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Hortensien pflegen: Mit diesen einfachen Trick klappt‘s mit den Garten-Schönheiten

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Von: Marten Kopf

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Sie sind ein echter Hingucker – und obendrein noch leicht zu handhaben. Hortensien gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen. Mit diesen einfachen Tipps kann bei der Pflege nichts mehr schiefgehen:

Seit Jahren gehören Hortensien zu den beliebtesten Zierpflanzen. Wieder muss man wohl sagen, denn das war nicht immer so. Lange Zeit haftete ihnen ein leicht angestaubtes Image an. Vielleicht bedingt dadurch, dass sie hierzulande vor allem in den Nachkriegsjahren Verbreitung fanden – und nachfolgende Generationen so eher an den Besuch bei den Großeltern erinnerten.

GattungHortensien
FamilieHortensiengewächse
wissenschaftlicher NameHydrangea

Hortensien: Nomen est Omen – Der Name ist Programm

Seit den 2000er-Jahren findet man sie nun wieder zunehmend häufiger in deutschen Gärten. Und das völlig zurecht, denn ob zartes Rosa, dezentes Grün, kräftiges Pink oder fast reines Weiß, die Hortensie umfasst eine Vielzahl verschiedener Arten – und macht so nicht nur richtig was her, sondern ist darüber hinaus auch noch wirklich pflegeleicht.

Ursprünglich kommt die Hortensie aus dem ostasiatischen Raum, einige wenige Arten wachsen auch in Nord- und Südamerika. Ihr wissenschaftlicher Name „Hydrangea“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Wasserkelch“ oder „Wasserkanne“. Die deutsche Bezeichnung „Hortensie“ dagegen geht auf das lateinische „hortus“ zurück und heißt nichts anderes als „Garten“.

Hortensien blühen in Blau und Lila.
Hortensien sind spektakuläre Ziersträucher. © Roman Martin/dpa

Viel Platz und Wasser: Hortensien richtig pflanzen

Das passt, denn die hierzulande am weitesten verbreitete Art ist die sogenannte Gartenhortensie. Wichtig für erfolgreiches Gedeihen ist der richtige Standort*. Hortensien sind Flachwurzler und bevorzugen lockeren, humusreichen und möglichst leicht feuchten Boden. Um den Wurzeln ausreichend Platz zu bieten, sollten sie vor allem in der Breite genug Platz haben.

Deshalb zwischen einzelnen Setzlingen auch unbedingt ausreichend Platz lassen. Was draußen im Beet in aller Regel kein Problem größeres darstellt, sollte aber unbedingt beim Pflanzen im Topf bedacht werden, denn auch hierfür eignen sich Hortensien durchaus. Hortensien benötigen viel Wasser, gerade direkt nach dem Einpflanzen sollte regelmäßig kräftig gegossen und die Erde feucht gehalten werden.

Herbst und erster Frost: Hortensien winterfest machen

Die Hauptblütezeit der Hortensie liegt zwischen Juni und August. Schon im Spätsommer bzw. Frühherbst beginnt die Pflanze dann, die Knospen für das kommende Jahr anzulegen. Das zu beachten ist wichtig, denn die Pflanze im Herbst zurückzuschneiden, wäre ein Fehler. Wer auch im kommenden Jahr bunte Dolden bewundern möchte, lässt idealerweise die Finger von der Schere.

Ohnehin sind Hortensien winterharte Gewächse*. Soll heißen: Sie vertragen selbst Frost problemlos. Tatsächlich sollten im Topf überwinterte Hortensien sogar an einen einigermaßen kühlen bis kalten Ort mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt verbracht werden. Im Frühjahr reicht es dann völlig, nur erkennbar abgefrorene Triebe vorsichtig zu entfernen.

Neues Leben im Garten: Hortensien vermehren

Übrigens stellt auch die Vermehrung der Zierpflanzen den geneigten Hobbygärtner vor keine nennenswerten Herausforderungen: Im Frühsommer ist die „Nachzucht“ nämlich sehr einfach über Kopfstecklinge möglich. Abgeschnittene Stängel werden schlicht in etwas Wasser oder direkt in nährstoffreiche, lockere Erde gesetzt und ziehen dort oft schon binnen zwei bis drei Wochen neue Wurzeln. (mko) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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