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Lidl: Kundin macht ungewöhnlichen Fund im Gemüse-Regal – danach folgt Shitstorm im Netz

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Von: Katja Becher

Lidl: Viele Kunden tauschen sich auch im Netz über ihre Einkäufe aus. Eine Änderung beim Discounter-Riesen sorgt jetzt für besonders heftige Diskussionen:

Neckarsulm - Im Dezember 2020 hat die Bundesregierung das Verbot von Einweg-Plastik auf den Weg gebracht. Demnach dürfen ab Sommer 2021 diverse Einweg-Plastikprodukte in Deutschland nicht mehr verkauft werden. Zu den verbotenen Artikeln zählen dann zum Beispiel To-Go-Becher oder Strohhalme aus Plastik. Ein guter Anfang, um negativen Umweltauswirkungen durch Mikroplastik entgegenzuwirken. In Sachen Plastik-Sparen übernehmen auch Supermärkte und Discounter mittlerweile eine Vorbildrolle. So verspricht zum Beispiel auch Lidl, in den kommenden Jahren 20 Prozent weniger Plastik verwenden zu wollen. Doch was mehrere Kunden jetzt in den Filialen entdeckt haben, sieht eher nach dem Gegenteil aus – und sorgt für große Empörung im Netz.

UnternehmenLidl
Gegründet1973
Anzahl der Beschäftigten315.000
SitzNeckarsulm

Lidl: Kunden entdecken Mega-Fail im Gemüseregal – und posten Beschwerde im Netz

In vielen Supermärkten haben Kunden bei Obst und Gemüse die Wahl: Kaufe ich ein in Plastik verpacktes Produkt oder landet doch eher ein loser Artikel in meinem Einkaufswagen? Längst kann man bei Kartoffel, Tomate, Apfel und Co. ordentlich Plastik sparen – auch Lidl. Doch wie HEIDELBERG24* berichtet, scheint der Discounter bei einem Gemüse-Artikel nun Rückschritte in Sachen Plastikverbrauch zu machen. Das ist auch einigen Kunden aufgefallen, die sich in der Facebook-Community fragen: Warum verkauft Lidl jetzt plötzlich in Plastik verpackte Zucchini?

Lidl: Kunden entsetzt über einzel verpackte Zucchini – Beschwerde über Discounter-Angebot

„Echt jetzt? Einzel in FOLIE verpackte Zucchini?? Muss das sein?“, schreibt ein empörter Kunde auf der Facebookseite von Lidl. „Alle wollen Plastikmüll vermeiden und bei euch wird OBST und GEMÜSE einzeln in FOLIE verpackt“, regt sich der Kunde weiter auf – und ist damit nicht alleine. Auch weiteren Lidl-Kunden scheint aufgefallen zu sein, dass zumindest die Zucchini im Gemüseregal neuerdings nicht mehr unverpackt angeboten wird.

Lidl: Kunden beschweren sich über Fund in Gemüseregal (Fotomomtage)
Lidl: Kunden beschweren sich über Fund in Gemüseregal (Fotomomtage) © Jens Kalaene/dpa / Screenshot Facebook

„Ich war gerade im Lidl einkaufen und frage mich jetzt: Wieso zum Teufel verkauft ihr einzelne in Plastik eingepackte Zucchini?“, fragt sich am Samstag auch eine andere Kundin auf der Facebook-Seite von Lidl. Bei anderen Kunden scheint diese neue Verpackung ebenfalls nicht unbedingt gut anzukommen. Ein Facebook-Nutzer hat sogar seine ganz eigene Antwort auf den Plastik-Fail bei Lidl: „Damit die ganze Chemie, mit der die Zucchini behandelt werden, nicht verloren gehen. Durch die Plastikfolie kannst du den Genuss von Spritzmitteln noch zuhause genießen“, schreibt er. Dass DAS der Hintergrund der Zucchini-Verpackung bei Lidl ist, bleibt allerdings sehr fraglich. Auch ruhr24.de berichtet über den Shitstorm gegen den Fund im Sortiment von Lidl.*

Lidl: Plastik-Fail im Gemüseregal – Discounter schweigt zu Kunden-Vorwürfen auf Facebook

Nach der Entdeckung im Gemüseregal hoffen die Kunden auf eine Antwort auf ihre Beschwerde. „Kommt mir nicht mit der Corona-Entschuldigung“, schreibt einer der Verbraucher in seinen Post. „Denn dann müsstet ihr auch Bananen, Weintrauben, Kiwis einzeln verpacken.“ Auf eine Antwort vom Discounter warten die wütenden Kunden allerdings seit dem Wochenende vergeblich. Dabei stehen viele Einzelhandelsketten wie Aldi oder auch die Drogerie dm ihren Kunden bei Beschwerden im Netz oft sehr schnell zur Seite. So entschuldigte sich dm erst kürzlich bei einer Kundin, die einen absoluten Fail mit einer FFP2-Maske aus dem Online-Shop* aufdeckte. Und auch Kaufland reagiert vor Kurzem im Netz auf den Vorwurf, eine absolute Mogelpackung anzubieten.*

Auf der Internetseite von Lidl kann man nachlesen, dass sich der Discounter in Sachen Plastikmüll-Vermeidung große Ziele gesetzt hat. „Als Lebensmittelhändler sind wir uns unserer Verantwortung bewusst“, ist dort zu lesen. „Aus diesem Grund haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2025 100% der Eigenmarkenverpackungen maximal recyclingfähig zu machen und 20% weniger Plastik zu verwenden.“ Die Erklärung, warum das Versprechen zumindest im Obst- und Gemüseregal nicht so ganz eingehalten wird, bleibt Lidl seinen Kunden aber weiter schuldig. (kab) *HEIDELBERG24 und ruhr24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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