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Experte warnt: Diese unsichtbaren Krankmacher stecken in Schnee

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Von: Pauline Wyderka

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Jeder hat als Kind wahrscheinlich schon einmal Schnee probiert. Was für unsichtbare Krankmacher allerdings in dem eisigen Snack stecken, erklärt ein Experte:

Endlich schneit es auch in Baden-Württemberg und die Freude ist groß! Vor allem Kinder können vor Flocken frohlocken, denn endlich kann man wieder Schneemänner bauen und im winterlichen Weiß toben. Doch auch eine andere Beschäftigung unterhält die Kleinen gerne, wenn die wässrige Watte einmal gefallen ist: Denn das pudrige Zeug kann für Kinderaugen schon lecker aussehen. Allzu gerne essen die Kurzen mal eine Hand voll. Allerdings ist von dem eiskalten Snack eher abzuraten – aus ganz verschiedenen Gründen.

Experte warnt: „Regenwasser und Schnee sind keine Nahrungsmittel“

Sag nee zum Schnee. Das ist keine Antidrogenkampagne, sondern entspricht einer Expertenmeinung zu dem erfrischenden Natursnack. Und die beschränkt sich nicht nur auf die offensichtlich verfärbten Stellen im kalten Weiß. Tatsächlich lauern in dem eisigen Snack noch ganz andere Gefahren, die krank machen können. Selbst da, wo der Schnee sauber und frisch erscheint.

Gesundheitsexperte Carsten Sellmer von der Versicherung IDEAL warnt, dass die Flocken schon beim leise Rieseln viele Schadstoffe wie Feinstaub, Verbrennungsprodukte und sogar Mikroplastik aufnehmen. Gerade in Großstädten steigt die Belastung des Niederschlags stark an. Auch Wolfgang Straff vom Umweltbundesamt wird von hna.de folgendermaßen zitiert: „Regenwasser und Schnee sind keine Nahrungsmittel und nicht keimfrei.“

Wie destilliertes Wasser trinken – darum sollten Kinder keinen Schnee essen

Und das ist nur auf dem Weg vom Himmel zur Erde. Liegt der Schnee einmal, dann sammeln sich schnell Stoffe, die ebenfalls nicht unbedingt mit bloßem Auge erkennbar sind. Das reiche laut Sellmer von Abgaspartikelchen bis hin zu Streusalz, die für Erbrechen und Durchfall sorgen können.

Auch tierische Ausscheidungen können im weißen Puder versteckt sein. Rollsplit sei zudem für Kleinkinder eine Gefahr, da er verschluckt werden könne. Das Sahne- beziehungsweise Schneehäubchen auf der Torte: Schnee enthält keine Mineralien und Elektrolyte und diese dem Körper bei übermäßigem Verzehr sogar entziehen, wie wenn man destilliertes Wasser trinkt.

Experte warnt – die meisten Kinder essen auch mal Schnee

Natürlich werden die meisten Kinder irgendwann einmal Schnee probieren. Dafür ist das frische Puder wahrscheinlich einfach zu verlockend. Und eine Hand voll sauberes Weiß, das fernab von Straßen und Hundewiesen getestet wird, macht auch nicht gleich krank. Schnee sollte für die Kleinen jedoch kein regelmäßiger Snack werden. Während Experten beim Verzehr vor zu viel Schnee warnen, können Skigebiete wie der Feldberg nur darüber klagen, dass noch zu wenig da ist. (paw)

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