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Johnson & Johnson: Corona-Impfung für alle – Impf-Prio ab sofort aufgehoben

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Von: Robin Eichelsheimer

Der Corona-Impfstoff Johnson & Johnson soll zwar in der Regel bei Menschen über 60 Jahren eingesetzt werden, doch die Impfpriorisierung wurde nun aufgehoben. Alle Infos:

Und der nächste wichtige Schritt in der deutschen Impfkampagne! Im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz haben sich die Gesundheitschefs von Bund und Ländern darauf geeinigt, die Priorisierung beim Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson aufzuheben, um die Impfungen im Kampf gegen das Coronavirus weiter entschieden vorantreiben zu können. Darüber berichtet HEIDELBERG24*

Johnson & Johnson: Corona-Impfstoff ab sofort für alle freigegeben

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag (10. Mai) in Berlin erfahren hat, soll der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson in Deutschland künftig zwar in der Regel bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden, doch die Gesundheitsminister haben nun beschlossen, dass sich auch alle Menschen, die jünger als 60 Jahre alt sind, nach ärztlicher Aufklärung für eine Impfung mit dem Vakzin des US-Herstellers entscheiden können. Das berichtet auch echo24*.

Johnson & Johnson Impfstoff
Ampullen des Impfstoffes des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson. © Cheryl Gerber

Die Priorisierung für den Impfstoff von Johnson & Johnson, der am 11. März seine EU-Zulassung erhielt, wird in Arztpraxen und bei Betriebsärzten ebenfalls aufgehoben – und das gilt ab sofort! Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will das weitere Vorgehen am heutigen Montag in Berlin erläutern.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Darum wurde Impfung nur für Ü-60 vorgeschlagen

Im Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz heißt es, dass die Minister*innen „die berichteten Fälle von Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson“ ernst nehmen würden. Bislang war es - ähnlich wie beim AstraZeneca-Impfstoff - sehr selten zu solch schweren Nebenwirkungen mit dem US-Vakzin gekommen.

Vor diesem Hintergrund habe die Ständige Impfkommission die Empfehlung einer Verimpfung des Wirkstoffes von Johnson & Johnson für Personen ab 60 Jahren vorgeschlagen – doch genau wie bei dem Impfstoff von AstraZeneca wird also eine Impfung damit nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoanalyse auch bei Jüngeren möglich sein.

Als einziger der insgesamt vier für die EU zugelassenen Impfstoffe reicht bei Johnson & Johnson nur eine Spritze für einen vollständigen Schutz aus. Von den 34,4 Millionen verabreichten Impfdosen in Deutschland stammen bisher nur rund 18.000 von Johnson & Johnson. Die Lieferungen sollten nun zunehmen. Bis zum Wochenende wurden 7,6 Millionen (9,1 Prozent) aller Deutschen voll geimpft. Mit 32,3 Prozent hat bald jeder Dritte mindestens eine erste Spritze bekommen.

Corona-Impfstoff Johnson & Johnson: Diese Nebenwirkungen sind bekannt

Die Nebenwirkungen des Impfstoffs von Johnson & Johnson entsprechen laut aerzteblatt.de weitgehend den bisherigen Erfahrungen mit den anderen Corona-Impfstoffen von BioNTech, Moderna und Co.:

Laut Ärzteblatt-Bericht würden die Nebenwirkungen beim Impfstoff überwiegend als leicht bis mittelschwer eingestuft. Anaphylaktische Reaktionen seien in der Studie des Corona-Impfstoffs nicht aufgetreten, ebenso wenig wie Todesfälle unter den Geimpften. (rob) *HEIDELBERG24 und echo24* sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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