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Urlaub in Italien: Reisen trotz Corona – Diese Regeln sollte man beachten

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Von: Sina Koch

Das „Dolce Vita“ lockt viele Urlauber nach Italien. In Zeiten der Pandemie gibt es viele Regeln für die Ein- und Ausreise sowie den Aufenthalt im Urlaubsziel zu beachten.

Rom - Italien ist berühmt für kulinarische Spezialitäten wie Pizza, Spaghetti und Cappuccino. Lange haben die Pandemie-geplagten Deutschen auf Urlaub an den Stränden entlang des „Stiefels“ verzichten müssen, denn das Coronavirus* hat nicht nur den Alltag, sondern auch den Urlaub dominiert. Kein Wunder also, dass es viele Menschen zu Beginn der Sommerferien ins Ausland zieht. Jedoch steigen die Corona-Infektionszahlen in vielen Ländern am Mittelmeer stetig an und einige beliebte Reiseziele der Deutschen sind mittlerweile wieder hochgestuft* worden. Was das für Reisende im Detail genau bedeutet und was Urlauber jetzt dringend wissen müssen, hat HEIDELBERG24* zusammengefasst:

LandItalien
HauptstadtRom
StaatsoberhauptPräsident Sergio Mattarella
Einwohnerzahl60.026.546 (30. Juni 2020)
WährungEuro (EUR)

Hinweis: Seit dem 1. August müssen alle Reiserückkehrer bei ihrer Einreise nach Deutschland entweder einen aktuellen Corona-Test, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder einen Genesenen-Nachweis vorlegen können. Davon ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Die neuen Einreise-Regeln gelten für alle Länder – unabhängig davon, ob es sich aktuell um ein Nicht-Risikogebiet, ein Hochrisiko-Gebiet oder ein Virusvariantengebiet handelt sowie unabhängig von der Art des Verkehrsmittels.

Urlaub in Italien: Corona-Lage am Mittelmeer

Italien ist das Lieblingsurlaubsziel schlechthin und hat einiges zu bieten. Die sonnige Strände, das türkisblaue Meer, Kunstschätze und die Städte voller Kultur stehen bei vielen Urlauber*innen hoch im Kurs. Jedoch: Nicht in jedem Tourismus-Hotspot sind die Inzidenzen niedrig. Deshalb verschärfen immer mehr Länder ihre zuvor gelockerten Corona-Regeln. In Italien sind mittlerweile mehr als 4,35 Millionen der insgesamt rund 60,4 Millionen Italiener*innen an dem Virus und seinen Mutationen erkrankt. Zwar gelten 4,13 Millionen inzwischen als genesen, allerdings gab es in Italien bereits 128.136 Covid-19-Todesfälle (Stand: 5. August). Europaweit zählen lediglich Frankreich und Großbritannien mehr Corona-Tote.

Am 6. August 2021 sind inzwischen 64,4 Prozent der italienischen Bevölkerung ein Mal gegen das Coronavirus geimpft, fast 54 Prozent der Italiener haben bereits die zweite Impfung erhalten. Aktuell gilt Italien nicht mehr als Risikogebiet, zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen sind durch die örtlichen Behörden inzwischen aufgehoben worden. So gilt im Freien beispielsweise keine Maskenpflicht mehr. Da aktuell ganz Italien aus sogenannten „weißen Zonen“ besteht, gibt es kaum noch Corona-Beschränkungen. Wie die Corona-Regeln in anderen EU-Ländern aussehen, erfährst Du in dieser Urlaubsübersicht.

Urlaub in Italien: Regierung verschärft die Corona-Regeln zum 6. August

Der Sieg der Italiener bei der Fußball-EM 2021 hat die Corona-Zahlen jedoch zum Explodieren gebracht, so die Einschätzung der zuständigen Behörden. Denn vor dem Finale wurden innerhalb einer Woche 293 Corona-Fälle in Rom gemeldet, nach dem Finale waren es schon 4.516. Italiens Regierung hat deshalb zum 6. August die Regeln verschärft. Demnach müssen unter anderem ein einfacher Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis für Restaurantbesuche im Innenbereich, Museen, Fitnessstudios und Schwimmbäder vorgelegt werden.

Die Delta-Variante* des Coronavirus auch auf dem Stiefel bereits weit verbreitet. Mit inzwischen rund 95 Prozent in allen Proben der letzten vier Wochen (Stand: 10. August) dominiert die Mutation in Italien längst das Infektionsgeschehen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Italien aktuell bei 69,6 (Stand: 10. August) und somit auf einem höheren Niveau als in Deutschland. Seit einiger Zeit steigt diese Zahl weiter an.

Urlaub in Italien: Welche Regeln müssen bei der Einreise beachtet werden?

Zwar gilt die Corona-Situation in Italien derzeit als entschärft, jedoch gelten bei der Einreise nach Italien folgende Regeln: Der negative Coronatest darf bei der Einreise - es gilt der Zeitpunkt der Abstrichnahme - nicht älter als 72 Stunden (PCR-Test) beziehungsweise 48 Stunden (Schnelltest) sein. Vollständig Geimpfte und Genese müssen den Test nicht mehr vorlegen, wenn sie ihren Status nachweisen können*. Kinder unter sechs Jahren sind ebenfalls von der Testpflicht befreit. Ein Einreiseformular ist jedoch für alle Urlauber*innen verpflichtend. Für einen Urlaub in Südtirol muss zusätzlich ein weiteres Online-Formular ausgefüllt werden

Achtung, Ausnahme! Für Reisende, die sich in den vergangenen 14 Tagen in Großbritannien aufgehalten haben, gelten besondere Regeln. Sie müssen in Italien in jedem Fall einen Negativtest vorweisen, außerdem gilt für sie eine fünftägige Quarantäne am Reiseziel. Anschließend muss mit einem weiteren negativen Test nachgewiesen werden, dass sie nicht mit dem Coronavirus infiziert sind. Da die Delta-Variante in Großbritannien besonders stark vertreten ist, sehen sich die italienischen Behörden gezwungen, ihren Gästen diese Regeln aufzuerlegen.

Urlaub in Italien: Fahrt durch Österreich und Schweiz ist möglich

Deutsche Urlauber*innen, die mit dem Auto nach Italien reisen, fahren über Österreich oder die Schweiz. Ein Problem stellt das allerdings nicht dar: Laut Angaben des ADAC ist der Transit durch Österreich grundsätzlich erlaubt. Auch eine Anreise durch die Schweiz ist problemlos möglich. Zudem gilt für eine Durchreise durch Italien aus Staaten der EU eine Befreiung von der Testpflicht, solange die Durchfahrt nicht länger als 36 Stunden dauert.

Urlaub in Italien: Maskenpflicht, Abstand und Co. - DIESE Regeln gelten aktuell

Da die Corona-Inzidenz in Italien wieder auf einem gehobenen Niveau liegt, haben die örtlichen Behörden einige Regeln wieder verschärft. Diese Regeln musst Du kennen:

Boote liegen im Hafen des kleinen Ortes am Gardasee. (Symbolbild)
Boote liegen im Hafen des kleinen Ortes am Gardasee. (Symbolbild) © Daniel Reinhardt/dpa

Urlaub in Italien: Das sollten Badegäste am Strand beachten

Auch an Stränden und auf den Inseln wie Sizilien und Sardinien gibt es Corona-Regeln, die es einzuhalten gilt. So verlangen einige der in Italien häufig privat geführten Strandbäder eine Anmeldung. Außerdem ist es den Inhabern gestattet, auf einen Fiebertest zu bestehen, bevor der Einlass erfolgt. Die Strandliegen müssen mindestens anderthalb Meter auseinander stehen, um den Mindestabstand zu gewährleisten. In geschlossenen Räumen und Gemeinschaftsbereichen wie Toiletten und Strandbars gilt die Maskenpflicht.

Rückkehr aus dem Italien-Urlaub: Was gilt bei der Rückreise nach Deutschland?

Wenn der Urlaub in Italien vorbei ist, steht die Rückreise bevor. Reisende, die ab dem 01. August 2021 nach Deutschland antreten, müssen sich an die allgemeine Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie* halten. Das bedeutet, dass mit einer Einreise nach Deutschland grundsätzlich ein negativer Corona-Test, ein Nachweis einer Genesung oder ein Nachweis einer vollständigen Impfung gegen das Coronavirus vorgelegt werden müssen.

Es soll stichprobenartige Kontrollen geben, die die Einhaltung der Nachweispflicht gewährleisten. Die Kosten für einen Test müssen die Einreisenden selbst zahlen. Die Testpflicht gilt für alle erwachsenen Urlaubsreisenden und für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. (sik) *HEIDELBERG24 und fr.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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