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Am 8. Dezember klingeln alle Handys in Deutschland gleichzeitig – Das ist der Grund

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Von: Diana Rissmann, Kilian Bäuml

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Am 8. Dezember sollen alle Handys in Deutschland auf einmal klingeln. Das hat einen wichtigen Grund. Hier finden Sie alle Informationen im Überblick.

Im Dezember ist Großes geplant. Alle in Deutschland registrierten Handys sollen auf einmal eine Benachrichtigung erhalten. Dahinter steckt ein Test - Festgestellt werden soll, wie gut die deutsche Bevölkerung im Notfall erreichbar ist, berichtet hna.de.

Alle Handys in Deutschland sollen klingeln – Am 8. Dezember ist Warntag

Erreichbar sollte möglichst jeder Bürger für den Fall einer Warnung sein. Damit das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Bevölkerung bestmöglich erreicht, werden dafür dieses Jahr gleich mehrere Wege der Kommunikation ausprobiert - auch das Handy kommt zum Einsatz.

Das ganze nennt sich Warntag und fand in einer ähnlichen Form schon einmal statt. Am 10. September 2020 wurde das erste Mal seit der deutschen Wiedervereinigung versucht, möglichst die ganze Bevölkerung mithilfe von Sirenen zu erreichen, allerdings mit mäßigem Erfolg. Vielerorts war nur ein leises Surren oder gar keine Sirenen zu hören. „Wir müssen uns für die Zukunft besser für Krisenlagen wie Wetterextreme, Waldbrände oder Hochwasser wappnen“, sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Für die Probewarnung am 8. Dezember werden nicht nur Handys verwendet

Zwei Jahre später setzt man auf Technologie und versucht sich den neuen täglichen Begleiter der Menschen zunutze zu machen - das Handy. Ermöglicht werden soll das beispielsweise durch Social Media oder die Warn-App NINA, die das Smartphone benachrichtigen, berichtet das BKK. Für die Probewarnung werden allerdings nicht nur Handys verwendet, auch andere Medien wie Fernsehen und Radio sollen genutzt werden.

Zum Einsatz kommt dann auch eine neue Technik: Cell Broadcast. Aktuell arbeitet das BKK gemeinsam mit den Mobilfunknetzbetreibern unter Hochdruck an der Einführung dieses neuen Warnkanals. Für ihn soll der 08. Dezember ein erster Testlauf sein. Künftig will das BKK ganz auf diese Technik setzen. Mit Cell Broadcast können Nachrichten an alle Nutzer einer Funkzelle gesendet werden. „Mit dem bundesweiten Warntag 2022 wird auch eine intensive Testphase für Cell Broadcast eingeleitet“, sagt BKK-Präsident Ralph Tiesler

Am 8. Dezember sei auch mit Sirenen und Lautsprecherdurchsagen zu rechnen

Doch nicht nur die Handys könnten am Warntag klingeln. Landkreise und Kommunen können außerdem entscheiden, ob sie zusätzlich noch die Sirenen oder andere Lautsprecherdurchsagen als Warnmittel anwenden. Auf denselben Wegen, die für die Probe-Warnung genutzt werden, soll auch eine Entwarnung kurze Zeit später erfolgen.

Zukünftig soll jedes Jahr ein Warntag stattfinden, um die Akzeptanz und das Wissen der Bevölkerung in Notlagen zu verbessern. Dadurch soll sich die Selbstschutzfähigkeit im Katastrophenfall, wie beispielsweise bei Hochwasser, erhöhen. Stattfinden soll er jedes Jahr am zweiten Sonntag im September.

Auf Bundesebene ist das BKK zuständig für die Vorbereitung des Warntages

Zuständig für die Vorbereitung des Warntages soll auf Bundesebene das BKK sein, das auf Länderebene mit den Innenministerien und Kommunen zusammenarbeitet, die für den Katastrophenschutz zuständig sind. Zukünftig könnten Kommunikationsmittel wie die Warn-App NINA auch zur Informationsübertragung des Gesundheitsministeriums genutzt werden, beispielsweise im Corona-Pandemie-Geschehen. (Kilian Bäuml)

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