Dreiste Betrugsmasche

Kaufland-Mitarbeiter verraten: Mit diesen Tricks machen Pfandbetrüger Mega-Geschäft!

Kaufland: In großen Supermärkten und Discountern kommt es immer wieder zu Fällen von dreistem Pfand-Betrug. Die dreisten Täter wenden diese raffinierten Tricks an – und machen fette Beute!

  • Pfand-Betrug bei Kaufland*, Aldi und Co.: Immer mehr Supermärkte haben es mit dreisten Verbrechern zu tun.
  • Die Pfand-Betrüger ergaunern sich hohe Geld-Beträge mit dreisten Maschen.
  • Das sind die raffinierten Tricks der Täter – und das tun Supermarkt und Discounter dagegen:

Die Mitarbeiter von großen Supermärkten wie Kaufland, Aldi oder Lidl müssen sich bei ihrer täglichen Arbeit immer darauf gefasst machen, dass Betrüger sich beim Einkaufen einen Vorteil verschaffen wollen. Eine besonders dreiste Masche, die den meisten Supermarkt-Angestellten bereits bestens bekannt ist, ist der Pfand-Betrug. Wie HEIDELBERG24* berichtet, werden die Methoden, die die Betrüger benutzen, um an ihr wertvolles Diebesgut zu gelangen, immer raffinierter. Aus 25 Cent pro Flasche oder Dose können die Täter schnell mal tausende von Euro machen. Die Maschen der Pfand-Betrüger – und die Maßnahmen, die Supermärkte und Discounter dagegen ergreifen:

Pfand-Betrüger im Supermarkt: Dreiste Täter machen richtig fette Beute

Der Flaschenpfand wurde 2002 eingeführt, um den Konsum von Einwegflaschen in Deutschland zu verringern. Schnell wurden Betrüger darauf aufmerksam, dass sich aus dem Pfand-System Kapital schlagen lässt. Im Jahr 2016 verurteilte das Kölner Landgericht einen Mann wegen gewerbsmäßigen Betrugs zu einer Haftstrafe von 10 Monaten auf Bewährung. Der Betrüger hatte es geschafft, sich an einem Pfandautomaten mit einer einzelnen Flasche mehr als 44.000 Euro zu ergaunern.

Offenbar hatte der Pfand-Betrüger in Köln den Automaten so so manipuliert, dass er die Pfandflasche immer wieder einstecken konnte – und das tat er fast 180.000 Mal. Der Richter nannte diese Tat „logistisch eine Meisterleistung“. Eine noch simplere Masche ist bei den Pfand-Betrügern besonders beliebt. Dafür brauchen die Täter nur eine Angelschnur. Auch Supermärkte greifen gegenüber ihrer Kunden übrigens – ganz legal – zu kleinen Tricks. Einer dieser Tricks könnte aufgrund der Mehrwertsteuer-Senkung bei Kaufland und Co. jedoch bald wegfallen – und große Preis-Vorteile für die Supermarkt-Kunden bringen*.

Pfand-Betrüger: So dreist sind ihre Maschen – Supermarkt-Mitarbeiter packen aus

Mitarbeiter von Aldi und Lidl haben chip.de bereits 2017 erzählt, wie dreist Pfand-Betrüger im Supermarkt vorgehen: Die Täter binden eine Schnur an die Pfandflasche und stecken sie dann erst in den Automaten. Wenn die Maschine die Flasche einzieht – und eigentlich vernichten würde – ziehen die Betrüger sie wieder heraus und stecken sie erneut in den Pfand-Automaten. So ergaunern sie sich viel Geld. Erwischt werden die Pfand-Betrüger in den seltensten Fällen. „Viele ergreifen die Flucht“, erzählte eine Kassierin gegenüber chip.de.

Pfand-Betrüger ergaunern sich hohe Beträge aus Supermärkten (Symbolfoto)

Eine weitere Betrugsmasche sind manipulierte Pfand-Aufkleber, auf denen sich das bekannte Logo befindet. Diese kleben die Betrüger auf Flaschen, für die es eigentlich kein Pfand geben würde. Es gab sogar schon Fälle, in denen die Täter die Pfand-Etiketten einfach auf Klopapier-Rollen klebten und diese dann in den Automaten steckten. Ein Blick hinter die Kulissen von Supermärkten lohnt sich übrigens auch beim Thema Backwaren. HEIDELBERG24 klärt auf, was mit Brot und Brötchen passiert, die nach Ladenschluss übrig bleiben*, welche Supermarktkette das meiste Gehalt zahlt* und warum auf Kassenzetteln von Aldi das Restgeld nicht aufgeführt ist*. Übrigens: Kaufland hat den Online-Shop der Warenhauskette Real übernommen* und will damit sein Online-Geschäft verbessern.

Pfand-Betrug bei Kaufland und Co.: So schützen sich die Supermärkte und Discounter

Weil solche Pfand-Betrüger in den vergangenen Jahren immer wieder fette Beute bei Supermärkten wie Kaufhof, Lidl oder Aldi machen konnten, haben die Discounter und Märkte in Deutschland mittlerweile mit Abwehrmechanismen reagiert. Wegen des Angel-Tricks besitzen die meisten Pfandautomaten mittlerweile einen Alarm, der ausschlägt, wenn eine Flasche wieder herausgezogen wird. Öko-Test hat zuletzt verschiedene Mineralwasser getestet und giftige Verunreinigungen gefunden. Diese Marken sind betroffen.

Auch auf die Masche mit den gefälschten Etiketten haben Supermärkte und Discounter mittlerweile reagiert. Die Automaten scannen nun neben dem offiziellen Pfand-Logo auch den Barcode der Flasche. Doch die Pfand-Betrüger lassen sich immer wieder etwas neues einfallen – und greifen mittlerweile sogar zu Flaschen aus dem Ausland. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Lukas Schulze/dpa

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