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Aus nach 130 Jahren: Deutscher Süßwaren-Hersteller insolvent – Kult-Produkt kennt jeder

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Von: Katja Becher

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Rund 130 Jahre nach Gründung meldet ein deutscher Süßwarenhersteller Insolvenz an. Für welche Kult-Süßigkeit das Unternehmen bekannt ist:

Die Bodeta Süßwaren GmbH ist nach eigenen Angaben einer der größten Süßwarenhersteller Sachsen-Anhalts mit über 100 Mitarbeitern. Das Unternehmen wurde im Jahr 1892 gegründet und ist vor allem für die Eukalyptus-Menthol Bonbons in der grünen Verpackung bekannt. Nun, nach 130 Jahren, muss Bodeta Insolvenz anmelden.

Großer deutscher Süßwaren-Hersteller meldet Insolvenz an – aus diesem Grund

Wie mehrere Medien unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher berichten, habe der Süßwarenhersteller aus Oschersleben bereits am Montag beim Amtsgericht Magdeburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung gestellt. Grund seien die steigenden Energiepreise in der Produktion, die gestiegenen Preise für wichtige Rohstoffe, wie zum Beispiel Zucker, aber auch die Anhebung des Mindestlohns zum 1. Oktober, über die Merkur.de bereits berichtete.

Die Mitarbeiter des insolventen Süßwarenherstellers seien über die eingeleiteten Schritte informiert, wird der Sprecher weiter zitiert. Löhne und Gehälter seien noch bis Ende November durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. Neben den bekannten „Euka Menthol“ Eukalyptus-Bonbons stellt Bodeta weitere Bonbons sowie Dragees und süße Nüsse wie gebrannte Mandeln her.

Großer Hersteller insolvent: Energiekrise setzt nicht nur Süßwaren-Industrie zu

Die steigenden Kosten für Energie, Personal und Rohstoffe machen vielen Unternehmen aktuell zu schaffen. In letzter Zeit meldeten deshalb auch etliche Bäckerei-Ketten Insolvenz an – darunter auch eine aus Rheinland-Pfalz. Wie zum Beispiel chip.de berichtet, werde die Liste von Bäckereiunternehmen, die pleite gehen, aktuell immer länger.

In den vergangenen Monaten stellten demnach bereits mindestens fünf Bäckerei-Ketten ein Insolvenzverfahren. Eine Traditionsbäckerei aus Hessen hingegen deckelte erst kürzlich für ihre Kunden die Brotpreise, um deren Geldbeutel zu schonen. Das Unternehmen nutzt hierfür seine Rücklagen, um keine Kundschaft an die Discounter zu verlieren. (kab)

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