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Das ändert sich ab 1. Juli: Versand, Rente, Glücksspiel, Plastikmüll

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Ab Juli kommen einige Veränderungen auf Deutschland zu. Unter anderem gibt es neue Regeln beim Versand, für die Rente und im Glücksspiel:

Wie in jedem Monat gibt es auch im Juli teilweise weitreichende Veränderungen, die manche als positive und manche als negativ empfinden. HEIDELBERG24* gibt einen Ausblick auf die wichtigsten Veränderungen im Juli 2021. Besonders Schüler, Rentner und die Umwelt werden sich über die Neuigkeiten freuen:

Neuheiten ab 1. Juli – Das verändert sich für Rentner

Die Rente in Ostdeutschland wird ab dem 1. Juli um 0,72 Prozent ansteigen. Grund ist die Coronavirus*-Pandemie, die negative Auswirkungen auf die Lohnentwicklung hat. Senioren aus Westdeutschland gehen bei dieser Erhöhung leer aus, für sie ändert sich nichts. Nach den vom Statistischen Bundesamt gemeldeten Bruttolöhnen und -gehältern des Vorjahres müssten die Rentenwerte eigentlich sogar sinken. In Westdeutschland sorgt aber die sogenannte Rentengarantie dafür, dass die Renten nicht gekürzt werden. Die Erhöhung des Ost-Rentenwerts entspricht der gesetzlich vorgesehenen Ost-West-Angleichung. Der für die neuen Bundesländer maßgebliche aktuelle Rentenwert steigt damit auf 33,47 Euro. Für die westdeutschen Bundesländer beträgt der Rentenwert dann weiterhin 34,19 Euro.

Neuheiten ab Juli – Weniger Plastik, mehr Umweltschutz

Ab dem 3. Juli sind viele Produkte aus Einwegplastik in Deutschland verboten. Es sind vor allem Artikel betroffen, für die es Alternativen gibt, beispielsweise Trinkhalme, Rührstäbchen, Luftballonstäbe oder Einweggeschirr. Ebenso werden Einwegbehälter aus Styropor und einige Trinkbecher nicht produziert und geliefert werden. Reste dürfen aber noch verkauft werden.

Veränderungen ab Juli in Deutschland – Einheitliche Regelung für das Glücksspiel

Ab Anfang Juli sind Online-Poker und Roulette nach bundesweit einheitlichen Regeln erlaubt. Der neue Glücksspielstaatsvertrag tritt dann in Kraft. Dieser soll ein deutschlandweit einheitliches Niveau beim Spieler- und Jugendschutz ermöglichen. So darf beispielsweise für Netz-Glücksspiele nur noch mit einem Spielkonto angetreten werden. Die Spieler müssen sich dafür identifizieren und authentifizieren. Man möchte damit Minderjährige vom Glücksspiel ausschließen und schützen. Wichtig ist auch: Spieler dürfen grundsätzlich nur noch 1.000 Euro im Monat auf ihr Spielkonto einzahlen und diesen Betrag nutzen. Gleichzeitig werden Online-Poker-Varianten und virtuelle Automatenspiele privater Anbieter in engem Rahmen legalisiert, wie es die Berliner Senatskanzlei formuliert. Ziel sei es, den Schwarzmarkt einzudämmen.

Veränderungen ab Juli in Deutschland – Fernsehen macht Sommerpause

Wenn der Sommer beginnt, machen nicht nur Schüler Pause. Auch viele Fernsehsender verabschieden sich in die Sommerpause und kehren erst im Herbst mit neuen Inhalten wieder zurück – so auch in diesem Juli. Bei der ARD sind neben dem Dauerbrenner „Tatort“ auch die Talk-Klassiker „Anne Will“, „Hart aber fair“ und „Maischberger“ schon jetzt für mehrere Wochen in den Ferien. „Maybrit Illner“ im ZDF folgt Mitte Juli und „Markus Lanz“ Anfang August. Sportfans können ab dem 23. Juli mit dem TV-Großereignis Olympia überbrücken.

Veränderungen ab Juli in Deutschland – Vodafone und Telekom schalten Funknetze ab

Ab dem 30. Juni schalten die Deutsche Telekom und Vodafone ihre Funknetze der dritten Generation (3G oder UMTS) ab. Kunden, die ein sehr altes Smartphone oder einen Vertrag haben, der nicht den neueren 4G/LTE-Standard besitzt, sind von dieser Maßnahme betroffen. Es sind aber nur wenige Verbraucher: Bei Vodafone machte 3G zum Jahreswechsel 2,5 Prozent des mobilen Datenverkehrs aus. Der Mobilfunkanbieter O2 will Ende des Jahres sein 3G-Netz abschalten. Telefongespräche oder klassische SMS-Nachrichten sind weiter möglich, weil der auf Telefonie ausgerichtete Mobilfunk-Standard der zweiten Generation (2G/Edge)
bestehen bleibt.

Veränderungen ab Juli in Deutschland – Neue Regeln beim Hausbau

Wer ein Haus baut oder saniert und dafür Fördermittel des Bundes will, muss vom 1. Juli an neue Regeln beachten. Dann greift die neue „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG), die mehrere Programme der Bank KfW und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ablöst. Die Förderung soll damit attraktiver werden. Außerdem muss nur noch ein einziger Antrag gestellt werden.

Neu ab Juli in Deutschland – Versand aus USA und China wird teurer

Wer in Nicht-EU-Ländern wie den USA, China oder auch der Schweiz kleinere Waren bestellt, muss vom 1. Juli an mit höheren Kosten rechnen. Dann wird die Einfuhrumsatzsteuer auch für Artikel entrichtet, für die bisher eine Freigrenze von 22 Euro galt. Für viele Produkte gilt in Deutschland wie bei der Mehrwertsteuer ein Satz von 19 Prozent. Für Bücher sind sieben Prozent fällig. Für den eigentlichen Zoll, der zusätzlich erhoben wird, gilt weiter eine Freigrenze von 150 Euro.

Veränderungen ab Juli in Deutschland – Auch die letzten Schüler machen Ferien

Nach und nach bekommen jetzt alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland große Ferien. Als letztes Bundesland startet Bayern am 30. Juli. Bis zum 1. August sind dann für ein Wochenende alle Schüler in Deutschland in den großen Ferien. Übrigens: Nicht nur für Schüler, auch für Arbeiter ändert sich ab Juli etwas: Die Home-Office-Pflicht enfällt. (jol/dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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