1. Heidelberg24
  2. Verbraucher

Booster-Impfung für Genesene: Wann ist eine Auffrischungs-Spritze nötig?

Erstellt:

Von: Daniel Hagen

Kommentare

Mit Booster-Impfungen soll die vierte Welle der Pandemie gebrochen werden. Dafür sollen sich Geimpfte eine weitere Dosis geben lassen. Doch wie ist es bei Genesenen?

Während in Deutschland die vierte Welle wütet und in Baden-Württemberg bereits die Alarmstufe ausgerufen worden ist, setzt das Gesundheitsministerium auf sogenannte Booster-Impfungen. Mit diesen Auffrischungen soll der Schutz vor dem Coronavirus verlängert werden. Denn wie eine neue Studie aus Schweden zeigt, lässt der Impfschutz mit Vakzinen wie BioNTech, Moderna oder AstraZeneca bereits nach ein paar Monaten teilweise sehr stark nach. Für bereits vollständig Geimpfte steht nur ein weiterer kleiner Piecks an. Doch wie erfolgt die Booster-Impfung eigentlich bei Genesenen? Und welche Folgen hat es, wenn diese sich keine Auffrischung holen?

Seit 2G in Deutschland eine immer größere Rolle spielt, ist es überaus wichtig, sich als geimpft oder genesen auszeichnen zu können. Eine Genesung lässt sich mit einem Ausdruck des Arztes belegen, bei dem ein positiver PCR-Test gemacht worden ist. Dieses Dokument ist allerdings nur sechs Monate lang gültig. Anschließend gelten Genesene wieder als ungeimpft! „Das heißt, eine Person, die die Erkrankung durchgemacht hat, kann nur innerhalb dieses Zeitraums einen solchen (Genesenen-)Nachweis ausgestellt bekommen. Nach Ablauf dieser Frist und bevor eine Impfung stattgefunden hat, gilt die Person als nicht vollständig geimpft und eben auch nicht als genesen“, heißt es auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

NameRobert Koch-Institut
HauptsitzBerlin
Gründung1. Juli 1891
Staatliche EbeneBund
Behördenleitung:Lothar Wieler

Booster-Impfung für Genesene: Dieses Vorgehen empfiehlt das RKI

Daher empfiehlt es sich, als Genesener schnellstmöglich eine Booster-Impfung abzuholen, um bei 2G nicht ausgeschlossen zu werden. Auch das Robert-Koch-Institut empfiehlt „unabhängig vom Alter die Verabreichung einer Impfstoffdosis“. Ist die Infektion durch einen PCR-Test bestätigt worden, soll die Auffrischung sechs Monate später erfolgen, frühestens jedoch 4 Wochen nach dem Ende der Symptome. Bei immungeschwächten Personen muss im Einzelfall entschieden werden, ob nur eine Dosis ausreicht oder doch zwei verabreicht werden müssen.

Christian Drosten
Virologe Christian Drosten empfiehlt Booster-Impfungen. © Fabrizio Bensch/dpa

Etwas anders sieht es bei Personen aus, die nach ihrer ersten Impfung infiziert worden sind. Dort wird nach sechs Monaten erst die zweite Dosis verabreicht, um den vollen Impfschutz zu erlangen. Alternativ ist die Gabe aber schon vier Wochen nach dem Ende der Symptome möglich. Das RKI empfiehlt nur bei Impflingen, die das Vakzin von Janssen erhalten haben, keine weitere Impfung mit einem mRNA-Stoff. Das gilt auch für Personen, die vor und nach einer Covid-19-Impfung eine labordiagnostischgesicherte Infektion durchgemacht haben. Diese sollen generell keine Auffrischimpfung erhalten.

Booster-Impfung für Genesene: Auch Christian Drosten empfiehlt Auffrischung

Wer sich nach seiner Genesung impfen lassen möchte, kann laut RKI alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe nutzen. Bei BioNTech und Moderna sind übrigens diese Nebenwirkungen bekannt. Nach einer Booster-Dosis gilt man sofort als vollständig geimpft. Virologe Christian Drosten hat vor kurzem in seinem Podcast sogar erklärt, dass der Schutz vor dem Virus am besten ist, wenn man geimpft und genesen sei. „Dann weiß ich, bin ich richtig langhaltig belastbar immun und werde nur noch alle paar Jahre überhaupt mal dieses Virus sehen, genau wie ich die anderen Coronaviren auch immer mal wieder sehe. Das kann ich als relativ gesunder Erwachsener so für mich verantworten“, sagt der 49-Jährige. (dh)

Auch interessant

Kommentare