Gleiches Produkt – unterschiedlicher Preis

Kaufland und Aldi: Geheime Preis-Masche – so leicht tappen Kunden in die Falle

Eine Gemüsetheke im Supermarkt (Symbolfoto)
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Experten warnen vor Preis-Tricks beim Obst und Gemüse (Symbolfoto)

Aldi, Kaufland und Co.: Im Supermarkt fallen Kunden immer wieder auf diese Preis-Masche herein. Verbraucher-Experten enttarnen nun vor diesen geheimen Trick: 

In Discounter und Supermarkt wird bei den Preisen oft getrickst. Besonders beim Obst und Gemüse wird die Preis-Masche bei Aldi*, Kaufland* und Co. oft angewendet. Jetzt sprechen Experten eine Warnung an Kunden aus: Wer genau hinschaut, sieht, dass man für ein und dasselbe Produkt oft unterschiedlich viel zahlen muss. HEIDELBERG24* berichtet, auf welchen Preis-Trick man beim Einkaufen achten sollte – und wie man nicht darauf hereinfällt:

Aldi, Kaufland und Co.: Preis-Trick im Supermarkt – gleiche Produkte mit unterschiedlichen Preisen?

Das Verbrauchermagazin „Markt“ vom NDR kritisiert die Tricks bei den Obst- und Gemüsepreisen in Supermarkt und Discounter. So unterscheiden sich die Preise von verpackten oder unverpackten Produkten oft stark. Besonders beliebt sei die Masche, bei der Kunden oft draufzahlen müssen, bei Äpfeln. Supermärkte und Discounter wie Aldi oder Kaufland bieten womöglich genau dieselbe Apfelsorte zu unterschiedlichen Preisen an – je nachdem ob das Obst verpackt oder unverpackt ist. Dabei handelt es sich um einen beliebten Trick von Supermärkten, bei dem die Preise für Kunden absolut nicht nachvollziehbar sind.

Nicht nur Supermarkt und Discounter wenden Tricks an, auch einzelne Hersteller tricksen mit verstecken Preiserhöhungen, die die Kunden oft erst bemerken, wenn es zu spät ist. Dazu kührt die Verbraucherzentrale Hamburg jährlich die „Mogelpackung des Jahres“ – der Gewinner war in diesem Jahr eine beliebte Nudel-Marke*. Bei Aldi machte erst kürzlich eine wütende Kundin ihrem Ärger Luft, indem sie ein Beweis-Foto einer wahren Mogelpackung* im Internet veröffentlichte.

Aldi, Kaufland und Co.: Experten warnen vor Preis-Trick – Vorsicht bei Obst und Gemüse

Im Bericht nennt das Verbrauchermagazin noch ein weiteres Beispiel: Demnach seien vier abgepackte Kiwis auf den ersten Blick günstiger, als die losen Kiwis der selben Sorte. Herkunft und Handelsklasse würden sich dabei nicht unterscheiden – jedoch fiele auf den zweiten Blick auf, dass das verpackte Obst kleiner sei, als das lose.

Laut Experten könne es außerdem vorkommen, dass die selbe Obst- oder Gemüsesorte einmal unverpackt zum Stückpreis oder verpackt zum Kilopreis angeboten würden. Auf den ersten Blick sehen Kunden im Supermarkt oder Discounter nicht, welches Angebot für sie günstiger wäre. Ein besonders dreister Preis-Trick: „Markt“ hat bei einer Stichprobe Gemüse gefunden, das von ein und demselben Lieferanten stammte und nur unterschiedlich verpackt war. Die Preise unterschieden sich jedoch trotzdem.

Aldi, Kaufland und Co.: Verbraucherzentrale testet Preis-Unterschiede – unverpackt oft teurer

Im Jahr 2019 hat die Verbraucherzentrale in Hamburg stichprobenartig das Angebot von Obst- und Gemüse-Sorten in 42 Filialen der wichtigsten Lebensmittelhändler getestet. Die Verbraucherschützer kamen zu dem Ergebnis, dass Discounter ihr Obst und Gemüse häufiger in Plastikverpackungen verkaufen als Supermärkte. Unverpacktes Obst und Gemüse sei häufig viel teurer. Bei mehr als der Hälfte der vorgenommenen Preisvergleiche war der Preis für das unverpackte Produkt höher. Nur bei rund eine Drittel konnten Kunden durch den Verzicht auf Plastikverpackungen Geld sparen.

Aldi, Kaufland und Co.: Wie können sich Kunden beim Einkaufen vor dem Preis-Trick schützen?

Wie finden Kunden von Aldi, Lidl, Kaufland und Co. heraus, welches Produkt günstiger ist? Laut NDR bliebe beim Einkauf nichts anderes übrig, als die Ware abzuwiegen – und dann zu rechnen. Dies wird vom Verbraucherschutz scharf kritisiert, denn oft hätten Kunden bei ihrem Einkauf gar nicht die Zeit, jedes einzelne Produkt abzuwiegen und dann die Unterschiede im Preis auszurechnen. Dem Kunden würde der Preisvergleich so erschwert. Wer also beim Kauf von Obst und Gemüse den günstigsten Preis zahlen möchte, der sollte etwas mehr Zeit in seinen Einkauf investieren. Sonst kann es passieren, dass man für das selbe Produkt tatsächlich tiefer in die Tasche greifen muss. (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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