Bundesweite Warnung

Käse-Rückruf: Warnung vor Verzehr – vor allem Schwangere gefährdet

Käse-Rückruf bei Aldi, LIDL und Co.: Gleich in drei beliebten Brie-Sorten sind Bakterien gefunden worden. Der Verzehr könnte besonders für Schwangere gefährlich werden. 

Die Lactalis Deutschland GmbH ruft Käse zurück, der bei Aldi*, LIDL und anderen Geschäften verkauft wird. Kunden werden von Kauf und Verzehr der Brie-Spitzen gewarnt, weil bei Routinekontrollen gefährliche Bakterien gefunden wurden. Es drohen Entzündungen, Infektionen des Magen-Darm-Traktes und im schlimmsten Fall sogar Fehl- oder Totgeburten. HEIDELBERG24* berichtet, welche Käse-Sorten genau von dem Produkt-Rückruf* betroffen sind.

Käse-Rückruf: Brie von Aldi und Co. auf keinen Fall essen – es drohen schlimme Konsequenzen

Von dem Käse-Rückruf betroffen sind laut dem Portal produktwarnungen.eu die Produkte Original Französischer Brie „Roi de Trèfle“, Le Brie „Chêne d’argent“ sowie Französischer Brie „Jeden Tag“. Die Brie-Spitzen werden seit dem 6. November in Teilen des Verkaufsgebietes bei LIDL, Aldi Süd, Aldi Nord sowie der ZHG (u. a. Real, Globus, Metro, Tegut, Bünting, Bela) verkauft. Der Verkauf wurde nach dem Rückruf umgehend gestoppt. Bei Routinekontrollen ist das Bakterium Listeria monocytogenes in einigen Proben nachgewiesen worden. Erst vor kurzem muss ein anderes Käseprodukt bei Aldi aus dem Sortiment genommen werden.* Auch hier droht Verletzungsgefahr.

Listeria monocytogenes wird meist über verunreinigte Lebensmittel, zum Beispiel Milchprodukte, unbehandeltes Obst und Gemüse sowie rohes Fleisch aufgenommen. Die meisten Infektionen laufen ohne Symptome ab. Diese können in leichten Fällen Übelkeit, Durchfall und Erbrechen sein. Bei Menschen mit Infektionsschwäche und Schwangeren kann es aber schlimmer ausgehen. Es drohen Entzündungen des Gehirns oder der Hirnhäute, Schwellungen von Milz und Leber sowie eine Blutvergiftung. Schwangere könnten durch den Verzehr des Bakteriums sogar eine Fehl- oder Totgeburt erleiden. Auch Merkur.de* berichtet über den Produkt-Rückruf.

Käse-Rückruf: Diese Produkte sind betroffen Folgende Produkte wurden in mehreren Geschäften verkauft – sofort zurückgeben

Wer in letzter Zeit Brie im Supermarkt gekauft hat, sollte dringend einen Blick in den Kühlschrank werden. Das betroffene Produkt sollte auf keinen Fall gegessen und kann auch ohne Kassenzettel in der entsprechenden Filiale zurückgegeben werden. Betroffen von dem Rückruf sind diese drei Käsesorten:

  •  Original französischer Brie „Roi de Trèfle“, 200 Gramm
  • Le Brie „Chêne d’argent“, 200 Gramm
  • Französischer Brie „jeden Tag“, 200 Gramm

Nicht alle Produkte der drei Sorten sind von dem Rückruf betroffen. Es handelt sich nur um Käse-Varianten mit folgenden Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargennummern: 11.12.2020 (304 AD), 12.12.2020 (304 BD), 12.12.2020 (305 AD) sowie 15.12.2020 (305 DD). Die infizierten Produkte können in folgenden Geschäften gekauft worden sein:

Käse-Rückruf: In diesen Filialen wurde der betroffene Brie verkauft

  • LIDL (Deutschland und Österreich)
  • Aldi Süd
  • Aldi Nord
  • Real
  • Globus
  • Metro
  • Tegut
  • Büntling
  • Bela

Produkt-Rückruf: So erfahren Kunden von Aldi und Co. von aktuellen Warnungen

Oft informieren auch die Supermärkte wie Kaufland, Aldi oder Lidl über Soziale Medien oder ihre Internetseiten über Rückrufe von fehlerhaften Produkten, die bei ihnen verkauft wurden. In besonders schweren Fällen verbreitet auch die Katastrophen-Warnapp KATWARN einen Produkt-Rückruf mittels einer Push-Nachricht direkt auf das Handy. Eine weitere Möglichkeit für Kunden, sich über die aktuellen Rückrufe zu informieren, sind Internetportale, die sich auf diese Meldungen spezialisiert haben. Dazu gehört zum Beispiel www.produktrueckrufe.de oder www.lebensmittelwarnung.de. Doch Achtung: Auf diesen Seiten findet sich nicht immer ein vollständiger Überblick über alle Produkt-Rückrufe, die für Kunden in Deutschland gerade aktuell sind.

Produktinformationen über zurückgerufene Lebensmittel oder andere Waren erhalten Kunden auch bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Auf der Internetseite der Bundesanstalt finden Kunden neben aktuellen Produkt-Rückrufen auch zum Beispiel auch eine Datenbank für „Gefährliche Produkte in Deutschland“ sowie Entscheidungshilfen für den Kauf von Produkten. (dh) *HEIDELBERG24, merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/Lactalis Deutschland GmbH

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