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Rauchen, Lebensmittel, Fliegen: Das wird teurer in 2023

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Von: Sarah Isele

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Auch im Jahr 2023 wird laut Prognose die Inflation voll zuschlagen. Dadurch steigen im Freizeitbereich bis hin zum Konsum die Preise. Diese Liste zeigt, wo die Preiserhöhungen kommen:

Spätestens nach den letzten Monaten sind steigende Preise in sämtlichen Bereichen keine große Überraschung mehr. Ein Blick auf die Prognose der Inflationsrate in Deutschland zeigt, dass auch das Jahr 2023 teuer wird. In diesem Jahr steht die Inflationsrate immerhin bei 8,8 Prozent. Das sind 0,4 Prozent mehr als noch in diesem Jahr. Da die Inflation zum Jahreswechsel weiterhin andauern wird, hat HEIDELBERG24 eine Liste zusammengestellt, auf welche Preiserhöhungen sich Verbraucher vorbereiten dürfen:

2023 wird teurer: Tabaksteuer und Energie

Was Raucher jetzt schon besonders auf dem Schirm haben müssen, ist, dass die Tabaksteuer bereits am 1. Januar 2023 in Deutschland steigt. Vor allem sind die Tabak-Konzerne von der Steuer betroffen, aber diese geben dies für gewöhnlich an Hand von Preissteigerungen an die Kunden weiter. Daher wird ein Päckchen Zigaretten rund 10 Cent teurer. Über die Jahre hinweg soll der Preis für eine Packung Zigaretten von 2022 bis 2026 stufenweise um 8 Cent pro Jahr erhöht werden. Ob es dann erneut zu Tabak-Lieferengpässen kommt, wie zuletzt im Sommer ist noch offen.

Auch die Energiepreise werden aufgrund von Inflation und dem Krieg in der Ukraine nicht wieder abflachen. Im Gegenteil: Die Preise für Energie werden sogar in 2023 weiter steigen. Wobei es bereits jetzt schon für viele Haushalte schwierig ist, ihre Stromrechnungen zu bezahlen. Aktuell sollen die Verbraucher durch sogenannte Preisbremsen beim Strom entlastet werden. Aber eines ist gewiss: Die Energiepreissteigerungen werden bei den meisten Verbrauchern spätestens 2023 ankommen. Zur Entlastung gibt es die Energiepauschale, wer sie bisher noch nicht bekommen hat, kann sie noch beantragen.

2023 ein teures Jahr: Krankenkassen und Flugpreise

Gesetzliche Krankenkassen können ab Januar 2023 ihre Zusatzbeiträge anheben, was viele Verbraucher bereits zu Beginn des Jahres bei einem Blick auf ihren Lohnzettel überraschen dürfte. Dabei sollen die Zahlungen nun so hoch werden, wie noch nie zuvor. Laut dem „Spargesetz“ von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist ein Anstieg von 0,3 Prozentpunkten geplant. Besonders fies hierbei: Die Krankenkassen müssen ihre Versicherten nicht im Vorfeld über die Preiserhöhungen informieren.

Wer im Jahr 2023 Flugreisen unternehmen möchte, muss im Gegensatz zu den Vorjahren tiefer in die Taschen greifen. Laut ADAC, heben bestimmte Airlines die Flugpreise besonders stark an. Verbraucher können hier bei einer Steigerung bis zu 46 Prozent gegenüber 2022 rechnen. Im Vergleich von den Jahren 2021 zu 2023 verdoppeln sich sogar die Preise mancher Airlines. Besonders teuer werden wohl die Flüge mit Lufthansa und Swiss International Air Lines, während der türkische Billigflieger Pegasus günstiger werden soll.

Teures Jahr 2023: Die Preise für Netflix steigen ebenfalls

Auch der Streamingdienst Netflix soll teurer werden. Dies gilt hauptsächlich für diejenigen, die sich einen Account über verschiedene Haushalte hinweg teilnehmen. Bei Netflix gibt es zwar die Option einen „Familienaccount“ mit bis zu fünf Profilen im Premium-Abo zu besitzen, jedoch müssen dabei alle Personen in einem Haushalt leben.

Bisher haben sich die Wenigstens an diese Regelung gehalten und Netflix hat angekündigt, das Account-Sharing in Mitteleuropa ab Frühjahr 2023 strenger zu kontrollieren. Wer dann weiterhin über mehrere Haushalte hinweg einen Account teilt und dabei erwischt wird, muss sich entweder einen eigenen Account zulegen oder gegen Aufpreis ein „Unter-Konto“ anlegen.

2023 wird teuer: Lebensmittel und Kleidung

Den Verbrauchern wird es in den letzten Monaten bereits aufgefallen sein, dass die Preise im Lebensmittel- und Drogeriehandel gestiegen sind. Auch hier sollen die Preise im Jahr 2023 weiterhin steigen. Liegen soll dies an den steigenden Energiepreisen, der Inflation, dem Ukraine-Krieg und die steigenden Preise für Rohstoffe. Supermarkt-Kunden sollten vor allem weiterhin auf versteckte Preiserhöhungen achten. Etwa, wenn die Preise von Artikeln zwar gleich bleiben, aber der Packungsinhalt schrumpft.

Auch soll es bei großen Bekleidungsketten wie H&M, Zara oder C&A zu Preissteigerungen kommen. Laut dem Nachrichten-Portal „Focus“ ist der gestiegene Preis für Rohstoffe, die der Modehandel zur Herstellung der Kleidungsstücke benötigt, der Hauptgrund für die Preissteigerung. Ebenfalls benötigen die Hersteller das extra Geld, um die höheren Kosten von Strom, Transport und Lagerung bezahlen zu können.

2023 ein teures Jahr: Preise für Bücher und Fahrräder steigen ebenfalls

Bisher sind die Buchpreise, trotz der steigenden Papierpreise noch stabil geblieben. Aber auch dies wird sich zum Jahreswechsel ändern. Zu Weihnachten sind Bücher noch zu ihren bisherigen Preisen erwerbbar, da die Herbsttitel schon längst erschienen sind und die Verlage mit ihnen ins Weihnachtsgeschäft gehen. Jedoch werden im neuen Jahr aufgrund der Papierpreise auch die Bücher teurer werden.

Hersteller von Fahrrädern und E-Bikes müssen ebenfalls ihre Preise anheben, da die unmittelbaren Produktionskosten gestiegen sind. Manche Fahrradteile müssen teurer als bisher eingekauft werden und temporäre Ausfälle kurzfristig kompensiert werden. So sind für das 2023 in Herstellerlisten eine Preissteigerung von bis zu 15 Prozent zu sehen und das für das gleiche Fahrrad-Modell wie 2022. (rah)

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