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Ausweiskontrolle beim Speiseöl: Lidl-Filiale verkauft Produkt nur für Kunden ab 18 Jahren

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Von: Marten Kopf

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In deutschen Supermärkten sind seit Kriegsbeginn in der Ukraine viele Produkte knapp geworden. Kunden nutzen das schamlos aus. Erste Märkte reagieren – übertreiben es aber hier und da.

Kaum wieder da, schon wieder weg. Wir alle kennen das inzwischen. Die lieben Mitmenschen (und es sind, wichtig, immer nur die Anderen) beginnen zu „hamstern“. Da war die Sache mit dem Coronavirus, als das Toilettenpapier plötzlich knapp wurde, jetzt ist es der Krieg in der Ukraine, Der neben Mehl und Honig und, und, und, auch Speiseöl zur Rarität macht.

DiscounterLidl
HauptsitzNecharsulm (Baden-Württemberg)
Jahrsumsatzrund 89 Milliarden Euro (2020)

Kein Öl mehr: Lidl-Filiale macht Ernst

Kann man sich fast nicht ausmalen, ist aber offenkundig nun mal so. Selbstverständlich ist der Hintergrund ein sehr ernster, gar keine Frage, und tatsächlich haben Produzenten wie Händler kriegsbedingt vor allem beim Palmöl mit ernsthaften Lieferengpässen zu kämpfen. Die Gründe für aktuell leere Speiseöl-Regale und damit einhergehende Verteuerungen sind durchaus sehr handfeste.

Trotz allem gibt es sie auch in Zeiten der „Verknappung“, diese Dinge, die einen den Kopf schütteln lassen. Auftritt: Eine Lidl-Filiale in Norderstedt, über die die Webseite moin.de berichtet. Das Speiseöl (völlig gleich, ob Raps-, Sonnenblumen- oder Olivenöl) ist mal wieder ausverkauft. Was natürlich daran liegt, dass die lieben Mitmenschen hamstern, egal zu welchem Preis.

Speiseöl ab 18: Lidl-Filiale verlangt Personalausweis

Wie viele andere Filialen bundesweit hat auch diese aber natürlich längst reagiert und ein Maximum an Speiseöl-Einkäufen eingeführt – verkauft werden höchstens zwei Flaschen pro Kunde und pro Familie. Letzteres ist wichtig, denn die Idee, die Kinder einfach nochmal mit entsprechendem Einkaufskorb in die Schlange zu stellen, liegt nicht allzu fern.

Die Finte durchschauen sicher auch Kassierer und Kassiererinnen aller Discounter, in Norderstedt aber beschloss man, besonders entschieden dagegen vorzugehen. Ab sofort nämlich gab es neben Alkohol und Zigaretten auch Speiseöl nur noch gegen Vorlage eines Personalausweises. Sonnenblumenöl nur noch ab 18.

Speiseöl ab 18: Lidl macht Kehrtwende und entschulidgt sich

Die Nachricht machte über diverse Social-Media-Kanäle schnell die Runde – und so richtig gut an kam sie nicht. Vor allem nicht beim Mutterkonzern. Gegenüber moin.de sagt Lidl: „Versehentlich kam es kurzzeitig zu dem geschilderten Vorfall ausschließlich in der genannten Filiale. Wir bitten unsere Kunden um Verständnis und möchten uns für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen.“ Gerade nochmal gutgegangen, könnte man sagen. (mko)

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