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Lidl: Kunden über dieses Angebot empört – „Eine Frechheit“

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Von: Katja Becher

Lidl: Vor allem Discounter-Angebote für Kinder sind bei den Kunden heiß begehrt. Doch nach der neuesten Aktion für die Kleinsten gehen Eltern im Netz nun gegen Lidl auf die Barrikaden:

Nach einem kurzen aber schönen Frühlings-Comeback kehrt das Winter-Wetter zurück nach Deutschland.* Angesichts der bevorstehenden Regen-Tage hat sich Lidl daher ein spezielles Angebot für die Kleinsten ausgedacht. Unter dem Werbe-Motto „Mehr Spaß im Regen“ hat der Discounter aus Neckarsulm (Baden-Württemberg)* seit dem 22. Februar im Online-Shop und in den Filialen verschiedene wasser- und wetterfeste Kleidungsstücke für Kinder im Angebot. Darauf wurden etliche Eltern aufmerksam: Zu gerne wollten sie sich die Kleidungsstücke für ihren Nachwuchs sichern – und waren am Ende extrem frustriert. Das berichtet HEIDELBERG24*.

UnternehmenLidl
Gründung1973
HauptsitzNeckarsulm
Beschäftigte315.000

Lidl: Eltern genervt von Angebot – Ärger über Discounter-Aktion für Kinder

Im Rahmen der Regen-Aktion für Kinder wirbt Lidl aktuell unter anderem mit einem „Matsch- und Buddeloverall“ oder einer „Matsch-Hose“. Eltern mit Nachwuchs, der sich bei Regenwetter gerne dreckig macht, wissen, dass solch eine Outdoor-Bekleidung Gold wert ist. Entsprechend groß war die Nachfrage nach der Kinder-Aktion von Lidl. Doch jetzt häufen sich auf der Facebook-Seite des Discounters plötzlich wütende Kommentare von genervten Kunden. Der Grund: In vielen Filialen von Lidl waren die begehrten Artikel nicht wirklich großzügig auf Lager – und extrem schnell ausverkauft, wie auch Merkur.de* berichtet.

Lidl: Angebot für Kinder geht nach hinten los – „Muss man seine Seele verkaufen?“

„Muss man seine Seele und eine Niere verkaufen, um an die Matschhosen aus der Werbung zu kommen?“, fragt sich eine Kundin auf der Facebook-Seite von Lidl – und spricht damit offenbar vielen Eltern aus der Seele. Immer mehr Kunden schildern ihre negativen Erfahrungen mit dem Angebot für Kinder beim Discounter. „Ich finde es eine Frechtheit, das für Matsch Sachen geworben wird und man einfach nichts vorfindet in den Filialen.“ Einige Kunden merken außerdem an, dass die Aktionsware im Online-Shop von Lidl, die man dort vorbestellen konnte, ebenfalls längst ausverkauft sei. Zuletzt kam es schon einmal zu einer Beschwerde-Welle gegen Lidl – weil der Discounter in einem vermeintlich veganen Artikel aus dem Sortiment tierische Produkte verarbeitet* hatte.

Zwei der Eltern-Beschwerden auf der Facebookseite von Lidl
Zwei der Eltern-Beschwerden auf der Facebookseite von Lidl © Jens Kalaene/dpa

Lidl: Eltern fluten Netz mit Beschwerden – Discounter entschuldigt sich nach Kinder-Angebot

Während sich immer mehr Eltern auf Facebook darüber aufregen, dass die Artikel aus der Lidl-Aktion für Kinder so schnell ausverkauft waren, suchen andere nach einer Erklärung. „Mir hat eine Verkäuferin von Lidl gesagt, dass sie ganz ganz wenig von den Regensachen bekommen haben, weil wohl vermieden werden soll, dass ein Ansturm in den Filialen ist. Der Grund soll wohl die Corona-Pandemie sein“, schildert eine Lidl-Kundin in den Kommentaren auf Facebook. Das halten die wütenden Eltern allerdings nicht für plausibel. Schließlich muss man die Filiale ohnehin erst betreten, um herauszufinden, ob das Angebot noch verfügbar ist.

Schließlich schaltet sich auch Lidl selbst in die Diskussion ein – und versucht die genervten Eltern zu besänftigen. „Es tut uns wahnsinnig Leid, dass du die Angebote nicht erwerben konntest“, entschuldigt sich der Discounter beispielsweise bei einer verärgerten Kundin – und verspricht: „Natürlich ist es unser Ziel, allen unseren Kunden jederzeit die beworbenen Aktionswaren anbieten zu können.“

Lidl: Akkuschrauber-Angebot löst neue Wut-Welle aus – „Saftladen!“

Auch mit einem Akkuschrauber, der bei Lidl am Donnerstag (26. Februar) im Angebot beworben wurde, zog der Discounter nur kurze Zeit später den Ärger der Kunden auf sich. „Wenn man 10-30 Minuten nach Ladenöffnung ankommt und alles schon ausverkauft ist, dann ist das echt ein Unding“, ärgert sich beispielsweise Kundin Nicole auf Facebook. „Wenigstens Ware für 2 bis 3 Stunden sollte schon vorrätig sein. Wieder umsonst hingefahren“, schreibt sie weiter. Ein anderer Kunde ist über die Tatsache, dass er ebenfalls keinen Akkuschrauber mehr erhalten hat, so wütend, dass er Lidl im Netz sogar als „Saftladen“ bezeichnet.

Dass Angebote schnell ausverkauft sind, ist allerdings nicht nur bei Lidl der Fall. Auch bei Aldi zeigt sich dieses Problem für Kunden häufiger. Zuletzt sorgte ein Angebot von „Aldi liefert“, das extrem schnell vergriffen war,* sogar für einen regelrechten Shitstorm im Netz. *HEIDELBERG24 und merkur.de Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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