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Ikea: Kunden-Schock – Einrichtungshaus nimmt beliebtes Produkt aus dem Sortiment

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Ikea hat am Montag eine traurige Nachricht für alle Fans: Den beliebten Katalog des Einrichtungshauses wird es bald nicht mehr geben.

Es ist eins der beliebtesten Produkte von Ikea: Der 284-seitige Katalog des Einrichtungshauses. Das Durchstöbern des Ikea-Katalogs ist für viele Kunden zum Highlight geworden, immerhin lassen sich so immer Ideen und Inspiration für die eigenen vier Wände finden. Gleichzeitig lockt der Katalog natürlich die Leser in die Einrichtungshäuser oder auf den Online-Shop. Insgesamt wird der Ikea-Katalog in 38 Sprachen verfasst und seit rund 70 Jahren gedruckt.

EinrichtungshausIkea
Gründung1943 von Ingvar Kamprad
HerkunftSchwedens

Ikea-Schock: Katalog wird es nicht mehr geben

Nun macht Ikea aber Schluss mit der beliebten Tradition und nimmt den Katalog aus seinem Repertoire. Am Montagnachmittag (7. Dezember) gibt das schwedische Einrichtungshaus das Aus bekannt. Aus Begründung nennt Ikea das digitale Nutzungsverhalten seiner Kundschaft. Das Verhalten und der Medienkonsum habe sich gewandelt und der Katalog sei immer weniger genutzt worden, erklärt Ikea.

Sowohl für unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeitenden ist der IKEA Katalog mit unzähligen tollen Erinnerungen und Emotionen verbunden. Seit 70 Jahren gehört er zu unseren bekanntesten und beliebtesten Produkten und hat Milliarden Menschen weltweit inspiriert. Die Entscheidung, das Kapitel „IKEA Katalog“ zu beenden, ist eine Folge des veränderten Medienkonsums und Verbraucherverhaltens. Wir werden die vielen Menschen künftig über neue Wege erreichen, mit ihnen interagieren und sie mit unseren Einrichtungslösungen inspirieren“, sagt Konrad Grüss, Managing Director Inter IKEA Systems B.V. Darüber berichtet HEIDELBERG24*.

Ikea stellt Katalog ein – und setzt dafür auf digitale Angebote

Ikea setzt also jetzt voll auf die Digitalisierung. Das Einrichtungshaus erklärt, dass seine Kunden immer mehr von zu Hause aus planen und dafür neue Tools verwenden. Statt also Geld für einen Katalog auszugeben, investiert Ikea nun in Online-Angebote. So sollen neue Apps entwickelt und der Service digital ausgebaut werden. Laut eignen Angaben sei der Onlinehandel bei dem Möbelriesen im vergangenen Jahr um 45 Prozent gewachsen. Mehr als vier Milliarden Besucher nutzten die Ikea-Webseite. Zum Vergleich: Der Ikea-Katalog ist 2016 rund 200 Millionen mal gedruckt worden. „Wir fangen nicht komplett neu an. Denn die Art und Weise, wie wir unsere Kunden ansprechen und mit ihnen interagieren, hat sich bereits in vielerlei Hinsicht geändert, und wir werden weiterhin nach neuen Wegen suchen, um unser IKEA Einrichtungswissen, unsere Produkte und Lösungen bestmöglich zu verbreiten., so Konrad Grüss.

Ikea schockiert nicht nur mit dem Katalog-Aus seine Fans. Im September löste seine Reaktion wegen einer Maske einen regelrechten Shitstorm aus. Ein Mann durfte aus medizinischen Gründen keinen Mundschutz tragen, das Sicherheitspersonal von Ikea verweigerte ihm jedoch den Zutritt*. (jol) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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