

Eine Frau geht spazieren und nimmt ihre Mund-Nasen-Bedeckung ab
Die Corona-Maßnahmen waren wohl der Grund für weniger Grippe-Fälle im letzten Jahr. © Cecilia Fabiano/picture-alliance/dpa

Wichtig zu wissen ist auch, dass es Hochdosis-Impfstoffe gibt, die vor allem Menschen ab 60 Jahre noch besser vor der Grippe schützen sollen. Dieser Impfstoff gegen Influenza soll eine etwas erhöhte Wirksamkeit besitzen, laut Robert-Koch-Institut (RKI). Und: Die Schutzimpfungsrichtlinien wurden dahingehend angepasst, dass diese Hochdosis-Impfung bei Ü60-Menschen als Kassenleistung zählt.

Grippe-Impfung 2021: Wann sollte ich mich impfen lassen und ab wann wirkt‘s?

Um den optimalen Zeitpunkt für die Impfung gegen die Grippe festzulegen, muss zunächst gesagt werden, dass der Schutz knapp zwei Wochen nach dem Impftermin beginnt und bereits drei Monate später wieder nachlässt - wenn auch nur langsam. Da die Grippewelle meist Anfang des Jahres (Januar bis März) ihren Höhepunkt erreicht, ist der Zeitraum Oktober bis Dezember für eine Impfung gegen die Grippe ideal.

Auch hier gibt es einen Hinweis: Die Viren verändern sich, wie auch die Impfstoffe. Eine Grippe-Impfung hält also nicht mehrere Jahre, sondern genau eine Grippe-Saison. Heißt: Es ist eine Impfung, die jährlich stattfinden sollte. Wie stark der diesjährige Impfstoff gegen die diesjährigen Viren wirkt, lässt sich erst rückblickend sagen. Wer sich jedoch impfen lässt, ist besser geschützt - vor allem gegen einen starken Verlauf. Das bedeutet gleichzeitig, dass es keinen hundertprozentigen Schutz gegen die Grippe gibt. Anstecken kann sich jeder.

Grippe-Impfung 2021: Diese Nebenwirkungen kann es geben!

Bleibt noch die Frage nach den Nebenwirkungen. Man kennt es ja durch die Corona-Impfung - die einen fühlen sich schlapp und krank, die anderen nicht. Ähnlich verhält es sich mit der Grippe-Impfung. Man kann sich zunächst etwas kränklich und müde fühlen, eventuell leichte Schmerzen an der Einstichstelle spüren oder auch Schwitzen, Kopf- und Gliederschmerzen haben. Nach ein, zwei Tagen ist der Spuk dann aber vorbei und: Nicht jeder ist betroffen.

So oder so kann die Grippe-Impfung 2021 den ein oder anderen Menschen vor Influenza schützen. Wen es doch erwischt, der läuft Gefahr eine schwere Lungenentzündung zu riskieren, die durch die Grippe heraufbeschworen werden kann. *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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