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Lachs bei Stiftung Warentest: Experten finden Ekel-Parasiten in 7 Produkten

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Stiftung Warentest hat mehrere Lachsfilets miteinander verglichen. Was den Experten aufgefallen ist und welche Marken durchgefallen sind:  

Lachs landet in vielen Haushalten auf dem Tisch, immerhin schmeckt der Fisch nicht nur lecker, sondern beinhaltet auch wichtige Nährstoffe. So liefert Lachs jede Menge Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Jod und Vitamin D. Es gibt zudem zahlreiche Gerichte, die man mit Lachs zubereiten kann und so ist wohl für jeden Geschmack etwas dabei. Doch welches Lachsfilet ist das beste? Der Fisch aus der Zucht oder das freilebende Exemplar? Bio oder vom Discounter? Aus dem Kühlregal oder Gefrierfach? Diese Fragen hat sich auch Stiftung Warentest* gestellt und deshalb mehrere Lachs-Marken miteinander verglichen.

Wie HEIDELBERG24* berichtet, haben die Experten insgesamt 25 gekühlte und tiefgekühlte Produkte unter die Lupe genommen. Das positive Ergebnis vorweg: Die meisten Lachse bestehen den Härtetest! Dennoch gibt es einige Unterschiede beim Geschmack und Inhalt. Stiftung Warentest vergibt deshalb sogar einem Lachs-Produkt die Note „ausreichend“.

VerbraucherorganisationStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
HauptsitzBerlin

Der Lachs-Test ist in der September-Ausgabe von Stiftung Warentest nachzulesen. Das Verbrauchermagazin Öko-Test* hat jüngst Kräutertees* und Erdnüsse* miteinander verglichen – und ist hier zu teilweise erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

Fisch bei Stiftung Warentest: Im Geschmacks-Vergleich – Zucht- besser als Wildlachs

Die Forscher von Stiftung Warentest haben die 25 Lachs-Produkte auf Geschmack, Schadstoffe, Kennzeichnung, Konsistenz und Mikroorganismen untersucht. Dabei haben die Experten zwischen Zucht- und Wildlachs unterschieden.

Bei der Verkostung fällt den Testern auf: Zuchtlachs schmeckt besser als Wildlachs! Das liegt daran, dass in die freilebenden Fische weniger Fett auf dem Rippen haben, als die gezüchteten Artgenossen. Wildlachse fressen, was in der Natur vorhanden ist und bewegen sich deutlich mehr. Dadurch sind sie weniger „fett“, was wiederum den Geschmack verändert. Der teuerste Wildlachs für mehr als 26 Euro pro Kilo ist der einzige, der geschmacklich fehlerfrei ist.

Bei den Zuchtlachsen sieht es anders aus: Hier vergibt Stiftung Warentest sogar die Bestnote „sehr gut“ an zwei Produkten. Die Preise für diese Fische liegen mit rund 15 Euro pro Kilo im unteren Bereich. Nichtsdestotrotz werden alle frischen und gekühlten Lachsfilets mit „gut“ bewertet.

Lachs bei Stiftung Warentest: Larven in Fischen gefunden

Stiftung Warentest achtet neben dem Geschmack auch auf die Inhaltsstoffe der Fische. Die gute Nachricht: Die Forscher finden keine Rückstände von Antibiotika, Blei, Quecksilber und Kadmium – sowohl beim Zucht- als auch Wildlachs. Allerdings: In allen Proben der Wildlachse werden Fadenwürmerlarven entdeckt. Stiftung Warentest findet zwar teilweise hohe Gehalte, aber eine Gefahr für die Gesundheit bestehe trotzdem nicht – wenn der Lachs tiefgekühlt, gesalzen oder gegart wird.

Lachs bei Stiftung Warentest: Discounter-Fisch überzeugt Experten – die Gewinner und Verlierer

Die drei Gewinner-Lachse bei Stiftung Warentest:

Die drei Verlierer-Lachse bei Stiftung Warentest:

Neben 6 frischen und 12 tiefgekühlten Zucht­lachs­filets – 5 davon mit Biosiegel – haben wir 7 tiefgekühlte Wildlachs­filets untersucht (Preise: 9,95 bis 56 Euro je Kilogramm). Im Test werden unter anderem die Fische von Marken wie Deutsche See und Costa sowie Handels­marken von Aldi, Lidl, Kauf­land und Rewe untersucht. (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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