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Neue Betrugsmasche auf ebay – Täter locken mit Fake-Jobangeboten

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Von: Tobias Becker

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Auf dem Kleinanzeigenportal eBay sind Betrüger mit einer üblen Masche unterwegs: Sie bieten den Traumjob an und klauen Identitäten oder verwickeln ihre Opfer in Geldwäsche.

Flexible Arbeitszeiten, gute Verdienstmöglichkeiten, Home-Office und keinerlei Vorkenntnisse. Das klingt für viele Menschen in Baden-Württemberg nach einem echten Traumjob, oder nicht? Genau damit werben derzeit Betrüger auf eBay. Das Kleinanzeigenportal dient als Plattform für die Masche, die perfide ist, aber genau aufgrund des lukrativen Jobangebots ebenso gefährlich.

Jobangebote auf eBay als Betrug: So läuft die Masche!

Dabei gehen die Betrüger, wie auch in anderen Fällen, oft nach einem Muster vor. Laut der Seite mimikama.at, wird man gleich im ersten Schritt dreist darum gebeten, ein Bankkonto zu eröffnen. Dies dient dazu, die eigenen Daten zu bestätigen. Die nächste Aufgabe ist demnach, dass die letztendlichen Opfer, einen Geldbetrag, den sie auf das angelegte Konto überwiesen bekommen, weiterzuleiten.

Zum einen soll dies ein „Test“ sein, zum anderen dürfen die „Bewerber“ einen Teil des Geldes als Lohn behalten. Das Problem bei der Geschichte: Es wird der Verdacht der Geldwäsche erweckt, was letztlich vermutlich auch das Geschäft ist, und der „Bewerber“ macht sich selbst strafbar. Eine Variante der perfiden Masche ist es, den „Neuen“ ein bereits existierendes Konto zur Verfügung zu stellen.

Miese Jobmasche auf eBay: Was wollen die Betrüger?

Doch wozu der ganze Aufwand? Die Betrüger sind hierbei meist auf Geldwäsche aus und binden ihre Opfer darin ein. Ziel der ganzen „Testverfahren“ ist es, die persönlichen Daten der Personen zu erhalten, so wie es bei der WhatsApp-Betugsmaschen mit Fake-Gewinnspiel von Milka der Fall war. Manchmal wird dabei nicht nur Name und Geburtstag geklaut, sondern oft auch die komplette Identität des Opfers.

So können die Betrüger im Internet als komplett andere Person beispielsweise Waren anbieten, die es nicht gibt. Diese werden verkauft, das Geld kassiert, aber da es die Ware nicht gibt, kommt sie auch nie an. Aufgrund der geklauten Identität fällt die Schuld dann schnell auf das ahnungslose Opfer, das eigentlich nur einen neuen Job auf eBay gefunden hat.

Betrug im Internet: Wie kann man sich schützen?

Doch wie auch bei anderen Betrugsfällen, beispielsweise dem in Plankstadt, als Betrüger Goldbarren im Wert von rund 70.000 Euro von einer Seniorin ergaunert haben, gibt die Polizei Tipps und Tricks, um sich zu schützen. Zunächst einmal gilt grundsätzlich, dass keine sensiblen Informationen im Internet mit Unbekannten geteilt werden sollten.

Ein Warnsignal ist es auch, wenn ein Unternehmen nur per E-Mail oder WhatsApp und Co. kommuniziert. Das passiert bei seriösen Unternehmen normalerweise nicht. Außerdem: Nur weil Dritte nachfragen, sollte man kein neues Konto eröffnen. Auch das Bauchgefühl, bei einem zu verlockenden Angebot zum Beispiel, kann vor Schaden bewahren. Zudem lassen sich Firmen meist überprüfen, wenn es sie denn wirklich gibt. (tobi)

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