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Baden-Württemberg: Keine Zweitimpfung mit AstraZeneca – was heißt das für meinen Termin?

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Von: Katja Becher

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Nach der geänderten Stiko-Empfehlung zum Corona-Impfstoff von Astrazeneca ändert auch Baden-Württemberg seine Impfkampagne. Was das bedeutet:

Am Donnerstag hat die Ständige Impfkommission (Stiko) überraschend mitgeteilt, dass Menschen, die eine erste Dosis des Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben, künftig – unbhängig vom Alter – als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech* oder Moderna bekommen sollen. Grund sei laut Stiko, dass der Schutz vor der ansteckenderen Delta-Variante durch eine Impfkombi besser gewährleistet sei. Angesichts der schnellen Ausbreitung der gefährlichen Virus-Mutation und der neuen Stiko-Empfehlung* ändert nun auch Baden-Württemberg* seine Impfkampagne.

Delta-Variante: Baden-Württemberg ändert Impfkampagne – Keine Zweitimpfung mit Astrazeneca

Neben dem Corona-Impfstoff bei der Zweitimpfung, ändert sich außerdem der Abstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung in Baden-Württemberg: Bei Volljährigen müssten im Juli und August zwischen einer Astrazeneca-Erstimpfung und der zweiten Dosis nur noch mindestens vier Wochen liegen. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Freitag an, wie HEIDELBERG24* berichtet. Bisher hatte die Stiko empfohlen, sechs Wochen zwischen den beiden Dosen verstreichen zu lassen.

Laut Stiko ist die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca „deutlich überlegen“. Fachleute sprechen von einem heterologen Impfschema. Auch das Landesgesundheitsministerium von Baden-Württemberg erklärte, eine solche Impfform sei gegen die Delta-Variante* am wirksamsten. „Nach den vorliegenden Studien gehört eine heterologe Impfung zum Besten, was wir derzeit beim Kampf gegen das Coronavirus anbieten können“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Baden-Württemberg: Keine Zweitimpfung mit Astrazeneca – was bedeutet das für den Termin?

Am Montag will das Gesundheitsministerium die weiteren Schritte zur Impfkampagne kommunizieren. „Alle Menschen, die bereits einen Zweittermin mit AstraZeneca gebucht haben, sollen diesen behalten und zunächst abwarten, welche Regelungen nun übers Wochenende getroffen werden“, lautet es in einer Mitteilung vom Sozialministerium vom Freitag.

Das RKI schätzt, dass diese Woche in Deutschland bereits mindestens jeder zweite Corona-Fall auf Delta zurückgeht. Bisher wurden laut Landesgesundheitsamt insgesamt 661 bestätigte Fälle der Delta-Variante gemeldet. Der Anteil der nachgewiesenen Corona-Mutation an der Gesamtzahl der Neu-Infektionen zwischen dem 19. Juni und 2. Juli betrug rund 22 Prozent. Der Anteil der Delta-Variante in Baden-Württemberg hat sich damit im Vergleich zur Vorwoche fast verdoppelt. Nicht nur die hohe Ansteckungsgefahr macht die Delta-Variante gefährlich: Nach ersten Erkenntnissen aus Großbritannien, wo die Corona-Mutante mittlerweile rund 90 Prozent der Infektionen ausmacht, unterscheiden sich auch ihre Symptome von denen der bisher bekannten Corona-Typen.*(kab/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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